Wenn ein Unternehmen nur einmal im Jahr auf einer Messe ausstellt, lässt sich vieles individuell organisieren. Anders sieht es aus, wenn mehrere Messen, Kongresse oder Fachveranstaltungen über das Jahr verteilt stattfinden. Dann wird aus einzelnen Messeauftritten schnell ein wiederkehrender organisatorischer Prozess.
Der Messestand muss zwischen den Veranstaltungen gelagert werden. Material muss rechtzeitig zusammengestellt und transportiert werden. Grafiken müssen aktuell sein. Aufbau und Abbau müssen zu den jeweiligen Zeitfenstern passen. Nach der Veranstaltung muss der gesamte Bestand wieder zurückgeführt und für den nächsten Einsatz bereitgestellt werden.
Die eigentliche Herausforderung besteht deshalb häufig nicht darin, eine einzelne Messe zu organisieren. Es geht darum, mehrere Messeauftritte so zu strukturieren, dass nicht vor jedem Termin dieselben Fragen von vorne geklärt werden müssen.
Eine zentrale Planung des Messejahres, ein übersichtlicher Messebestand und klar definierte Abläufe können dabei helfen, den organisatorischen Aufwand deutlich besser zu kontrollieren.
Warum mehrere Messen organisatorisch anspruchsvoller sind
Jeder Messeauftritt besteht aus zahlreichen einzelnen Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Anmeldung, Standplanung, technische Anforderungen, Kommunikation, Personal, Transport, Aufbau und Abbau.
Die AUMA-Checklisten zur Messebeteiligung zeigen entsprechend, dass Messeplanung weit über die Entscheidung für eine Standfläche hinausgeht. Genannt werden unter anderem Ziele, Budget, Projektleitung, interne Koordination, Standgröße, Anmeldung, Exponate und Standplanung.
Bei mehreren Veranstaltungen wiederholen sich viele dieser Aufgaben. Gleichzeitig unterscheiden sich die einzelnen Messen in ihren Vorgaben, Terminen und Abläufen.
Ein Unternehmen kann beispielsweise einen vorhandenen Messestand im Frühjahr auf einer Fachmesse einsetzen, wenige Wochen später auf einem Kongress eine kleinere Variante benötigen und im Herbst wieder auf einer größeren Messe ausstellen.
Der Bestand bleibt derselbe. Die Anforderungen ändern sich.
Genau deshalb braucht es eine Struktur, die beides miteinander verbindet: einen wiederholbaren internen Ablauf und eine individuelle Planung für jede einzelne Veranstaltung.
Die wichtigste Grundlage: Alle Messeauftritte gemeinsam betrachten
Ein häufiger Fehler besteht darin, jede Messe als separates Projekt zu behandeln.
Das ist verständlich, weil jede Veranstaltung ihren eigenen Termin und eigene Ansprechpartner hat. Für die operative Organisation kann es jedoch sinnvoller sein, das gesamte Messejahr gemeinsam zu betrachten.
Statt nur zu fragen:
„Was müssen wir für die nächste Messe erledigen?“
sollte die Frage lauten:
„Welche Veranstaltungen stehen in diesem Jahr an und wie soll unser vorhandener Messebestand zwischen diesen Terminen bewegt, gelagert und eingesetzt werden?“
Damit verändert sich der Blickwinkel. Der Messestand wird nicht mehr als einmaliges Projekt betrachtet, sondern als Bestand, der mehrfach eingesetzt wird.
Erstellen Sie einen zentralen Messejahresplan
Der erste Schritt ist eine Übersicht über alle geplanten Veranstaltungen.
Diese Übersicht muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist, dass alle relevanten Termine an einer zentralen Stelle zusammengeführt werden.
Für jede Messe oder jeden Kongress können beispielsweise folgende Informationen erfasst werden:
- Name der Veranstaltung
- Veranstaltungsort
- Datum der Veranstaltung
- Standfläche
- Standnummer
- benötigter Messebestand
- benötigte zusätzliche Ausstattung
- Aufbauzeitraum
- Veranstaltungszeitraum
- Abbauzeitraum
- Transporttermine
- zuständige interne Ansprechpartner
- externe Dienstleister
- wichtige Bestell- und Anmeldefristen
Eine solche Jahresübersicht macht Überschneidungen sichtbar, bevor sie zum Problem werden.
Das ist besonders wichtig, wenn ein und derselbe Messebestand bei mehreren Veranstaltungen eingesetzt werden soll.
Der Messebestand sollte zentral verwaltet werden
Wenn mehrere Veranstaltungen pro Jahr stattfinden, wird die Frage nach dem Messebestand besonders wichtig.
Unternehmen besitzen häufig deutlich mehr Messeausstattung, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Neben dem eigentlichen Messestand können Messewände, Counter, Roll-ups, Displays, Möbel, Beleuchtung, Grafiken, Prospektständer, Verpackungen und weitere Präsentationselemente vorhanden sein.
Liegt dieser Bestand verteilt im Unternehmen, wird die Vorbereitung jeder Messe unnötig aufwendig.
Ein Teil befindet sich vielleicht im Büro. Ein anderer Teil liegt im Keller. Einige Komponenten wurden nach der letzten Messe nicht zurückgeführt. Grafiken befinden sich beim Marketing und Möbel stehen möglicherweise in einem Besprechungsraum.
Eine zentrale Bestandsübersicht schafft hier die Grundlage für wiederkehrende Messeauftritte.
Inventarisierung: Wissen, was tatsächlich vorhanden ist
Die zentrale Verwaltung beginnt mit einer einfachen Frage:
Was gehört eigentlich zu unserem Messebestand?
Eine Inventarisierung sollte deshalb nicht nur den Namen des Messestands enthalten. Sinnvoll ist eine möglichst praktische Übersicht über die einzelnen Komponenten.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Systemelemente
- Messewände
- Counter
- Roll-ups
- Faltdisplays
- LED-Elemente
- Möbel
- Beleuchtung
- Grafiken
- Prospektständer
- Produktpräsentationen
- Transportverpackungen
- sonstiges Messeequipment
Zusätzlich sollte festgehalten werden, in welchem Zustand sich die einzelnen Bestandteile befinden und ob sie für den nächsten Einsatz verfügbar sind.
Das verhindert, dass kurz vor einer Messe festgestellt wird, dass ein benötigtes Element fehlt oder beschädigt ist.
Ein Messebestand ist kein statischer Lagerbestand
Bei mehreren Messeauftritten sollte der Messebestand nicht nur gelagert, sondern als beweglicher Bestand betrachtet werden.
Er durchläuft im Laufe eines Jahres immer wieder denselben Kreislauf:
Lagerung → Vorbereitung → Transport → Aufbau → Messe → Abbau → Rücktransport → Lagerung.
Dieser Kreislauf ist der entscheidende Unterschied zwischen einem einmaligen Messeprojekt und einer regelmäßig wiederkehrenden Messeorganisation.
Wer diesen Ablauf sauber strukturiert, muss nicht vor jeder Veranstaltung neu überlegen, was mit dem Messestand passieren soll.
Planen Sie nicht nur die Messe, sondern auch die Zeit dazwischen
Zwischen zwei Messeauftritten liegt häufig die wichtigste organisatorische Phase.
Nach dem Abbau muss der Bestand zurückgeführt werden. Anschließend muss geprüft werden, ob alles vollständig und einsatzbereit ist. Wenn die nächste Veranstaltung unmittelbar folgt, bleibt möglicherweise nur ein kleines Zeitfenster für Kontrolle, Reinigung, Reparatur oder Anpassungen.
Deshalb sollte die Zeit zwischen zwei Veranstaltungen genauso betrachtet werden wie die Messe selbst.
Fragen Sie sich beispielsweise:
- Wann kommt der Bestand aus der vorherigen Messe zurück?
- Wo wird er zwischengelagert?
- Wann muss die nächste Zusammenstellung beginnen?
- Gibt es Komponenten, die zwischen den Veranstaltungen aktualisiert werden müssen?
- Wer prüft den Bestand?
- Wie viel Zeit bleibt für Reparaturen oder Ergänzungen?
- Wann muss der nächste Transport starten?
Gerade bei eng aufeinanderfolgenden Messeauftritten können diese Fragen entscheidend sein.
Die individuellen Vorgaben jeder Messe berücksichtigen
Ein standardisierter Messeprozess bedeutet nicht, dass alle Veranstaltungen gleich behandelt werden können.
Jede Messe hat eigene Regeln und Fristen. Dazu gehören beispielsweise technische Richtlinien, Auf- und Abbauzeiten, Zufahrtsregelungen, Bestellfristen und Vorgaben für Aussteller.
Aktuelle Ausstellerinformationen von Messe Frankfurt zeigen beispielsweise, dass Veranstaltungen eigene Unterlagen für Messevorbereitung, Auf- und Abbau, technische Anforderungen und Services bereitstellen.
Auch die AUMA-Checklisten machen deutlich, dass die Messebeteiligung verschiedene Phasen umfasst und operative Aufgaben wie Anlieferung, Aufbau, Abnahme und Einlagerung von Leergut berücksichtigt werden müssen.
Für Unternehmen bedeutet das: Die grundsätzliche Organisation kann standardisiert werden. Die konkreten Anforderungen müssen für jede Veranstaltung separat geprüft werden.
Ein Standardprozess für alle Veranstaltungen
Eine sinnvolle Struktur besteht deshalb aus einem festen Grundprozess.
Dieser kann beispielsweise aus folgenden Schritten bestehen:
1. Veranstaltung erfassen
Der Termin wird in den zentralen Messejahresplan aufgenommen.
2. Anforderungen prüfen
Standfläche, Standnummer, Aufbauzeiten, technische Vorgaben und benötigte Services werden geprüft.
3. Messebestand festlegen
Es wird entschieden, welche Komponenten aus dem vorhandenen Bestand eingesetzt werden.
4. Bestand vorbereiten
Die benötigten Komponenten werden zusammengestellt und kontrolliert.
5. Transport organisieren
Der Transport zum Veranstaltungsort wird entsprechend den Vorgaben geplant.
6. Aufbau durchführen
Der Messestand wird innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters aufgebaut.
7. Abbau und Rücktransport
Nach Veranstaltungsende wird der Stand abgebaut, zurückgeführt und wieder eingelagert.
8. Nächsten Einsatz vorbereiten
Der Bestand wird für die nächste Veranstaltung verfügbar gehalten und gegebenenfalls ergänzt oder aktualisiert.
So vermeiden Sie, dass jede Messe wieder bei null beginnt
Ein wesentlicher Vorteil eines festen Prozesses liegt darin, dass Erfahrungen aus einer Veranstaltung in die nächste übernommen werden können.
Wenn beispielsweise bei einer Messe festgestellt wurde, dass ein bestimmtes Transportbehältnis fehlt, eine Grafik aktualisiert werden muss oder ein bestimmtes Ausstattungselement benötigt wird, sollte diese Information nicht mit dem Ende der Veranstaltung verloren gehen.
Sie gehört in die zentrale Messeorganisation.
So entsteht im Laufe der Zeit eine immer vollständigere Übersicht über den Messebestand und die Abläufe.
Fristen nicht nur im Kalender der nächsten Messe führen
Bei mehreren Messen kann schnell das Problem entstehen, dass sich Fristen überschneiden.
Die eine Messe benötigt beispielsweise frühzeitig Angaben für das Ausstellerverzeichnis. Bei einer anderen Veranstaltung muss eine technische Leistung bestellt werden. Gleichzeitig muss der Bestand für eine vorherige Messe vorbereitet werden.
Offizielle Ausstellerinformationen sind deshalb eine wichtige Grundlage der Planung. Messe Frankfurt stellt beispielsweise digitale Ausstellerchecklisten bereit, die chronologisch von der Anmeldung bis zur Messe begleiten und laufend aktualisiert werden.
Für Unternehmen mit mehreren Veranstaltungen empfiehlt sich zusätzlich eine eigene zentrale Fristenübersicht.
Dort sollten nicht nur Messetermine, sondern auch wichtige Vorlaufzeiten erfasst werden.
Wer kümmert sich um die einzelnen Aufgaben?
Mehrere Messeauftritte bedeuten häufig auch mehrere beteiligte Personen und Dienstleister.
Das Marketing kümmert sich möglicherweise um die Kommunikation. Der Vertrieb plant Kundentermine. Die Geschäftsführung entscheidet über die Teilnahme. Ein Messebauer oder Monteur übernimmt den Aufbau. Ein Transportdienstleister bringt den Bestand zur Messe.
Das funktioniert nur dann reibungslos, wenn die Schnittstellen klar definiert sind.
Besonders wichtig ist deshalb die Frage:
Wer trägt die Verantwortung für den physischen Messebestand zwischen den Veranstaltungen?
Wenn diese Aufgabe bei mehreren Personen verteilt ist, steigt der Abstimmungsaufwand. Ein zentraler Ansprechpartner oder Servicepartner kann hier für mehr Übersicht sorgen.
Marketing muss nicht gleichzeitig Lager und Logistik organisieren
Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen liegt die Messeorganisation häufig beim Marketing.
Das Marketing soll den Messeauftritt inhaltlich und kommunikativ vorbereiten. Gleichzeitig soll es sich um Standmaterial, Lagerung, Transporte und Montage kümmern.
Bei einem oder zwei Terminen pro Jahr kann das funktionieren. Mit zunehmender Zahl der Veranstaltungen wird die operative Organisation jedoch schnell zu einer zusätzlichen Daueraufgabe.
Es kann deshalb sinnvoll sein, zwischen der inhaltlichen Messeplanung und der operativen Betreuung des Messebestands zu unterscheiden.
Das Unternehmen behält die Verantwortung für den Auftritt. Die physischen Abläufe rund um den vorhandenen Bestand können dagegen extern organisiert werden.
Ein zentraler Lagerort kann die Organisation vereinfachen
Wenn der Messebestand an einem zentralen Ort gelagert wird, lässt sich der Ablauf zwischen mehreren Veranstaltungen leichter strukturieren.
Statt einzelne Komponenten vor jedem Messeauftritt aus verschiedenen Abteilungen zusammenzusuchen, steht der Bestand gesammelt zur Verfügung.
Das kann insbesondere bei Unternehmen sinnvoll sein, die:
- mehrere Messen pro Jahr besuchen
- einen vorhandenen Messestand mehrfach verwenden
- keine eigene Lagerfläche für Messeausstattung haben
- nicht ständig eigenes Personal für Messeaufgaben einsetzen möchten
- verschiedene Messekomponenten besitzen
Die Lagerung wird damit zu einem Bestandteil der Messeorganisation und nicht zu einer separaten Aufgabe nach der Veranstaltung.
Der Transport muss in beide Richtungen geplant werden
Bei mehreren Messeauftritten wird häufig der Hintransport betrachtet, während der Rücktransport erst nach der Messe organisiert wird.
Besser ist es, beide Richtungen von Anfang an mitzudenken.
Zum Messeauftritt gehören deshalb:
- Abholung aus dem Lager
- Transport zum Veranstaltungsort
- Anlieferung
- Bereitstellung für den Aufbau
- Abholung nach dem Abbau
- Rücktransport
- erneute Einlagerung
Wer diese Abläufe als zusammenhängenden Prozess betrachtet, reduziert die Zahl der einzelnen Übergaben.
Besonders wichtig: Überschneidungen im Messekalender
Je mehr Veranstaltungen ein Unternehmen besucht, desto wahrscheinlicher werden zeitliche Überschneidungen.
Das kann beispielsweise passieren, wenn eine Messe endet und bereits wenige Tage später der nächste Aufbau beginnt.
Dann muss frühzeitig geklärt werden:
- Ist der benötigte Bestand rechtzeitig zurück?
- Reicht die Zeit für Kontrolle und Vorbereitung?
- Wer übernimmt die Rückführung?
- Welche Komponenten werden für die nächste Messe benötigt?
- Gibt es Bestandteile, die parallel an zwei Orten benötigt werden?
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Ein Unternehmen kann zwar einen Messestand mehrfach verwenden, aber nicht gleichzeitig an zwei Veranstaltungsorten einsetzen.
Bei eng getakteten Messekalendern muss deshalb bereits bei der Jahresplanung geprüft werden, welche Bestandteile wann verfügbar sind.
Ein Messestand kann mehrfach genutzt werden – wenn die Planung stimmt
Die Mehrfachnutzung eines vorhandenen Messestands kann eine interessante Möglichkeit sein, den eigenen Messebestand effizienter einzusetzen.
Voraussetzung ist allerdings, dass das System für die jeweiligen Veranstaltungen geeignet ist und die unterschiedlichen Anforderungen berücksichtigt werden.
Je nach Messe können beispielsweise Standgröße, Gestaltung, Grafiken oder zusätzliche Ausstattung variieren.
Das bedeutet: Ein zentral organisierter Messebestand sollte nicht starr sein.
Vielmehr sollte bekannt sein, welche Komponenten für welchen Auftritt eingesetzt werden können und welche Ergänzungen möglicherweise erforderlich sind.
Grafiken und Beschriftungen rechtzeitig prüfen
Ein weiterer Punkt bei wiederkehrenden Messeauftritten sind Grafiken.
Der Messestand selbst kann noch vollständig einsatzfähig sein, während Unternehmensdaten, Produkte, Kampagnen oder Ansprechpartner auf den vorhandenen Grafiken nicht mehr aktuell sind.
Deshalb sollte die Prüfung des Messebestands nicht erst am Tag der Zusammenstellung erfolgen.
Für jede Veranstaltung sollte frühzeitig geklärt werden:
- Welche Grafiken werden benötigt?
- Welche Inhalte sind noch aktuell?
- Müssen einzelne Elemente neu produziert werden?
- Welche Beschriftungen gehören zum jeweiligen Auftritt?
- Gibt es unterschiedliche Varianten für verschiedene Veranstaltungen?
So lässt sich vermeiden, dass ein funktionierender Messestand aufgrund veralteter Kommunikation kurzfristig umgebaut werden muss.
Auch kleine Messeauftritte brauchen einen strukturierten Ablauf
Mehrere Messeauftritte pro Jahr sind nicht nur für große Unternehmen relevant.
Auch kleinere Unternehmen nehmen häufig an regionalen Fachmessen, Kongressen, Tagungen oder Branchenveranstaltungen teil. Der vorhandene Bestand kann dabei vergleichsweise kompakt sein: eine Messewand, ein Counter, ein Roll-up, einige Grafiken und Produktunterlagen.
Der organisatorische Ablauf bleibt trotzdem bestehen.
Auch ein kleiner Messeauftritt muss vorbereitet, transportiert, aufgebaut, abgebaut und wieder eingelagert werden.
Gerade für kleine Teams kann deshalb ein standardisierter Ablauf besonders hilfreich sein.
Was Unternehmen für mehrere Messen zentral festlegen sollten
Wer regelmäßig ausstellt, sollte einige grundlegende Fragen einmal grundsätzlich beantworten.
- Wo befindet sich unser Messebestand?
- Wer verwaltet den Bestand?
- Welche Komponenten gehören dazu?
- Wer prüft die Vollständigkeit?
- Wer organisiert Transporte?
- Wer übernimmt Aufbau und Abbau?
- Wer koordiniert die Rückführung?
- Wo wird der Bestand zwischen den Messen gelagert?
- Wie werden Beschädigungen oder fehlende Teile dokumentiert?
- Wie werden Grafiken aktualisiert?
- Wer hat den Überblick über die nächsten Veranstaltungen?
Wenn diese Fragen einmal klar beantwortet sind, kann die Organisation jeder einzelnen Messe darauf aufbauen.
Eine einfache Struktur für das gesamte Messejahr
Für viele Unternehmen reicht bereits ein einfacher Jahresprozess.
Jahresplanung
Alle geplanten Messen, Kongresse und Veranstaltungen werden gesammelt und zeitlich eingeordnet.
Bestandsplanung
Für jede Veranstaltung wird festgelegt, welcher Messebestand eingesetzt werden soll.
Vorbereitung
Bestand, Grafiken und zusätzliche Ausstattung werden rechtzeitig geprüft.
Logistik
Transport und Anlieferung werden entsprechend den Vorgaben des Veranstalters organisiert.
Aufbau und Veranstaltung
Der Messestand wird aufgebaut und für den Veranstaltungszeitraum bereitgestellt.
Abbau und Rücktransport
Nach Veranstaltungsende wird der Bestand abgebaut und zurückgeführt.
Einlagerung und Vorbereitung des nächsten Einsatzes
Der Bestand wird wieder eingelagert und für die nächste Veranstaltung verfügbar gehalten.
Wann sich ein externer Servicepartner lohnt
Je häufiger ein Unternehmen ausstellt, desto mehr operative Aufgaben fallen an. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein eigener Messebauer oder eine eigene Logistikabteilung erforderlich ist.
Ein externer Servicepartner kann insbesondere dann interessant sein, wenn bereits ein Messebestand vorhanden ist und dieser regelmäßig eingesetzt werden soll.
Typische Aufgaben, die ausgelagert werden können, sind:
- Übernahme des vorhandenen Messebestands
- Bestandsaufnahme und Inventarisierung
- Lagerung
- Vorbereitung für einzelne Veranstaltungen
- Zusammenstellung der benötigten Komponenten
- Transport
- Anlieferung
- Aufbau
- Abbau
- Rücktransport
- erneute Einlagerung
- Ergänzung vorhandener Ausstattung
Damit bleibt die Entscheidung über den Messeauftritt beim Unternehmen, während die wiederkehrenden operativen Aufgaben rund um den physischen Bestand organisiert werden.
Wie EINS PLUS wiederkehrende Messeauftritte unterstützen kann
EINS PLUS Messe- & Kongress-Service ist darauf ausgerichtet, Unternehmen bei den operativen Aufgaben rund um vorhandene Messe- und Veranstaltungsbestände zu unterstützen.
Dafür muss der Messestand nicht bei EINS PLUS gekauft worden sein. Auch vorhandene Messesysteme, gebrauchte Ausstattung, Messewände, Counter, Roll-ups, Displays oder andere Bestandteile können – abhängig vom jeweiligen Einsatz – weiter genutzt werden.
EINS PLUS kann den vorhandenen Bestand übernehmen, inventarisieren und lagern. Für die nächste Veranstaltung wird das benötigte Material zusammengestellt und entsprechend vorbereitet.
Je nach Bedarf können anschließend Transport, Anlieferung, Aufbau, Abbau und Rücktransport organisiert werden.
Damit entsteht ein wiederkehrender Ablauf, der sich auf mehrere Veranstaltungen übertragen lässt:
Bestand übernehmen → lagern → vorbereiten → transportieren → aufbauen → abbauen → zurücktransportieren → wieder einlagern.
Gerade für Unternehmen mit mehreren Messeauftritten pro Jahr kann diese Struktur interessant sein. Der vorhandene Messebestand bleibt verfügbar, während die operativen Abläufe nicht vor jedem Termin komplett neu organisiert werden müssen.
Mehrere Messen im Jahr müssen nicht mehrere komplett neue Projekte bedeuten
Wer regelmäßig ausstellt, sollte die Messeorganisation nicht ausschließlich von Veranstaltung zu Veranstaltung denken.
Sinnvoller ist ein System, in dem die einzelnen Messeauftritte auf einem gemeinsamen organisatorischen Fundament aufbauen.
Dazu gehören ein zentraler Messejahresplan, eine aktuelle Bestandsübersicht, definierte Verantwortlichkeiten, wiederkehrende Abläufe und eine klare Organisation von Lagerung, Transport, Aufbau und Abbau.
Die individuellen Vorgaben der einzelnen Messen bleiben dabei bestehen. Sie werden in den bestehenden Prozess integriert.
So wird aus vielen einzelnen Veranstaltungen ein zusammenhängender Messeprozess.
Die entscheidende Frage lautet: Was passiert zwischen den Messen?
Die Messe selbst dauert vielleicht nur wenige Tage. Die Organisation des Messebestands läuft dagegen über das gesamte Jahr.
Genau dort liegt ein wichtiger Ansatzpunkt für Unternehmen, die regelmäßig ausstellen.
Wenn klar ist, wo der Bestand lagert, wer ihn verwaltet, wann er vorbereitet wird, wie er zur Veranstaltung gelangt und was nach dem Abbau passiert, wird die nächste Messe planbarer.
Das Ziel ist nicht, jede Messe identisch zu organisieren. Das Ziel ist, die wiederkehrenden Aufgaben so zu strukturieren, dass sie nicht jedes Mal neu erfunden werden müssen.
Wenn aus einzelnen Messeauftritten ein wiederkehrender Prozess wird
Mehrere Messen im Jahr sind vor allem dann gut beherrschbar, wenn der vorhandene Messebestand und die damit verbundenen Aufgaben zentral gedacht werden.
Ein Messestand kann mehrfach eingesetzt werden. Messeausstattung kann zwischen Veranstaltungen gelagert werden. Transporte können geplant, Aufbau und Abbau wiederkehrend organisiert und notwendige Ergänzungen rechtzeitig vorbereitet werden.
EINS PLUS unterstützt Unternehmen dabei, genau diese operativen Abläufe rund um vorhandene Messebestände zu organisieren.
Sie behalten Ihren Messebestand und entscheiden selbst, wie Sie Ihren Auftritt gestalten. EINS PLUS kann sich um die Aufgaben kümmern, die zwischen den einzelnen Veranstaltungen anfallen.
Ein Messebestand. Mehrere Veranstaltungen. Ein organisierter Ablauf.
Sie stellen aus. Wir kümmern uns.
