Messeplanung für Unternehmen mit vielen Veranstaltungen

Für Unternehmen, die nur einmal im Jahr auf einer Messe ausstellen, lässt sich der Messeauftritt häufig noch als einzelnes Projekt organisieren. Anders sieht es aus, wenn vier, fünf, zehn oder noch mehr Veranstaltungen pro Jahr zum Messekalender gehören.

 

Dann reicht es nicht mehr aus, jede Messe einzeln zu planen. Die einzelnen Veranstaltungen müssen miteinander verbunden werden. Messebestand, Lagerung, Transport, Aufbau, Abbau, Grafiken, Standpersonal und organisatorische Fristen müssen so koordiniert werden, dass ein Messeauftritt abgeschlossen sein kann, während der nächste bereits vorbereitet wird.

 

Messeplanung für Unternehmen mit vielen Veranstaltungen bedeutet deshalb vor allem: wiederkehrende Abläufe strukturieren und den gesamten Messekalender im Zusammenhang betrachten.

 

Dabei muss nicht jede Veranstaltung gleich organisiert werden. Ein kleiner Kongress benötigt andere Leistungen als eine große Fachmesse. Ein vorhandenes Roll-up-System kann anders behandelt werden als ein kompletter Messestand. Entscheidend ist, dass für jede Veranstaltung klar ist, welche Ausstattung benötigt wird, wo sie sich befindet und wie sie rechtzeitig zum Veranstaltungsort gelangt.

 

Warum sich die Messeplanung bei vielen Veranstaltungen verändert

 

Bei mehreren Veranstaltungen pro Jahr entstehen Überschneidungen, die bei einem einzelnen Messeauftritt kaum eine Rolle spielen.

 

Während eine Messe noch läuft, muss möglicherweise bereits die nächste Veranstaltung vorbereitet werden. Gleichzeitig befindet sich ein Teil der Messeausstattung noch auf dem aktuellen Messestand, während andere Komponenten bereits im Lager liegen.

 

Hinzu kommen unterschiedliche Veranstaltungsorte, Standgrößen, Aufbauzeiten und logistische Vorgaben.

 

Die Planung wird dadurch schnell zu einem Zusammenspiel aus:

 

  • Messekalender
  •  

  • Messebestand
  •  

  • Lagerung
  •  

  • Transport
  •  

  • Aufbau
  •  

  • Abbau
  •  

  • Grafik und Ausstattung
  •  

  • Veranstaltungsfristen
  •  

  • internen Ansprechpartnern
  •  

  • externen Dienstleistern
  •  

 

Je mehr Veranstaltungen stattfinden, desto wichtiger wird deshalb ein einheitlicher organisatorischer Rahmen.

 

Der Messekalender ist die Grundlage für die Planung

 

Der erste Schritt ist ein vollständiger Messekalender.

 

Dieser sollte nicht nur die eigentlichen Messetermine enthalten. Für die operative Planung sind auch Aufbau- und Abbautermine, Transporttermine und wichtige Bestell- oder Anmeldefristen relevant.

 

Eine einfache Übersicht kann beispielsweise folgende Informationen enthalten:

 

  • Name der Veranstaltung
  •  

  • Veranstaltungsort
  •  

  • Halle und Standnummer
  •  

  • Veranstaltungszeitraum
  •  

  • Aufbauzeitraum
  •  

  • Abbauzeitraum
  •  

  • benötigte Standgröße
  •  

  • benötigte Messeausstattung
  •  

  • Transporttermin
  •  

  • Ansprechpartner
  •  

  • besondere Veranstaltungsbedingungen
  •  

  • interne Zuständigkeit
  •  

 

Bei vielen Veranstaltungen sollte der Kalender möglichst frühzeitig für das gesamte Jahr aufgebaut werden. Einzelne Termine können später ergänzt oder angepasst werden.

 

Nicht nur Messetermine, sondern auch die Zwischenzeiten planen

 

Ein häufiger Fehler besteht darin, nur die Veranstaltungstage zu betrachten.

 

Für die eigentliche Organisation sind die Zeiträume davor und danach mindestens genauso wichtig.

 

Zwischen zwei Messen muss die Ausstattung beispielsweise:

 

  • abgebaut werden
  •  

  • zurücktransportiert werden
  •  

  • kontrolliert werden
  •  

  • gegebenenfalls repariert werden
  •  

  • sortiert werden
  •  

  • eingelagert werden
  •  

  • für den nächsten Einsatz zusammengestellt werden
  •  

  • erneut transportiert werden
  •  

 

Bei eng aufeinanderfolgenden Veranstaltungen kann diese Zeit sehr knapp werden.

 

Deshalb sollte die Messeplanung nicht bei der Frage „Wann ist die nächste Messe?“ enden. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Was muss zwischen der letzten und der nächsten Messe passieren?

 

Welche Messeausstattung wird für welche Veranstaltung benötigt?

 

Unternehmen mit vielen Messeauftritten verwenden häufig nicht bei jeder Veranstaltung denselben Bestand.

 

Für eine große Fachmesse kann ein kompletter Messestand benötigt werden. Für einen Kongress reichen möglicherweise eine Messewand, eine Theke und ein Roll-up. Bei einer regionalen Veranstaltung kann wiederum eine kleinere Kombination aus Display, Grafik und Präsentationsmöbeln ausreichen.

 

Deshalb sollte für jede Veranstaltung festgelegt werden, welche Komponenten tatsächlich benötigt werden.

 

Das kann beispielsweise so strukturiert werden:

 

Veranstaltung A: kompletter Messestand, Möbel, Beleuchtung und Grafik.

 

Veranstaltung B: Messewand, Theke, Roll-ups und Prospektständer.

 

Veranstaltung C: mobiles Displaysystem und Präsentationsmaterial.

 

So wird verhindert, dass bei jeder Veranstaltung automatisch der komplette Messebestand transportiert wird.

 

Ein vollständiges Bestandsverzeichnis erleichtert die Messeplanung

 

Je größer der Messebestand ist, desto wichtiger wird eine eindeutige Bestandsübersicht.

 

Für jede Komponente sollte nachvollziehbar sein, was vorhanden ist und wo sich die Ausstattung befindet.

 

Eine Bestandsübersicht kann beispielsweise folgende Angaben enthalten:

 

  • Bezeichnung
  •  

  • Anzahl
  •  

  • Abmessungen
  •  

  • Gewicht
  •  

  • Verpackung
  •  

  • Zustand
  •  

  • Grafik
  •  

  • Lagerort
  •  

  • Zuordnung zu einem System
  •  

  • möglicher Veranstaltungseinsatz
  •  

 

Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn verschiedene Mitarbeiter oder externe Dienstleister mit dem Messebestand arbeiten.

 

Messebestand für mehrere Veranstaltungen einsetzen

 

Ein vorhandener Messebestand kann bei einer guten Organisation mehrfach eingesetzt werden.

 

Das betrifft beispielsweise:

 

  • Roll-ups
  •  

  • Messewände
  •  

  • Faltdisplays
  •  

  • Messetheken
  •  

  • mobile Displays
  •  

  • Prospektständer
  •  

  • Messe- und Präsentationsmöbel
  •  

  • modulare Standbausysteme
  •  

 

Dadurch kann ein Unternehmen seinen vorhandenen Bestand über mehrere Veranstaltungen hinweg nutzen.

 

Voraussetzung ist allerdings, dass die Ausstattung nach jedem Einsatz kontrolliert und für die nächste Veranstaltung wieder verfügbar gemacht wird.

 

Modulare Ausstattung kann die Planung vereinfachen

 

Bei einem modularen Messebestand müssen nicht immer dieselben Komponenten verwendet werden.

 

Ein Unternehmen kann beispielsweise aus einem größeren Bestand unterschiedliche Kombinationen zusammenstellen.

 

Für eine kleine Veranstaltung werden wenige Komponenten benötigt. Für eine größere Messe wird derselbe Grundbestand durch zusätzliche Elemente ergänzt.

 

Dadurch lässt sich vorhandene Ausstattung flexibler einsetzen.

 

Die Messeplanung sollte deshalb nicht nur fragen, welchen Messestand ein Unternehmen besitzt, sondern auch, aus welchen einzelnen Komponenten der Bestand besteht und wie diese kombiniert werden können.

 

Bei mehreren Messen muss die Verfügbarkeit des Bestands geprüft werden

 

Besonders wichtig wird die Bestandsplanung, wenn Veranstaltungen zeitlich nah beieinanderliegen.

 

Wenn beispielsweise eine Messe am Sonntag endet und die nächste Veranstaltung bereits wenige Tage später beginnt, kann der gleiche Bestand nicht beliebig lange blockiert werden.

 

Dann müssen die einzelnen Termine miteinander abgeglichen werden.

 

Fragen können dabei sein:

 

  • Wann kommt die Ausstattung von der ersten Messe zurück?
  •  

  • Wann wird sie für die nächste Veranstaltung benötigt?
  •  

  • Reicht die Zeit für Kontrolle und Vorbereitung?
  •  

  • Wer übernimmt die Zusammenstellung?
  •  

  • Kann derselbe Bestand bei beiden Veranstaltungen verwendet werden?
  •  

  • Werden zusätzliche Komponenten benötigt?
  •  

 

Was passiert, wenn sich zwei Messen überschneiden?

 

Bei vielen Veranstaltungen kann es vorkommen, dass zwei oder mehrere Termine zeitgleich stattfinden.

 

Dann muss frühzeitig geklärt werden, welcher Bestand für welche Veranstaltung vorgesehen ist.

 

Mögliche Lösungen können sein:

 

  • Aufteilung des vorhandenen Messebestands
  •  

  • Nutzung eines zweiten Systems
  •  

  • Ergänzung einzelner Komponenten
  •  

  • separate Grafiken
  •  

  • temporäre Anmietung zusätzlicher Ausstattung
  •  

  • unterschiedliche Lagerbestände
  •  

 

Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Messekalender und vom vorhandenen Bestand ab.

 

Messeplanung und Lagerung gehören zusammen

 

Wer regelmäßig ausstellt, benötigt zwischen den Veranstaltungen einen definierten Lagerort für die Messeausstattung.

 

Das kann ein eigenes Lager oder eine externe Lagerlösung sein.

 

Wichtig ist nicht allein, dass ausreichend Fläche vorhanden ist. Der Bestand sollte so organisiert sein, dass die benötigten Komponenten für die nächste Veranstaltung gezielt gefunden und zusammengestellt werden können.

 

Eine gut organisierte Lagerung kann beispielsweise berücksichtigen:

 

  • Standbausysteme
  •  

  • Messewände
  •  

  • Roll-ups
  •  

  • Displays
  •  

  • Grafiken
  •  

  • Transporttaschen
  •  

  • Transportkisten
  •  

  • Möbel
  •  

  • Zubehör
  •  

 

Externe Lagerung kann bei vielen Veranstaltungen interessant sein

 

Mit steigender Anzahl von Veranstaltungen wächst häufig auch der Umfang des Messebestands.

 

Für Unternehmen stellt sich dann die Frage, ob die vorhandene Lagerfläche noch ausreicht und ob die interne Organisation des Bestands dauerhaft sinnvoll ist.

 

Eine externe Lagerung kann insbesondere dann interessant sein, wenn:

 

  • Messeausstattung nur zwischen den Veranstaltungen benötigt wird
  •  

  • im Unternehmen nur begrenzter Lagerplatz vorhanden ist
  •  

  • mehrere Standorte beteiligt sind
  •  

  • der Bestand regelmäßig transportiert wird
  •  

  • Kommissionierung und Bereitstellung ausgelagert werden sollen
  •  

 

Der Vorteil einer solchen Lösung liegt nicht nur in der zusätzlichen Lagerfläche. Interessant kann insbesondere die Verbindung von Lagerung, Bestandsorganisation und Transport sein.

 

Transport muss in die Messeplanung integriert werden

 

Bei vielen Veranstaltungen ist der Transport kein einzelner Auftrag, sondern ein wiederkehrender Bestandteil des Messeprozesses.

 

Die Messeausstattung muss beispielsweise:

 

Lager → Messe → Lager → nächste Messe → Lager

 

bewegt werden.

 

Je nach Messekalender kann auch ein direkter Transport von einer Veranstaltung zur nächsten denkbar sein.

 

Ob das sinnvoll und organisatorisch möglich ist, hängt unter anderem von den Terminen, den Transportwegen und den jeweiligen Veranstaltungsbedingungen ab.

 

Veranstaltungsspezifische Vorgaben frühzeitig prüfen

 

Ein wichtiger Punkt bei der Messeplanung: Nicht jede Messe funktioniert logistisch nach denselben Regeln.

 

Die Messe Düsseldorf stellt beispielsweise für einzelne Veranstaltungen eigene Informationen zu Auf- und Abbauzeiten sowie Verkehrsregularien bereit und weist ausdrücklich auf mögliche veranstaltungsspezifische Abweichungen hin.

 

Auch bei Messe Frankfurt werden für einzelne Veranstaltungen eigene Informationen zu Auf- und Abbau sowie Logistik veröffentlicht. Bei der Formnext 2026 gelten beispielsweise konkrete, veranstaltungsspezifische Aufbauzeiten.

 

Für Unternehmen mit vielen Veranstaltungen bedeutet das: Die Jahresplanung sollte immer durch die konkreten Vorgaben der einzelnen Messen ergänzt werden.

 

Aufbau- und Abbauzeiten gehören in den Messekalender

 

Die eigentliche Messe beginnt nicht unbedingt mit dem ersten Messetag.

 

Für die Logistik sind insbesondere die Aufbau- und Abbauzeiten relevant.

 

Bei Messe Frankfurt können die zulässigen Zeiten je nach Veranstaltung unterschiedlich ausgestaltet sein. Für die Automechanika Frankfurt 2026 werden beispielsweise separate Zeiträume für vorgezogenen und regulären Aufbau angegeben.

 

Auch beim Abbau können bestimmte Zeitfenster gelten. Bei der Texprocess 2026 werden beispielsweise eigene reguläre und verlängerte Abbauzeiten ausgewiesen.

 

Diese Informationen sollten deshalb nicht erst am Veranstaltungstag geprüft werden.

 

Bestellfristen können für die Messeplanung entscheidend sein

 

Bei vielen Veranstaltungen gibt es Fristen für technische Leistungen oder bestimmte Services.

 

Wer mehrere Messen pro Jahr betreut, sollte diese Termine deshalb genauso erfassen wie die eigentlichen Messetermine.

 

Die Messe Düsseldorf weist bei einzelnen Veranstaltungen beispielsweise darauf hin, dass verspätete Bestellungen unter Umständen nicht mehr fristgerecht ausgeführt werden können und für kurzfristige Aufträge oder Änderungen Zuschläge anfallen können.

 

Ein guter Messekalender enthält daher neben dem Messetermin auch die relevanten Vorlauf- und Bestellfristen.

 

Wer ist für welchen Teil der Messeplanung verantwortlich?

 

Bei vielen Veranstaltungen können mehrere Personen und Unternehmen beteiligt sein.

 

Zum Beispiel:

 

  • Marketing
  •  

  • Vertrieb
  •  

  • Eventmanagement
  •  

  • Einkauf
  •  

  • Logistik
  •  

  • Standbauunternehmen
  •  

  • Transportdienstleister
  •  

  • Lagerdienstleister
  •  

  • Montageunternehmen
  •  

 

Je mehr Beteiligte vorhanden sind, desto wichtiger sind klare Zuständigkeiten.

 

Für jede Veranstaltung sollte deshalb möglichst eindeutig feststehen, wer die jeweiligen Aufgaben koordiniert.

 

Eine zentrale Messeübersicht reduziert Rückfragen

 

Statt Informationen auf E-Mails, Excel-Dateien, Kalendern und einzelnen Nachrichten zu verteilen, kann eine zentrale Messeübersicht als organisatorische Grundlage dienen.

 

Dort können beispielsweise alle Informationen zu einer Veranstaltung zusammengeführt werden:

 

  • Veranstaltung
  •  

  • Standfläche
  •  

  • Standnummer
  •  

  • Grafik
  •  

  • Messebestand
  •  

  • Transport
  •  

  • Aufbau
  •  

  • Abbau
  •  

  • Ansprechpartner
  •  

  • Fristen
  •  

  • Besonderheiten
  •  

 

Damit lässt sich schneller erkennen, was bereits erledigt wurde und welche Aufgaben noch offen sind.

 

Grafiken und Drucksachen frühzeitig berücksichtigen

 

Nicht jede Messe benötigt dieselben Kommunikationsmittel.

 

Bei einem wiederkehrenden Messebestand können jedoch viele Komponenten mehrfach verwendet werden, während Grafiken oder Drucksachen aktualisiert werden.

 

Deshalb sollte bei der Planung geprüft werden:

 

  • Welche Grafiken sind vorhanden?
  •  

  • Welche Grafiken werden für die jeweilige Messe benötigt?
  •  

  • Sind die Inhalte noch aktuell?
  •  

  • Welche Grafik gehört zu welchem System?
  •  

  • Müssen neue Grafiken produziert werden?
  •  

  • Wann müssen die Grafiken am Lager oder Veranstaltungsort sein?
  •  

 

Gerade bei vielen Veranstaltungen kann die wiederkehrende Nutzung vorhandener Systeme mit wechselnden Grafiken eine flexible Möglichkeit sein.

 

Die Messeplanung sollte auch den Abbau berücksichtigen

 

Der Abbau wird bei der Planung häufig erst am Ende betrachtet.

 

Bei einem Unternehmen mit vielen Veranstaltungen ist er jedoch genauso wichtig wie der Aufbau.

 

Nach Messeschluss muss geklärt sein:

 

  • Wer baut den Stand ab?
  •  

  • Wann darf der Abbau beginnen?
  •  

  • Wie wird die Ausstattung verpackt?
  •  

  • Wohin wird der Bestand transportiert?
  •  

  • Was muss kontrolliert werden?
  •  

  • Was wird für die nächste Messe benötigt?
  •  

 

Bei Messe Frankfurt werden beispielsweise für einzelne Veranstaltungen konkrete Abbaubedingungen veröffentlicht, die auch Einschränkungen während des letzten Messetages enthalten können.

 

Deshalb sollte auch der Rücktransport bereits vor Messestart Bestandteil der Planung sein.

 

Nach der Messe ist vor der nächsten Messe

 

Für Unternehmen mit vielen Veranstaltungen ist dieser Grundsatz besonders wichtig.

 

Die Rückkehr der Messeausstattung ins Lager sollte nicht als Abschluss des Projekts betrachtet werden. Sie ist gleichzeitig der Startpunkt für den nächsten Messeauftritt.

 

Nach dem Rücktransport können beispielsweise folgende Schritte erfolgen:

 

Kontrolle → Sortierung → Reparatur → Bestandsaktualisierung → Einlagerung → Vorbereitung des nächsten Einsatzes.

 

So entsteht ein kontinuierlicher Kreislauf anstelle vieler voneinander getrennter Einzelprojekte.

 

Was bei kurzfristig aufeinanderfolgenden Messen wichtig ist

 

Je kürzer der Zeitraum zwischen zwei Veranstaltungen ist, desto weniger Spielraum besteht für Fehler.

 

Wenn beispielsweise am Montag der Abbau einer Messe erfolgt und am Donnerstag bereits der Aufbau der nächsten Veranstaltung beginnt, müssen Transport, Kontrolle und Bereitstellung innerhalb weniger Tage funktionieren.

 

In solchen Fällen sollten insbesondere folgende Punkte frühzeitig geklärt sein:

 

  • Rücktransport
  •  

  • Zielort
  •  

  • Bestandskontrolle
  •  

  • Reparaturen
  •  

  • erneute Kommissionierung
  •  

  • Transport zur nächsten Veranstaltung
  •  

  • Aufbau
  •  

 

Mehrere Veranstaltungen mit einem festen Prozess organisieren

 

Ein wiederkehrender Prozess kann die Messeplanung deutlich übersichtlicher machen.

 

Der Ablauf kann beispielsweise aus folgenden Schritten bestehen:

 

1. Jahresmessekalender erstellen

 

Alle bekannten Veranstaltungen werden mit den wichtigsten Terminen und Fristen erfasst.

 

2. Messebestand zuordnen

 

Für jede Veranstaltung wird definiert, welche Ausstattung benötigt wird.

 

3. Lagerbestand prüfen

 

Die benötigten Komponenten werden auf Vollständigkeit und Zustand kontrolliert.

 

4. Transport planen

 

Anlieferung und Rücktransport werden passend zu den Veranstaltungszeiten organisiert.

 

5. Aufbau koordinieren

 

Die Montage wird entsprechend der Standplanung und der zulässigen Aufbauzeiten eingeplant.

 

6. Abbau vorbereiten

 

Bereits vor Messestart wird geklärt, wie und wann die Ausstattung wieder zurückgeführt wird.

 

7. Bestand zurückführen

 

Nach der Veranstaltung wird die Ausstattung kontrolliert und wieder eingelagert.

 

8. Nächste Veranstaltung vorbereiten

 

Der Prozess beginnt erneut – mit den spezifischen Anforderungen der nächsten Messe.

 

Welche Aufgaben können Unternehmen selbst übernehmen?

 

Nicht jede Aufgabe muss extern vergeben werden.

 

Viele Unternehmen behalten beispielsweise die strategische Messeplanung, die Auswahl der Veranstaltungen und die Abstimmung mit Marketing und Vertrieb intern.

 

Operative Aufgaben können dagegen je nach Unternehmensgröße und Messevolumen extern organisiert werden.

 

Dazu können beispielsweise gehören:

 

  • Lagerung des Messebestands
  •  

  • Bestandsübernahme
  •  

  • Kommissionierung
  •  

  • Transport
  •  

  • Aufbau
  •  

  • Abbau
  •  

  • Rücktransport
  •  

  • Bestandskontrolle
  •  

 

Dadurch kann die interne Mannschaft sich stärker auf die inhaltliche Vorbereitung des Messeauftritts konzentrieren.

 

Wann externe Unterstützung bei vielen Messeauftritten interessant sein kann

 

Eine externe Lösung kann insbesondere dann interessant werden, wenn der Messekalender mehrere Veranstaltungen umfasst und die vorhandene Ausstattung regelmäßig bewegt werden muss.

 

Das gilt beispielsweise, wenn:

 

  • mehrere Messen pro Jahr stattfinden
  •  

  • die Veranstaltungen deutschlandweit oder europaweit verteilt sind
  •  

  • kein ausreichender Lagerplatz vorhanden ist
  •  

  • der Bestand intern nur schwer organisiert werden kann
  •  

  • mehrere Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten beteiligt sind
  •  

  • Transport, Lagerung und Montage bisher separat koordiniert werden
  •  

 

In solchen Fällen kann die Bündelung einzelner Leistungen den organisatorischen Aufwand reduzieren.

 

EINS PLUS für Unternehmen mit regelmäßigem Messebetrieb

 

EINS PLUS Messe- & Kongress-Service unterstützt Unternehmen bei der Organisation vorhandener Messeausstattung zwischen verschiedenen Veranstaltungen.

 

Dabei steht nicht zwingend die Anschaffung eines neuen Messestands im Mittelpunkt. Stattdessen kann vorhandener Messebestand übernommen, organisiert, gelagert und für wiederkehrende Einsätze bereitgestellt werden.

 

Je nach Bedarf können verschiedene Leistungen miteinander kombiniert werden:

 

  • Übernahme vorhandener Messebestände
  •  

  • Bestandserfassung
  •  

  • Lagerung
  •  

  • Kommissionierung
  •  

  • Grafikorganisation
  •  

  • Transport zur Messe
  •  

  • Aufbau
  •  

  • Abbau
  •  

  • Rücktransport
  •  

  • Wiedereinlagerung
  •  

 

Damit kann ein Unternehmen seinen vorhandenen Messebestand über mehrere Veranstaltungen hinweg nutzen, ohne die gesamte Organisation zwischen den einzelnen Messen jedes Mal neu aufsetzen zu müssen.

 

Ein möglicher Ablauf mit EINS PLUS

 

Am Anfang kann eine Bestandsaufnahme stehen. Dabei wird geklärt, welche Messeausstattung vorhanden ist und wie sie aktuell eingesetzt wird.

 

Anschließend kann der Bestand strukturiert und eingelagert werden. Für die einzelnen Veranstaltungen wird jeweils festgelegt, welche Komponenten benötigt werden.

 

Die benötigte Ausstattung wird bereitgestellt und entsprechend der Veranstaltung transportiert. Nach dem Messeauftritt folgen Abbau, Rücktransport und Kontrolle.

 

Danach wird der Bestand wieder eingelagert und steht für die nächste Veranstaltung zur Verfügung.

 

Bestand übernehmen → organisieren → lagern → bereitstellen → transportieren → aufbauen → abbauen → zurücktransportieren → wieder einlagern.

 

So entsteht ein wiederkehrender Ablauf, der sich an den individuellen Messekalender des Unternehmens anpassen lässt.

 

Checkliste für Unternehmen mit vielen Messeveranstaltungen

 

  • ☐ Jahresmessekalender erstellen
  •  

  • ☐ Auf- und Abbauzeiten erfassen
  •  

  • ☐ Bestell- und Anmeldefristen dokumentieren
  •  

  • ☐ Standgrößen je Veranstaltung festhalten
  •  

  • ☐ Benötigte Messeausstattung definieren
  •  

  • ☐ Vorhandenen Messebestand vollständig erfassen
  •  

  • ☐ Grafiken und Zubehör zuordnen
  •  

  • ☐ Lagerorte dokumentieren
  •  

  • ☐ Überschneidungen zwischen Veranstaltungen prüfen
  •  

  • ☐ Transporttermine frühzeitig planen
  •  

  • ☐ Aufbau und Abbau koordinieren
  •  

  • ☐ Rücktransport vor der Messe festlegen
  •  

  • ☐ Bestand nach der Veranstaltung kontrollieren
  •  

  • ☐ Reparaturen oder Ersatz rechtzeitig organisieren
  •  

  • ☐ Nächsten Messeauftritt bereits während der laufenden Veranstaltung berücksichtigen
  •  

 

Fazit: Viele Messen brauchen einen durchgängigen Plan

 

Je mehr Veranstaltungen ein Unternehmen besucht, desto weniger sinnvoll ist es, jede Messe vollständig isoliert zu betrachten.

 

Eine professionelle Messeplanung verbindet den Jahreskalender mit dem vorhandenen Messebestand und den notwendigen Abläufen rund um Lagerung, Transport, Aufbau und Abbau.

 

Besonders wichtig ist dabei die Zeit zwischen den Veranstaltungen. Denn dort entscheidet sich, ob die vorhandene Messeausstattung für den nächsten Einsatz vollständig, verfügbar und einsatzbereit ist.

 

Ein sinnvoller Messeprozess beginnt deshalb nicht erst beim Aufbau und endet nicht mit dem Messeschluss.

 

Er umfasst den gesamten Ablauf:

 

Planen → Bestand zuordnen → lagern → bereitstellen → transportieren → aufbauen → ausstellen → abbauen → zurücktransportieren → kontrollieren → wieder einlagern.

 

Für Unternehmen mit vielen Veranstaltungen kann genau dieser wiederkehrende Prozess den Unterschied zwischen vielen einzelnen organisatorischen Aufgaben und einem planbaren Messebetrieb ausmachen.

 

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