Wenn Unternehmen über ihren Messebestand sprechen, ist damit häufig zunächst der eigentliche Messestand gemeint. Wände, Profile, Boden, Counter oder ein mobiles Messesystem werden als die zentralen Bestandteile betrachtet. In der Praxis besteht ein Messeauftritt jedoch aus deutlich mehr Komponenten.
Zur Messeausstattung können ebenso Grafiken, Beleuchtung, Möbel, Prospektständer, technische Geräte, Verpackungen, Transportkisten und zahlreiche kleinere Zubehörteile gehören. Bei einem wiederkehrenden Messeauftritt müssen diese Komponenten nicht nur vorhanden sein, sondern zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar sein.
Genau deshalb ist die Frage „Was gehört eigentlich zum Messebestand?“ wichtiger, als sie zunächst klingt. Eine vollständige Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für Lagerung, Transport, Vorbereitung, Aufbau, Abbau und die spätere Wiederverwendung.
Wer seinen Messebestand professionell verwalten möchte, sollte deshalb nicht nur Quadratmeter Lagerfläche betrachten. Entscheidend ist auch, welche Teile vorhanden sind, in welchem Zustand sie sich befinden, wie sie verpackt werden und für welche Veranstaltungen sie eingesetzt werden können.
Was versteht man unter einem Messebestand?
Unter einem Messebestand kann grundsätzlich alles verstanden werden, was ein Unternehmen für einen oder mehrere Messe- und Veranstaltungsauftritte dauerhaft oder wiederkehrend vorhält.
Dazu kann der eigentliche Messestand ebenso gehören wie ergänzende Ausstattung und Verbrauchs- oder Präsentationsmaterialien. Die genaue Zusammensetzung hängt vom Standkonzept, der Unternehmensgröße, der Anzahl der Veranstaltungen und der Art des Messeauftritts ab.
Ein Unternehmen mit einem mobilen 3×3-Meter-Messesystem hat beispielsweise einen völlig anderen Bestand als ein Unternehmen mit einem modularen Messestand, umfangreicher Möblierung und mehreren Produktpräsentationen.
Auch ein kleiner Messestand kann deshalb aus zahlreichen einzelnen Positionen bestehen.
Der Messestand ist nur ein Teil des Messebestands
Die eigentliche Standkonstruktion ist häufig der auffälligste Bestandteil des Messebestands. Sie ist aber nicht zwangsläufig der größte organisatorische Aufwand.
Zu einem wiederverwendbaren Messeauftritt können beispielsweise folgende Komponenten gehören:
- Messesysteme und Standkonstruktionen
- Wandelemente und Profile
- Grafikflächen und bedruckte Elemente
- Counter und Empfangstheken
- Tische und Stühle
- Prospektständer und Präsentationsmöbel
- Beleuchtung
- Roll-ups und mobile Displays
- Faltdisplays und Pop-up-Systeme
- Produktpräsentationen und Ausstellungselemente
- technische Ausstattung
- Transportverpackungen und Transportkisten
- Montage- und Befestigungsmaterial
- Prospekte und weitere Präsentationsmaterialien
Welche dieser Positionen tatsächlich zum Bestand gehören, muss individuell betrachtet werden. Wichtig ist jedoch, dass nicht nur die großen Komponenten berücksichtigt werden.
Welche Bestandteile gehören typischerweise zur Messeausstattung?
Eine sinnvolle Bestandsaufnahme beginnt damit, die verschiedenen Komponenten des Messeauftritts in Gruppen einzuteilen. Dadurch wird später deutlich, was tatsächlich gelagert werden muss, was regelmäßig benötigt wird und welche Teile eventuell ersetzt oder ergänzt werden sollten.
Messestand und Systemkomponenten
Zum Kern des Messebestands gehören zunächst die konstruktiven Elemente des Messestands. Das können beispielsweise modulare Profile, Wandelemente, Rahmen, Verbindungselemente, Bodenplatten oder andere Systemkomponenten sein.
Bei mobilen Messeauftritten kann der Bestand deutlich kompakter ausfallen. Hier können beispielsweise ein Pop-up-System, eine Messewand oder mehrere mobile Elemente den wesentlichen Teil des Standes bilden.
Wichtig ist, die einzelnen Komponenten nicht nur als „Messestand“ zu erfassen. Eine spätere Verwendung wird wesentlich einfacher, wenn bekannt ist, aus welchen Teilen der Bestand tatsächlich besteht.
Grafiken und Beschriftungen
Grafiken sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des Messebestands. Dazu können bedruckte Wandelemente, textile Grafiken, Folierungen, Logos, Beschriftungen oder austauschbare Motivflächen gehören.
Bei der Lagerung sollte berücksichtigt werden, dass Grafiken andere Anforderungen haben können als robuste Standbauteile. Sie sollten beispielsweise geschützt vor Knicken, Verschmutzung oder Beschädigungen aufbewahrt werden.
Außerdem sollte dokumentiert werden, welche Grafik zu welchem System und gegebenenfalls zu welcher Unternehmens- oder Produktkommunikation gehört.
Counter und Empfangstheken
Counter gehören bei vielen kleinen und mittleren Messeauftritten zur Grundausstattung. Sie dienen als Empfangsbereich, Informationspunkt oder Präsentationsfläche und können je nach System zusammengeklappt oder zerlegt gelagert werden.
Bei der Bestandsaufnahme sollte deshalb nicht nur „Counter“ erfasst werden. Sinnvoll sind Angaben zu Anzahl, Abmessungen, Ausführung, Transportverpackung und gegebenenfalls vorhandenen Grafikelementen.
Messe-Möbel
Auch Möbel können Teil des Messebestands sein. Dazu zählen beispielsweise Tische, Stühle, Barhocker, Lounge-Möbel, Regale oder andere Präsentationselemente.
Ob Möbel dauerhaft eingelagert werden sollten, hängt unter anderem davon ab, wie häufig sie eingesetzt werden und wie viel Platz sie benötigen. Bei regelmäßigen Messeauftritten kann die Wiederverwendung sinnvoll sein. Bei sehr seltenen Veranstaltungen kann dagegen eine bedarfsgerechte Beschaffung oder Miete eine Alternative darstellen.
Beleuchtung und technische Komponenten
Beleuchtung wird häufig erst dann vermisst, wenn der Messestand aufgebaut werden soll. Deshalb sollten auch Leuchten, Strahler, Kabel, Netzteile und andere technische Komponenten Bestandteil einer vollständigen Bestandsaufnahme sein, sofern sie dem Unternehmen gehören.
Dasselbe gilt für weitere technische Ausstattung, die regelmäßig zum Messeauftritt gehört. Welche technischen Anforderungen auf einer konkreten Messe gelten, muss allerdings immer anhand der jeweiligen Veranstaltungsinformationen und technischen Richtlinien geprüft werden.
Die offiziellen Ausstellerinformationen der Deutschen Messe zeigen beispielsweise, dass Standtechnik, Stromversorgung und weitere technische Leistungen eigene organisatorische Themen darstellen können.
Roll-ups, Displays und mobile Präsentationssysteme
Ein Unternehmen muss nicht zwingend einen klassischen Messestand besitzen, um einen Messebestand zu haben.
Auch folgende Ausstattung kann über längere Zeit im Unternehmen vorhanden sein:
- Roll-ups
- Pop-up-Displays
- Faltdisplays
- mobile Messewände
- Infotheken
- Prospektständer
- Produktständer
- mobile Präsentationssysteme
Gerade bei kleineren Messeauftritten kann dieser Teil des Messebestands den eigentlichen Auftritt bereits weitgehend ausmachen.
Verpackungen und Transportmaterial
Ein häufig unterschätzter Bestandteil des Messebestands sind die Verpackungen. Transportkisten, Taschen, Cases, Kartons, Schutzmaterialien und spezielle Verpackungen werden nach dem Abbau benötigt, um den Messebestand sicher zur nächsten Veranstaltung zu bringen.
Werden diese Verpackungen nach dem Aufbau entsorgt oder irgendwo separat gelagert, kann beim nächsten Abbau ein wichtiges Hilfsmittel fehlen.
Deshalb sollte bei der Bestandsaufnahme immer auch die Frage gestellt werden: Wie wird jedes Teil transportiert?
Auch kleine Teile gehören zum Messebestand
Die großen Komponenten eines Messestands sind leicht zu erfassen. Schwieriger wird es bei Kleinteilen.
Schrauben, Verbinder, Adapter, Halterungen, Kabel, Netzteile, Werkzeug oder Ersatzteile können für den Aufbau entscheidend sein, obwohl sie im Vergleich zu einem Messesystem kaum Platz benötigen.
Genau diese Teile gehen bei einer unstrukturierten Lagerung jedoch besonders leicht verloren.
Deshalb sollte ein Messebestand nicht nur aus einer Liste großer Gegenstände bestehen. Für häufig eingesetzte Systeme kann sich eine strukturierte Zusammenstellung der zugehörigen Kleinteile lohnen.
Was gehört nicht unbedingt zum dauerhaften Messebestand?
Nicht jedes Material, das auf einer Messe verwendet wird, muss dauerhaft eingelagert werden.
Ein Teil der Ausstattung kann veranstaltungsbezogen sein. Dazu gehören beispielsweise:
- aktuelle Broschüren
- Einladungen
- zeitlich begrenzte Werbemittel
- Produktmuster
- Verbrauchsmaterialien
- Getränke und Cateringbedarf
- veranstaltungsbezogene Beschilderungen
- temporäre Aktionsmaterialien
Hier sollte zwischen dauerhaftem Messeinventar und verbrauchs- beziehungsweise veranstaltungsbezogenem Material unterschieden werden.
Das verhindert, dass Lagerflächen mit Materialien belegt werden, die nur einmalig benötigt werden.
Warum eine vollständige Bestandsaufnahme vor der Lagerung sinnvoll ist
Wer Messeausstattung lagern möchte, sollte zunächst wissen, was tatsächlich vorhanden ist. Das klingt selbstverständlich, ist in Unternehmen aber nicht immer der Fall.
Über mehrere Jahre können sich verschiedene Systeme, Grafiken und Ausstattungsgegenstände ansammeln. Manche Komponenten werden ersetzt, andere ergänzt. Teilweise liegen Teile im Büro, im Lager, in verschiedenen Abteilungen oder bei ehemaligen Dienstleistern.
Eine Bestandsaufnahme schafft zunächst Transparenz.
Sie beantwortet beispielsweise:
- Welche Bestandteile sind vorhanden?
- Welche Komponenten gehören zusammen?
- Welche Teile sind vollständig?
- Welche Teile fehlen?
- Welche Komponenten sind beschädigt?
- Welche Grafiken sind aktuell?
- Welche Ausstattung wird regelmäßig eingesetzt?
- Welche Teile werden nur selten benötigt?
- Welche Verpackungen sind vorhanden?
- Was kann für weitere Veranstaltungen verwendet werden?
Messebestand inventarisieren: Was sollte dokumentiert werden?
Eine Inventarliste muss nicht kompliziert sein. Sie sollte aber so aufgebaut sein, dass eine andere Person den Bestand später nachvollziehen und für eine Veranstaltung zusammenstellen kann.
Sinnvolle Angaben können beispielsweise sein:
- Bezeichnung des Gegenstands
- Anzahl
- Abmessungen
- Gewicht, sofern relevant
- Zustand
- zugehöriges System
- zugehörige Grafik
- Verpackungsart
- Lagerort
- letzter Einsatz
- geplante weitere Verwendung
Bei größeren Beständen kann zusätzlich eine Kennzeichnung der einzelnen Kisten oder Verpackungseinheiten sinnvoll sein.
Fotos können die Inventarisierung deutlich erleichtern
Neben einer schriftlichen Liste können Fotos hilfreich sein. Ein Foto zeigt häufig schneller als eine Bezeichnung, welches Bauteil gemeint ist.
Das ist insbesondere bei ähnlichen Systemkomponenten sinnvoll. Auch bei Grafiken, Countern, Möbeln oder speziellen Präsentationselementen kann eine visuelle Dokumentation die spätere Zuordnung erleichtern.
Bei einem regelmäßig genutzten Messebestand kann es außerdem sinnvoll sein, die Zusammenstellung eines kompletten Messeauftritts zu dokumentieren. So lässt sich später nachvollziehen, welche Komponenten für eine bestimmte Standgröße oder Veranstaltung benötigt werden.
Messeausstattung lagern: Warum die Verpackung eine wichtige Rolle spielt
Die benötigte Lagerfläche hängt nicht nur von den Abmessungen des aufgebauten Messestands ab. Für die Lagerung zählt vielmehr, wie die einzelnen Komponenten nach dem Abbau tatsächlich verpackt werden.
Ein aufgebauter Messestand kann eine bestimmte Fläche beanspruchen. Zerlegt und verpackt kann derselbe Bestand jedoch deutlich kompakter gelagert werden.
Umgekehrt können sperrige Möbel, Cases oder schlecht zerlegbare Komponenten erheblich mehr Lagerfläche benötigen als zunächst erwartet.
Deshalb sollte für die Lagerplanung nicht einfach die Standgröße übernommen werden.
Entscheidend sind vielmehr:
- Abmessungen der einzelnen Komponenten im zerlegten Zustand
- Anzahl und Größe der Verpackungseinheiten
- Cases und Transportboxen
- Möbel
- Grafiken und empfindliche Elemente
- Zubehör und Kleinteile
- notwendige Zugriffsflächen
Messebestand lagern und für die nächste Messe vorbereiten
Die Lagerung ist nur ein Teil des Prozesses. Wenn ein Unternehmen regelmäßig ausstellt, muss der Bestand zwischen zwei Veranstaltungen wieder verfügbar gemacht werden.
Nach einer Messe kann der Ablauf beispielsweise so aussehen:
- Abbau des Messestands
- Kontrolle der Komponenten
- Verpackung
- Rücktransport
- Einlagerung
- Bestandskontrolle
- gegebenenfalls Reinigung oder Reparatur
- Ergänzung fehlender Komponenten
- Vorbereitung für den nächsten Einsatz
- Transport zur nächsten Veranstaltung
Damit wird aus der reinen Lagerung ein wiederkehrender organisatorischer Prozess.
Gerade für Unternehmen mit mehreren Veranstaltungen pro Jahr kann es sinnvoll sein, diesen Ablauf dauerhaft zu strukturieren.
Was passiert mit dem Messebestand nach dem Messeabbau?
Nach dem Ende einer Messe sollte der Bestand nicht einfach möglichst schnell aus der Halle verschwinden. Der Abbau ist gleichzeitig der Beginn der Vorbereitung auf den nächsten Einsatz.
Bei der Rückführung sollten deshalb Schäden, fehlende Teile und Veränderungen möglichst früh erkannt werden.
Das ist besonders relevant, wenn der gleiche Bestand später bei einer anderen Veranstaltung eingesetzt werden soll. Ein fehlender Adapter oder eine beschädigte Grafik fällt unmittelbar vor dem nächsten Aufbau deutlich stärker ins Gewicht als direkt nach dem ersten Abbau.
Eine strukturierte Nachbereitung kann deshalb helfen, unnötige Überraschungen beim nächsten Messeauftritt zu vermeiden.
Messeausstattung für mehrere Veranstaltungen nutzen
Ein vorhandener Messebestand kann über mehrere Veranstaltungen hinweg eingesetzt werden. Dabei muss nicht jeder Messeauftritt identisch aussehen.
Ein Unternehmen kann beispielsweise dieselben Grundelemente mit unterschiedlichen Grafiken, Produkten oder ergänzender Ausstattung kombinieren.
Dadurch wird aus einem einmal angeschafften Messebestand ein wiederverwendbares Arbeitsmittel für mehrere Veranstaltungen.
Entscheidend ist allerdings, dass die Komponenten zwischen den Einsätzen vollständig und einsatzbereit bleiben.
Ein Messebestand ist mehr als Material im Lager
Der Begriff „Messebestand“ klingt zunächst nach einer Ansammlung von Gegenständen. Für ein Unternehmen mit regelmäßigen Messeauftritten ist er jedoch Teil eines wiederkehrenden Ablaufs.
Der Bestand muss verfügbar sein, wenn eine Veranstaltung ansteht. Er muss vollständig sein. Er muss transportiert werden können. Er muss aufgebaut und nach der Veranstaltung wieder abgebaut werden können.
Damit wird die Organisation des Bestands fast genauso relevant wie seine Anschaffung.
Auch der Verband der deutschen Messewirtschaft weist darauf hin, dass bei der Entscheidung über Standmaterial nicht nur Anschaffung beziehungsweise Miete betrachtet werden sollten. Bei gekauften Standelementen können beispielsweise Folgekosten für Einlagerung, Transport, Wartung, Instandhaltung und Handling entstehen.
Welche Messeausstattung sollte regelmäßig kontrolliert werden?
Nicht jede Komponente benötigt bei jeder Einlagerung dieselbe Aufmerksamkeit. Einige Bestandteile sollten jedoch regelmäßig kontrolliert werden.
Dazu gehören insbesondere:
- Grafiken und Drucke
- Beleuchtung
- Kabel und Netzteile
- Verbindungselemente
- Profile und Wandelemente
- Counter und Möbel
- Roll-ups und Displays
- Transportkisten und Cases
- Montagezubehör
Bei empfindlichen oder regelmäßig bewegten Komponenten kann sich eine Kontrolle nach jedem Einsatz anbieten.
Was tun, wenn der Messebestand über Jahre gewachsen ist?
Viele Unternehmen bauen ihren Messebestand nicht an einem einzigen Tag auf. Über mehrere Veranstaltungen hinweg kommen neue Grafiken, zusätzliche Möbel, Ersatzteile, Displays oder neue Systemkomponenten hinzu.
Dadurch kann mit der Zeit ein Bestand entstehen, dessen genaue Zusammensetzung niemand mehr vollständig kennt.
In diesem Fall lohnt sich zunächst eine strukturierte Bestandsaufnahme.
Für jedes Teil sollte die Frage gestellt werden:
- Wird es noch benötigt?
- Ist es vollständig?
- Ist es noch aktuell?
- Ist es noch einsatzfähig?
- Gehört es zu einem bestehenden System?
- Wird es regelmäßig eingesetzt?
- Benötigt es eine besondere Lagerung?
Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Teile weiter eingelagert, repariert, ergänzt oder ausgesondert werden sollten.
Messebestand selbst lagern oder extern einlagern?
Unternehmen können ihre Messeausstattung grundsätzlich selbst lagern oder eine externe Lagerlösung nutzen.
Die interne Lagerung kann funktionieren, wenn ausreichend geeignete Fläche vorhanden ist und der Bestand überschaubar bleibt. Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Lagerfläche nicht nur vorhanden, sondern auch praktisch nutzbar sein muss.
Ein Kellerraum, eine freie Ecke im Büro oder ein Abstellraum kann für einzelne Roll-ups ausreichen. Für größere Mengen an Standbauteilen, Möbeln, Cases und Verpackungen ist eine solche Lösung dagegen nicht automatisch geeignet.
Bei einer externen Lagerung können Lagerung und weitere Aufgaben miteinander verbunden werden. Je nach vereinbartem Leistungsumfang kann beispielsweise auch die Bestandsaufnahme, Vorbereitung, Bereitstellung, der Transport oder die Organisation von Auf- und Abbau dazugehören.
Wann kann eine externe Lagerung sinnvoll sein?
Eine externe Lösung kann insbesondere dann interessant werden, wenn der Messebestand regelmäßig benötigt wird, aber im Unternehmen dauerhaft Platz bindet.
Typische Situationen sind:
- Der vorhandene Messestand nimmt im Unternehmen zu viel Platz ein.
- Die Messeausstattung wird nur wenige Male pro Jahr benötigt.
- Mehrere Veranstaltungen müssen organisatorisch koordiniert werden.
- Der Bestand liegt an verschiedenen Orten verteilt.
- Es fehlt eine geeignete interne Lagerfläche.
- Der Messebestand soll zwischen Veranstaltungen vollständig verfügbar bleiben.
- Transport, Aufbau und Abbau sollen ebenfalls organisiert werden.
- Es gibt intern keinen festen Ansprechpartner für den Messebestand.
Entscheidend ist nicht allein die Größe des Bestands. Auch die Häufigkeit der Veranstaltungen und der interne Organisationsaufwand spielen eine Rolle.
Messeausstattung lagern und gleichzeitig den Messeauftritt organisieren
Ein häufiger Denkfehler besteht darin, Lagerung und Messeorganisation getrennt zu betrachten.
In der Praxis hängen beide Themen eng zusammen. Wer einen Messestand lagert, muss ihn irgendwann wieder auslagern. Anschließend muss er zur Veranstaltung transportiert, dort aufgebaut und nach der Veranstaltung wieder zurückgeführt werden.
Bei mehreren Veranstaltungen entsteht daraus ein wiederkehrender Kreislauf.
Lagern → vorbereiten → transportieren → aufbauen → abbauen → zurücktransportieren → wieder einlagern.
Eine Messeausstattung ist deshalb dann besonders gut organisiert, wenn nicht nur ihr Lagerort bekannt ist, sondern auch der Ablauf rund um ihren nächsten Einsatz.
Was Unternehmen vor der Einlagerung prüfen sollten
Vor der Einlagerung sollte der Bestand einmal systematisch durchgesehen werden.
Eine einfache Prüfung kann folgende Punkte umfassen:
- Ist der Bestand vollständig?
- Sind alle Komponenten eindeutig zugeordnet?
- Sind die Grafiken aktuell?
- Gibt es beschädigte Teile?
- Fehlen Verbindungselemente oder Zubehör?
- Sind die Transportverpackungen vorhanden?
- Ist bekannt, wie die einzelnen Komponenten verpackt werden?
- Ist dokumentiert, was zum Bestand gehört?
- Ist bekannt, wann der Bestand voraussichtlich wieder benötigt wird?
Je klarer diese Fragen beantwortet sind, desto einfacher wird die spätere Vorbereitung.
Wie lässt sich ein Messebestand sinnvoll strukturieren?
Eine sinnvolle Struktur sollte nicht nur nach Gegenständen, sondern auch nach Einsatzzweck aufgebaut werden.
Beispielsweise können Grundbestand, Grafiken, Technik, Möbel und Zubehör getrennt dokumentiert werden. Alternativ kann der gesamte Bestand nach konkreten Veranstaltungen oder Standvarianten zusammengestellt werden.
Welche Struktur sinnvoll ist, hängt davon ab, wie häufig der Bestand eingesetzt wird.
Bei einem Unternehmen mit einem einzigen kleinen Messestand kann eine einfache Inventarliste ausreichend sein. Bei mehreren Systemen und zahlreichen Veranstaltungen kann eine detailliertere Bestandsorganisation sinnvoll werden.
Messeausstattung lagern: Der organisatorische Aufwand wird oft unterschätzt
Die reine Lagerfläche ist nur ein Teil der Aufgabe. Der eigentliche Aufwand entsteht häufig durch die vielen kleinen Arbeitsschritte rund um den Bestand.
Nach einer Messe muss beispielsweise geklärt werden, was zurückkommt, was beschädigt wurde, was eingelagert werden soll und was für die nächste Veranstaltung benötigt wird.
Vor der nächsten Messe müssen die richtigen Komponenten zusammengestellt, geprüft, verpackt und transportiert werden.
Bei regelmäßigen Messeauftritten wiederholt sich dieser Prozess mehrmals im Jahr. Genau hier kann eine strukturierte Organisation einen deutlichen Unterschied machen.
Wie EINS PLUS mit vorhandenem Messebestand arbeitet
Ein neuer Messestand ist nicht automatisch die Lösung, wenn ein Unternehmen bereits über Messeausstattung verfügt.
EINS PLUS Messe- & Kongress-Service setzt deshalb bei dem an, was bereits vorhanden ist.
Das können beispielsweise ein vorhandener Messestand, ein mobiles Messesystem, Roll-ups, Counter, Messewände, Displays, Möbel, Grafiken oder weiteres Messe-Equipment sein.
Der vorhandene Bestand kann zunächst aufgenommen und strukturiert werden. Je nach Bedarf können anschließend Lagerung, Vorbereitung, Transport, Anlieferung, Aufbau, Abbau und Rücktransport organisiert werden.
Damit steht nicht der Verkauf eines neuen Messestands im Mittelpunkt. Entscheidend ist vielmehr die Frage, wie ein vorhandener Messebestand sinnvoll weiter genutzt und zwischen mehreren Veranstaltungen organisiert werden kann.
Ein vorhandener Messebestand kann zum wiederverwendbaren Unternehmensbestand werden
Wenn ein Messestand oder Messe-Equipment nur einmal verwendet wird, bleibt ein Teil seines Potenzials ungenutzt. Wird der Bestand dagegen über mehrere Veranstaltungen eingesetzt, verändert sich seine Bedeutung.
Dann geht es nicht mehr nur um die Anschaffung einzelner Standkomponenten. Es geht um einen Bestand, der regelmäßig vorbereitet, transportiert, aufgebaut, abgebaut und eingelagert wird.
Genau deshalb lohnt sich eine strukturierte Betrachtung des gesamten Messebestands.
Was gehört alles zum Messebestand? Eine praktische Übersicht
Wer seinen Bestand erstmals systematisch erfassen möchte, kann mit den folgenden Bereichen beginnen:
- Standbau: Profile, Wände, Rahmen, Böden und weitere Konstruktionselemente
- Grafik: Drucke, Stoffgrafiken, Folien, Logos und Beschriftungen
- Möbel: Tische, Stühle, Barhocker, Lounge-Elemente und Regale
- Präsentation: Counter, Prospektständer, Displays und Produktständer
- Beleuchtung: Leuchten, Strahler, Kabel und Zubehör
- Technik: weitere technische Geräte, Netzteile, Adapter und Zubehör
- Mobile Systeme: Roll-ups, Pop-up-Systeme und mobile Messewände
- Produktpräsentation: Exponate und Präsentationselemente
- Montage: Verbindungsmaterial, Befestigungselemente und benötigtes Zubehör
- Transport: Cases, Kisten, Taschen und Schutzverpackungen
- Informationsmaterial: Prospekte, Unterlagen und weitere Präsentationsmittel
Die Liste ist nicht vollständig und muss an den jeweiligen Messeauftritt angepasst werden. Sie zeigt aber, warum der Begriff „Messestand“ häufig zu kurz greift.
Wer seinen Messebestand kennt, kann seine Messeauftritte besser organisieren
Eine gute Messeorganisation beginnt nicht erst mit der Anlieferung am Messestand. Sie beginnt bereits bei der Frage, welche Ausstattung überhaupt vorhanden ist.
Wer seinen Messebestand kennt, kann besser planen, welche Komponenten benötigt werden, wie viel Lagerfläche erforderlich ist, welche Verpackungen vorhanden sind und welche Aufgaben vor dem nächsten Messeauftritt anstehen.
Das ist besonders wichtig, wenn ein Unternehmen seinen vorhandenen Messestand nicht nur einmal, sondern für mehrere Veranstaltungen einsetzen möchte.
Dann wird aus einzelnen Standbauteilen ein wiederkehrend genutzter Messebestand.
Wenn aus Messeausstattung ein organisierter Messebestand werden soll
Sie haben bereits einen Messestand, Roll-ups, Counter, Displays oder weitere Messeausstattung, wissen aber nicht genau, wie Sie den Bestand dauerhaft organisieren sollen?
EINS PLUS kann vorhandene Messebestände übernehmen und die damit verbundenen Aufgaben organisieren. Dazu können – abhängig vom individuellen Bedarf – Bestandsaufnahme, Lagerung, Vorbereitung, Transport, Aufbau, Abbau und Rücktransport gehören.
So muss ein vorhandener Messebestand nicht bei jeder Veranstaltung neu organisiert werden.
Sie haben die Messeausstattung. Wir kümmern uns um den Rest.
Wenn Sie Ihren vorhandenen Messebestand lagern und für wiederkehrende Messe- und Veranstaltungsauftritte nutzen möchten, ist eine strukturierte Betrachtung von Bestand, Lagerung, Transport und Bereitstellung ein sinnvoller erster Schritt.
