Ein Messestand wird für eine Messe aufgebaut, nach wenigen Tagen wieder abgebaut und anschließend eingelagert. Damit ist seine Aufgabe aber noch lange nicht beendet.
Wenn ein Unternehmen regelmäßig auf Messen, Kongressen oder Fachveranstaltungen ausstellt, kann ein vorhandener Messestand für mehrere Veranstaltungen eingesetzt werden. Statt für jeden Termin einen neuen Auftritt zu organisieren, lässt sich der bestehende Messebestand wiederverwenden, anpassen und je nach Standfläche unterschiedlich zusammenstellen.
Das setzt allerdings voraus, dass der Messestand nicht nur einmalig geplant, sondern als wiederverwendbarer Bestand betrachtet wird.
Dabei geht es nicht ausschließlich um das Standdesign. Entscheidend sind auch die praktischen Fragen: Wo wird der Messestand zwischen den Veranstaltungen gelagert? Wer prüft den Bestand? Wer organisiert den Transport? Wer baut ihn auf und ab? Welche Komponenten werden für die jeweilige Veranstaltung benötigt? Und wie kommt der Messestand nach dem Abbau wieder zurück ins Lager?
Wer diese Abläufe frühzeitig organisiert, kann einen vorhandenen Messestand über mehrere Veranstaltungen hinweg nutzen, ohne für jeden Messeauftritt wieder bei null anzufangen.
Warum einen Messestand mehrfach nutzen?
Ein Messestand besteht häufig aus Komponenten, die nicht nur für eine einzige Veranstaltung bestimmt sind. Wände, Rahmen, Counter, Möbel, Beleuchtung, Präsentationselemente oder andere Bauteile können je nach System mehrfach eingesetzt werden.
Gerade für Unternehmen mit mehreren Messeauftritten pro Jahr ist das interessant. Wenn beispielsweise vier Veranstaltungen geplant sind, muss nicht automatisch viermal ein vollständig neuer Messestand organisiert werden.
Stattdessen kann ein vorhandener Messebestand zum Ausgangspunkt für mehrere Auftritte werden.
AUMA empfiehlt ausdrücklich, Messestände so zu planen, dass sie skalierbar und wiederverwendbar sind und sich an unterschiedliche Flächengeometrien anpassen lassen. Auch die Wiederverwendung von Messemöbeln und Baugruppen wird als Ansatz für einen ressourcenschonenderen Messebetrieb genannt.
Das bedeutet praktisch: Ein Messestand muss nicht zwangsläufig bei jeder Veranstaltung exakt gleich aussehen, um derselbe Messebestand zu bleiben.
Ein Messestand kann für unterschiedliche Veranstaltungen eingesetzt werden
Die Anforderungen an einen Messeauftritt unterscheiden sich von Veranstaltung zu Veranstaltung.
Eine große Fachmesse kann eine andere Standfläche bieten als eine regionale Messe. Ein Kongress kann einen kleineren Ausstellerbereich vorsehen. Bei einer begleitenden Ausstellung kann wiederum nur eine kompakte Präsentationsfläche benötigt werden.
Ein wiederverwendbarer Messebestand kann auf solche Unterschiede reagieren, wenn seine Komponenten entsprechend geeignet sind.
Beispielsweise kann ein Unternehmen bei einer größeren Messe mehrere Wandelemente, einen Counter, Möbel und Produktpräsentationen einsetzen. Für einen kleineren Termin werden nur einzelne Wandelemente und der Counter benötigt. Bei einem Kongress kann wiederum eine kompakte Kombination aus Messewand, Counter und Präsentationselementen sinnvoll sein.
Der Bestand bleibt derselbe. Die Zusammenstellung verändert sich.
Mehrfachnutzung beginnt bereits bei der Planung des Messestands
Ob ein Messestand später für mehrere Veranstaltungen eingesetzt werden kann, wird häufig schon bei seiner ursprünglichen Planung entschieden.
Ein Stand, der ausschließlich für eine ganz bestimmte Fläche und eine bestimmte Geometrie konstruiert wurde, lässt sich möglicherweise schwieriger an andere Veranstaltungen anpassen.
Modulare und skalierbare Konzepte können dagegen mehr Möglichkeiten bieten.
Bei der Planung sollte deshalb nicht nur gefragt werden:
„Wie soll unser Messestand auf dieser Messe aussehen?“
Sinnvoller ist zusätzlich:
„Wie soll unser Messebestand bei der nächsten, übernächsten und einer kleineren Veranstaltung funktionieren?“
Diese Perspektive verändert die Planung.
Welche Bestandteile eines Messestands lassen sich mehrfach nutzen?
Welche Komponenten mehrfach verwendet werden können, hängt vom jeweiligen Messesystem, Zustand und Einsatzzweck ab.
Typische Bestandteile können beispielsweise sein:
- Messewände
- modulare Standbauelemente
- Rahmensysteme
- Counter und Messetheken
- Roll-ups
- Faltdisplays
- Präsentationsmöbel
- Prospektständer
- Beleuchtung
- Transportkisten
- Montagezubehör
- Produktpräsentationselemente
Auch Grafiken können teilweise wiederverwendet werden. Bei wechselnden Kampagnen, Produkten oder Botschaften kann es allerdings notwendig sein, einzelne Drucke oder Beschriftungen zu aktualisieren.
Ein Messestand muss nicht jedes Mal identisch aussehen
Mehrfachnutzung wird manchmal mit einem unveränderten Auftritt gleichgesetzt.
Das ist nicht zwingend notwendig.
Ein vorhandener Messebestand kann je nach Veranstaltung unterschiedlich kombiniert werden. Zusätzlich können einzelne Kommunikationsflächen, Grafiken oder Präsentationselemente verändert werden.
So kann ein Unternehmen mit demselben Grundbestand unterschiedliche Auftritte realisieren.
Beispiel: Ein Messebestand für drei Veranstaltungen
Ein Unternehmen verfügt über ein modulares Messesystem, einen Counter, zwei Produktpodeste, mehrere Beleuchtungselemente und verschiedene Grafiken.
Auf einer großen Branchenmesse wird der gesamte Bestand eingesetzt.
Bei einer regionalen Fachmesse wird die Standfläche kleiner gewählt und nur ein Teil der Elemente aufgebaut.
Bei einem Kongress wird eine kompakte Variante mit Messewand, Counter und Produktpräsentation eingesetzt.
Das Unternehmen benötigt damit nicht drei komplett unterschiedliche Messeauftritte. Es nutzt einen bestehenden Bestand in drei unterschiedlichen Zusammenstellungen.
Was vor jeder weiteren Veranstaltung geprüft werden sollte
Die Mehrfachnutzung funktioniert nur dann zuverlässig, wenn der vorhandene Bestand vor dem jeweiligen Einsatz geprüft wird.
Dazu gehören unter anderem folgende Fragen:
- Welche Komponenten werden für die Veranstaltung benötigt?
- Ist der Bestand vollständig?
- Sind alle Komponenten einsatzbereit?
- Gibt es Beschädigungen?
- Sind Montage- und Verbindungsteile vorhanden?
- Sind die vorhandenen Grafiken noch aktuell?
- Passt der Bestand zur gebuchten Standfläche?
- Werden zusätzliche Möbel oder Präsentationselemente benötigt?
- Wie wird der Bestand zur Veranstaltung transportiert?
- Wer übernimmt Aufbau und Abbau?
Diese Prüfung sollte nicht erst am Tag vor dem Transport erfolgen. Je früher fehlende oder beschädigte Komponenten erkannt werden, desto leichter lassen sich Alternativen organisieren.
Die Standfläche entscheidet über die Zusammenstellung
Ein Messestand kann nur dann mehrfach genutzt werden, wenn seine Komponenten zur jeweiligen Fläche passen.
Eine größere Standfläche bietet andere Möglichkeiten als ein kompakter Stand. Deshalb sollte vor jedem Einsatz geprüft werden, welche Bestandteile tatsächlich benötigt werden.
Bei einem modularen Bestand kann das bedeuten, einzelne Elemente wegzulassen oder zusätzliche Komponenten einzusetzen.
Auch die Position des Standes innerhalb einer Halle kann relevant sein. Ein Reihenstand stellt andere Anforderungen als ein Eckstand oder eine größere offene Fläche.
Deshalb sollte der vorhandene Messebestand nie isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Bestand, Standfläche und konkreten Veranstaltungsanforderungen.
Die jeweiligen Vorgaben der Veranstaltung müssen berücksichtigt werden
Ein Messestand, der bei einer Veranstaltung funktioniert hat, kann nicht automatisch unverändert bei jeder anderen Veranstaltung eingesetzt werden.
Veranstalter und Messeplätze können eigene technische Richtlinien, Aufbauvorgaben, Anlieferungsbedingungen oder Sicherheitsanforderungen haben.
Diese Vorgaben sollten vor jedem neuen Einsatz geprüft werden.
Auch AUMA weist bei der Messeplanung darauf hin, dass die konkreten Rahmenbedingungen einer Veranstaltung in die Planung einbezogen werden müssen. Die Standkonzeption ist dabei nur ein Teil der gesamten Messebeteiligung.
Für Unternehmen bedeutet das: Wiederverwendung vereinfacht die Materialplanung, ersetzt aber nicht die veranstaltungsspezifische Prüfung.
Der Messebestand muss zwischen den Veranstaltungen verfügbar sein
Ein Messestand kann nur mehrfach genutzt werden, wenn er zwischen den Veranstaltungen sinnvoll verwaltet wird.
Nach dem Abbau wird der Bestand nicht einfach „weggeräumt“. Er muss zurücktransportiert, geprüft und wieder eingelagert werden.
Idealerweise ist anschließend klar:
- wo sich der Bestand befindet
- welche Komponenten vorhanden sind
- welche Komponenten beschädigt sind
- welche Teile fehlen
- welche Komponenten beim nächsten Einsatz benötigt werden
Je häufiger ein Unternehmen ausstellt, desto wichtiger wird diese Bestandsorganisation.
Messestand lagern: Der unterschätzte Teil der Mehrfachnutzung
Die Lagerung ist ein wesentlicher Bestandteil eines wiederverwendbaren Messeauftritts.
Ein Messestand, der nach jeder Messe irgendwo im Unternehmen abgestellt wird, ist schwer planbar. Komponenten können verteilt werden, Verpackungen verschwinden und niemand weiß beim nächsten Termin genau, was vorhanden ist.
Eine strukturierte Lagerung schafft dagegen einen festen Ausgangspunkt für die nächste Veranstaltung.
Das betrifft nicht nur große Standbauelemente. Auch Counter, Roll-ups, Messewände, Möbel, Grafiken und weiteres Messe-Equipment sollten so verwahrt werden, dass sie für den nächsten Einsatz wieder verfügbar sind.
Externe Lagerung kann die wiederkehrende Messeorganisation vereinfachen
Für Unternehmen mit mehreren Veranstaltungen pro Jahr kann eine externe Lagerung interessant sein.
Der entscheidende Vorteil liegt nicht allein im gewonnenen Lagerplatz.
Wenn Lagerung mit Bestandsverwaltung, Vorbereitung, Transport und Montage verbunden wird, kann daraus ein wiederholbarer Ablauf entstehen.
Der Messebestand befindet sich an einem definierten Ort. Vor der nächsten Veranstaltung werden die benötigten Komponenten zusammengestellt. Anschließend erfolgt die Vorbereitung und der Transport zum Veranstaltungsort.
Nach dem Abbau wird der Bestand zurückgeführt und steht für den nächsten Termin wieder zur Verfügung.
Transport gehört zur Mehrfachnutzung dazu
Wer einen Messestand mehrfach einsetzen möchte, muss auch die wiederkehrenden Transporte organisieren.
Der Ablauf kann beispielsweise so aussehen:
Lager → Vorbereitung → Transport → Anlieferung → Aufbau → Veranstaltung → Abbau → Rücktransport → Lager.
Dieser Ablauf wiederholt sich bei jeder weiteren Veranstaltung.
Deshalb lohnt es sich, den Transport nicht als einzelne Ausnahme zu betrachten, sondern als festen Bestandteil des Messeprozesses.
Der Rücktransport ist genauso wichtig wie die Anlieferung
Bei der Planung eines Messeauftritts wird die Anlieferung häufig früh berücksichtigt. Der Rücktransport gerät dagegen leichter aus dem Blick.
Für einen wiederverwendbaren Messebestand ist er besonders wichtig.
Nach der Veranstaltung muss geklärt sein, wann der Abbau stattfindet, wie die Komponenten verpackt werden und wohin der Bestand anschließend transportiert wird.
Wenn der nächste Einsatz bereits feststeht, sollte auch berücksichtigt werden, wann der Bestand wieder verfügbar sein muss.
So entsteht ein durchgängiger Kreislauf statt einer Reihe voneinander unabhängiger Messeprojekte.
Mehrere Messen mit einem Messestand organisieren
Besonders interessant wird die Mehrfachnutzung, wenn mehrere Veranstaltungen innerhalb eines Jahres stattfinden.
Dann kann es sinnvoll sein, bereits zu Jahresbeginn oder zu Beginn der Messesaison einen Überblick über die geplanten Termine zu erstellen.
Für jede Veranstaltung kann anschließend geprüft werden:
- Welche Standfläche ist vorgesehen?
- Welche Komponenten werden benötigt?
- Welche Grafiken müssen eingesetzt werden?
- Welche zusätzlichen Elemente werden benötigt?
- Wann muss der Bestand vorbereitet werden?
- Wann muss er zur Messe transportiert werden?
- Wann findet der Aufbau statt?
- Wann erfolgt der Abbau?
- Wann muss der Bestand wieder im Lager sein?
Damit wird aus mehreren Messeauftritten ein zusammenhängender Jahresprozess.
Ein Messestand für mehrere Messen bedeutet nicht automatisch denselben Auftritt
Wiederverwendung und Individualität schließen sich nicht grundsätzlich aus.
Ein Unternehmen kann mit einem vorhandenen Grundbestand arbeiten und dennoch einzelne Elemente anpassen.
Zum Beispiel können je nach Veranstaltung unterschiedliche Produktgruppen präsentiert oder verschiedene Grafiken eingesetzt werden.
Auch die Anzahl der eingesetzten Komponenten kann variieren.
So kann ein vorhandener Messebestand als Basis dienen, während die konkrete Präsentation auf die jeweilige Veranstaltung abgestimmt wird.
AUMA beschreibt genau diese Verbindung aus Individualität und Wiederverwendung als wichtigen Aspekt nachhaltiger Standkonzeption.
Welche Unternehmen besonders von einem wiederverwendbaren Messebestand profitieren können
Ein mehrfach nutzbarer Messestand kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die regelmäßig auf Veranstaltungen vertreten sind.
Dazu gehören beispielsweise:
- mittelständische Unternehmen mit mehreren Fachmessen pro Jahr
- Unternehmen mit wiederkehrenden regionalen Messeauftritten
- Hersteller mit unterschiedlichen Produktpräsentationen
- Unternehmen mit Messe- und Kongressauftritten
- Unternehmen mit begleitenden Ausstellungen
- Unternehmen mit mehreren Vertriebsveranstaltungen
- Unternehmen mit vorhandenem mobilem Messe-Equipment
- kleine und mittlere Unternehmen, die ihren Messebestand langfristig nutzen möchten
Besonders interessant ist das Modell, wenn nicht jede Veranstaltung einen komplett individuellen Messestand erfordert.
Auch kleine Messestände können mehrfach eingesetzt werden
Mehrfachnutzung ist nicht nur ein Thema für große Messestände.
Auch ein kompakter Bestand aus Messewand, Counter, Roll-up, Beleuchtung und Präsentationsmöbeln kann bei mehreren Veranstaltungen eingesetzt werden.
Gerade bei kleineren Unternehmen kann das praktisch sein. Statt für jede Veranstaltung neues Material zu beschaffen, steht ein definierter Grundbestand zur Verfügung.
Die operative Herausforderung bleibt allerdings bestehen: Auch ein kleiner Messestand muss transportiert, aufgebaut, abgebaut und wieder eingelagert werden.
Was tun, wenn einzelne Komponenten fehlen?
Bei einem länger genutzten Messebestand kann es vorkommen, dass einzelne Teile fehlen oder beschädigt sind.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Messestand ersetzt werden muss.
Zunächst sollte geprüft werden, welche Komponente tatsächlich benötigt wird und ob sie ersetzt, ergänzt oder anders gelöst werden kann.
Auch zusätzliche Möbel, Counter, Präsentationselemente oder Grafiken können je nach Veranstaltung ergänzt werden.
So bleibt der bestehende Bestand die Basis, während einzelne Elemente an den jeweiligen Bedarf angepasst werden.
Wann lohnt sich ein neuer Messestand trotzdem?
Mehrfachnutzung bedeutet nicht, dass ein vorhandener Messestand unbegrenzt eingesetzt werden muss.
Wenn Komponenten nicht mehr zum Unternehmen passen, technisch nicht mehr geeignet sind, stark beschädigt wurden oder sich die Anforderungen grundlegend verändert haben, kann eine Neuplanung sinnvoll sein.
Auch eine stark veränderte Markenpositionierung oder ein neues Produktportfolio kann Anlass sein, den Messeauftritt neu zu denken.
Die richtige Frage lautet deshalb nicht:
„Wie lange müssen wir unseren alten Messestand verwenden?“
Sondern:
„Welche Teile unseres vorhandenen Messebestands sind weiterhin sinnvoll einsetzbar?“
Damit lässt sich zwischen Weiterverwendung, Anpassung, Ergänzung und Neuanschaffung unterscheiden.
Mehrfachnutzung kann auch organisatorische Vorteile haben
Ein wiederkehrend eingesetzter Messebestand kann nicht nur Material mehrfach nutzbar machen.
Auch die Abläufe werden mit der Zeit vertrauter.
Wenn bekannt ist, welche Komponenten benötigt werden, wie der Bestand verpackt wird und welche Schritte vor und nach einer Veranstaltung notwendig sind, kann die Organisation strukturierter erfolgen.
AUMA empfiehlt generell, die Messebeteiligung als strukturierten Prozess zu betrachten und Verantwortlichkeiten sowie Abläufe frühzeitig zu klären.
Bei regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen kann diese Prozesslogik besonders hilfreich sein.
Der Unterschied zwischen Messebestand und Messeprojekt
Ein einzelner Messeauftritt kann als Projekt betrachtet werden.
Ein Unternehmen, das regelmäßig ausstellt, sollte dagegen zusätzlich seinen Messebestand als dauerhafte Ressource betrachten.
Das verändert die Perspektive.
Der Messestand wird nicht nach der Messe „abgeschlossen“. Er geht zurück in den Bestand und wartet auf seinen nächsten Einsatz.
Die nächste Veranstaltung beginnt deshalb nicht mit der Beschaffung eines neuen Standes, sondern mit der Frage, welche Teile des vorhandenen Bestands eingesetzt werden können.
Ein wiederverwendbarer Messebestand braucht klare Verantwortlichkeiten
In vielen Unternehmen liegt die Verantwortung für Messeauftritte zwischen verschiedenen Abteilungen.
Das Marketing plant die Veranstaltung. Der Vertrieb nutzt den Stand. Einkauf oder Verwaltung kümmert sich um Bestellungen. Eine externe Montage übernimmt den Aufbau. Irgendjemand organisiert den Transport. Und nach der Messe muss jemand dafür sorgen, dass der Bestand wieder eingelagert wird.
Je mehr Veranstaltungen stattfinden, desto wichtiger ist eine klare Zuordnung.
Es sollte eindeutig sein, wer den Bestand verwaltet und wer die operativen Aufgaben vor und nach einer Messe koordiniert.
Ein externer Servicepartner kann die wiederkehrenden Aufgaben übernehmen
Nicht jedes Unternehmen benötigt einen eigenen Messebauer oder eine eigene interne Abteilung für die Verwaltung des Messebestands.
Wenn bereits ein Messestand vorhanden ist, kann ein externer Servicepartner die Aufgaben rund um diesen Bestand übernehmen.
Je nach Bedarf können dazu gehören:
- Übernahme des vorhandenen Messebestands
- Bestandsaufnahme und Inventarisierung
- Lagerung
- Vorbereitung für den nächsten Einsatz
- Zusammenstellung der benötigten Komponenten
- Transport
- Anlieferung
- Aufbau und Montage
- Abbau und Demontage
- Rücktransport
- erneute Einlagerung
- Ergänzung einzelner Komponenten oder Grafiken
Damit muss das Unternehmen nicht für jede Messe einen neuen Dienstleister für jeden einzelnen Arbeitsschritt suchen.
Was EINS PLUS mit einem vorhandenen Messestand übernehmen kann
EINS PLUS ist auf den Service rund um vorhandene Messe- und Veranstaltungsbestände ausgerichtet.
Der vorhandene Messestand muss deshalb nicht bei EINS PLUS gekauft worden sein.
Auch ein Messestand, ein mobiles System, Messewände, Counter, Roll-ups, Möbel oder anderes vorhandenes Messe-Equipment können Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit sein.
Je nach Bedarf kann EINS PLUS die Bestandsaufnahme und Lagerung übernehmen, den Messebestand für den jeweiligen Einsatz vorbereiten und Transport sowie Anlieferung organisieren.
Auch Aufbau, Abbau, Rücktransport und erneute Einlagerung können in den Ablauf einbezogen werden.
Das Ziel ist dabei nicht, für jede Veranstaltung einen neuen Messestand zu verkaufen.
Vielmehr geht es darum, vorhandenes Material sinnvoll weiter zu nutzen und die organisatorischen Aufgaben rund um seinen Einsatz zu übernehmen.
So kann ein wiederkehrender Ablauf mit EINS PLUS aussehen
Der Ablauf kann je nach Unternehmen und Veranstaltung unterschiedlich gestaltet werden. Grundsätzlich lässt sich die Mehrfachnutzung jedoch in wiederkehrende Schritte aufteilen.
1. Messebestand übernehmen
Zunächst wird geklärt, welche Komponenten vorhanden sind und in welchem Zustand sie sich befinden.
2. Bestand lagern
Der Messebestand wird so verwahrt, dass er für kommende Veranstaltungen wieder verfügbar ist.
3. Nächsten Messeauftritt planen
Auf Basis der Standfläche und der Veranstaltung wird festgelegt, welche Komponenten benötigt werden.
4. Messebestand vorbereiten
Die benötigten Komponenten werden zusammengestellt und für den Transport vorbereitet.
5. Transport und Aufbau
Der Bestand wird zur Veranstaltung transportiert und dort aufgebaut beziehungsweise montiert.
6. Abbau und Rücktransport
Nach der Veranstaltung wird der Messestand abgebaut, zurücktransportiert und wieder eingelagert.
Bei der nächsten Veranstaltung beginnt der Ablauf erneut.
Mehrere Veranstaltungen werden dadurch zu einem zusammenhängenden Prozess
Genau darin liegt der praktische Vorteil eines gut organisierten Messebestands.
Die einzelne Messe bleibt ein konkreter Termin. Der Messebestand besteht jedoch über diesen Termin hinaus.
Vor der Messe wird er vorbereitet. Während der Messe wird er eingesetzt. Nach der Messe wird er zurückgeführt. Danach wartet er auf den nächsten Termin.
Aus mehreren einzelnen Messeauftritten entsteht so ein wiederkehrender Ablauf.
Mehrfachnutzung ist besonders interessant bei mehreren Messeauftritten pro Jahr
Je häufiger ein Unternehmen ausstellt, desto stärker kann sich eine strukturierte Bestandsorganisation auszahlen.
Bei einem einzigen Messeauftritt pro Jahr ist der organisatorische Aufwand überschaubar. Bei fünf, sechs oder mehr Veranstaltungen entstehen dagegen zahlreiche wiederkehrende Aufgaben.
Jede Veranstaltung benötigt Transport, Anlieferung, Aufbau und Abbau. Der Bestand muss zwischen den Terminen verfügbar sein. Gleichzeitig können sich Standflächen, Veranstaltungsorte und benötigte Komponenten unterscheiden.
Ein dauerhaft organisierter Messe-Service kann diese wiederkehrenden Aufgaben bündeln.
Was Unternehmen bei der Mehrfachnutzung nicht vergessen sollten
Die Wiederverwendung eines Messestands funktioniert nicht automatisch.
Folgende Punkte sollten bei jedem neuen Einsatz berücksichtigt werden:
- aktuelle Standfläche prüfen
- Veranstaltungsvorgaben prüfen
- Bestand auf Vollständigkeit prüfen
- Zustand der Komponenten prüfen
- Grafiken und Beschriftungen prüfen
- benötigte Komponenten definieren
- zusätzliche Ausstattung organisieren
- Transport frühzeitig planen
- Aufbau und Abbau koordinieren
- Rücktransport einplanen
- Bestand nach der Veranstaltung wieder einlagern
Je besser diese Punkte dokumentiert sind, desto leichter lässt sich der vorhandene Messestand für weitere Veranstaltungen einsetzen.
Messestand mehrfach nutzen: Was dafür entscheidend ist
Ein Messestand kann für mehrere Veranstaltungen eingesetzt werden, wenn drei Dinge zusammenpassen: der Bestand, die jeweilige Veranstaltung und die Organisation dahinter.
Der Bestand muss geeignet und einsatzbereit sein. Die Standkomponenten müssen zur jeweiligen Fläche und den Veranstaltungsanforderungen passen. Und die Abläufe zwischen Lagerung, Vorbereitung, Transport, Aufbau, Abbau und Rücktransport müssen funktionieren.
Die Mehrfachnutzung beginnt deshalb nicht erst beim zweiten Messeauftritt. Sie beginnt mit der Entscheidung, einen Messestand als langfristig nutzbaren Bestand zu betrachten.
Ein Messestand kann mehr als eine Messe
Ein vorhandener Messestand muss nicht nach einer einzigen Veranstaltung zum abgeschlossenen Projekt werden.
Mit einem geeigneten Konzept kann er über mehrere Messen, Kongresse und Veranstaltungen hinweg eingesetzt werden. Einzelne Komponenten können je nach Standfläche kombiniert, ergänzt oder angepasst werden. Der Bestand kann eingelagert und für den nächsten Termin wieder bereitgestellt werden.
Gerade für Unternehmen mit regelmäßigen Messeauftritten entsteht dadurch ein anderer Ansatz: Nicht jede Messe beginnt mit einem neuen Messestand. Stattdessen wird ein vorhandener Messebestand wiederholt eingesetzt und professionell organisiert.
EINS PLUS unterstützt Unternehmen dabei, genau diese wiederkehrenden Abläufe rund um vorhandene Messebestände zu organisieren – von der Übernahme und Lagerung über Vorbereitung und Transport bis zu Aufbau, Abbau, Rücktransport und erneuter Einlagerung.
Der Messestand muss dabei nicht von EINS PLUS stammen.
Entscheidend ist, dass Ihr vorhandener Bestand sinnvoll genutzt werden kann und die Aufgaben rund um seine Einsätze zuverlässig organisiert sind.
Ein Messestand. Mehrere Veranstaltungen. Ein organisierter Ablauf.
Sie stellen aus. Wir kümmern uns.
