Ein Messestand muss nicht nach einer einzigen Veranstaltung ausgedient haben. Viele Unternehmen nutzen ihren vorhandenen Messestand über mehrere Jahre und setzen ihn bei unterschiedlichen Messen, Kongressen und Veranstaltungen wiederholt ein.
Das kann insbesondere bei regelmäßigen Messeauftritten sinnvoll sein. Statt für jede Veranstaltung einen komplett neuen Messestand zu planen, wird vorhandene Ausstattung mehrfach genutzt, eingelagert, transportiert und je nach Veranstaltung angepasst.
Damit ein solcher wiederkehrender Einsatz zuverlässig funktioniert, braucht es allerdings mehr als einen geeigneten Messestand. Entscheidend ist der organisatorische Ablauf rund um den Bestand.
Der Messestand muss nach der Messe nicht einfach irgendwo abgestellt werden. Er muss für den nächsten Einsatz vollständig, einsatzbereit, transportfähig und eindeutig zugeordnet sein.
Wie Unternehmen einen Messestand für mehrere Messen einsetzen können, welche Bestandteile sich besonders gut wiederverwenden lassen und worauf bei Lagerung, Transport, Aufbau und Abbau zu achten ist, zeigt dieser Beitrag.
Warum einen Messestand für mehrere Messen verwenden?
Ein Messestand ist häufig eine langfristig nutzbare Ausstattung. Insbesondere modulare Systeme, mobile Messestände, Messewände, Displays, Messetheken und andere wiederverwendbare Komponenten können für mehrere Veranstaltungen eingesetzt werden.
Das Grundprinzip ist einfach:
Ein vorhandener Messestand wird nach der Veranstaltung nicht entsorgt, sondern für den nächsten Einsatz vorbereitet und eingelagert.
Bei der nächsten Messe wird der Bestand wieder bereitgestellt, transportiert und aufgebaut.
So entsteht ein wiederkehrender Kreislauf:
Lagerung → Vorbereitung → Transport → Aufbau → Messe → Abbau → Rücktransport → Kontrolle → Lagerung.
Je häufiger ein Unternehmen ausstellt, desto wichtiger wird es, diesen Kreislauf strukturiert zu organisieren.
Ein Messestand ist mehr als die sichtbare Standfläche
Wenn von einem Messestand gesprochen wird, ist häufig nur die sichtbare Konstruktion gemeint. Für die wiederkehrende Nutzung besteht der eigentliche Messebestand jedoch aus deutlich mehr Komponenten.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Standkonstruktion
- Messewände
- Rahmensysteme
- Grafiken
- Messetheke
- Roll-ups
- Displays
- Prospektständer
- Messe- und Präsentationsmöbel
- Beleuchtung
- Transportkisten
- Zubehör und Verbindungselemente
Für einen funktionierenden wiederkehrenden Einsatz muss deshalb nicht nur die eigentliche Standkonstruktion erhalten bleiben. Auch die dazugehörigen Komponenten müssen verwaltet, gelagert und bei Bedarf bereitgestellt werden.
Welche Messestände eignen sich besonders für mehrere Messen?
Grundsätzlich hängt die Wiederverwendbarkeit vom jeweiligen Messestand und seinem Aufbaukonzept ab.
Besonders geeignet können modulare und mobile Systeme sein, bei denen einzelne Bestandteile wiederholt eingesetzt oder unterschiedlich kombiniert werden können.
Dazu gehören beispielsweise:
- modulare Messestände
- mobile Messewände
- Faltdisplays
- Rahmensysteme
- Pop-up-Systeme
- Roll-ups
- mobile Messetheken
- kombinierbare Displaysysteme
Auch individuell gefertigte Messebauelemente können mehrfach verwendet werden. Entscheidend ist dabei, ob sie für Transport, Lagerung und wiederholten Aufbau geeignet sind.
Modularer Messebestand bietet mehr Möglichkeiten
Ein modularer Messebestand kann besonders interessant sein, wenn ein Unternehmen auf unterschiedlichen Standgrößen ausstellt.
Für eine kleinere Veranstaltung werden möglicherweise nur einzelne Komponenten benötigt. Für eine größere Messe kann derselbe Bestand umfangreicher eingesetzt werden.
Beispielsweise kann ein Unternehmen vorhandene Komponenten kombinieren aus:
- Messewand
- Messetheke
- zwei Roll-ups
- Prospektständer
- Grafiksystem
- Beleuchtung
Je nach Veranstaltung kann daraus ein unterschiedlich großer und ausgestatteter Auftritt entstehen.
Kann derselbe Messestand auf jeder Messe identisch eingesetzt werden?
Nicht unbedingt.
Die vorhandene Ausstattung kann zwar mehrfach verwendet werden, der konkrete Aufbau muss jedoch an die jeweilige Veranstaltung angepasst werden.
Zu prüfen sind beispielsweise:
- Standgröße
- Standform
- Standlage
- Hallenbedingungen
- Bauhöhe
- Ganggrenzen
- Zugänge
- technische Vorgaben
- Aufbauzeiten
- Abbauzeiten
Die technischen Anforderungen sind nicht automatisch bei jeder Messe identisch. Messe Frankfurt weist beispielsweise ausdrücklich darauf hin, dass für bestimmte Veranstaltungen abweichende technische Richtlinien gelten können. Auch die Messe Düsseldorf weist auf mögliche veranstaltungs- und gastveranstaltungsspezifische Abweichungen hin.
Der wiederverwendbare Messestand bildet deshalb die Grundlage. Die konkrete Umsetzung wird für jede Veranstaltung geprüft.
Der erste Schritt: Den vorhandenen Messebestand erfassen
Bevor ein Messestand regelmäßig für mehrere Veranstaltungen eingesetzt wird, sollte der vorhandene Bestand bekannt sein.
Das klingt selbstverständlich, ist in der Praxis aber häufig ein wichtiger organisatorischer Punkt.
Bei einem über mehrere Jahre gewachsenen Messebestand können sich unterschiedliche Systeme, Grafiken, Möbel und Zubehörteile angesammelt haben.
Eine Bestandsaufnahme kann beispielsweise erfassen:
- Bezeichnung des Elements
- Anzahl
- Abmessungen
- Gewicht
- Verpackung
- Zustand
- zugehörige Grafik
- Systemzugehörigkeit
- Lagerort
Je genauer der Bestand dokumentiert ist, desto einfacher kann später entschieden werden, welche Komponenten für welche Messe benötigt werden.
Warum die Zuordnung von Grafik und System wichtig ist
Bei mobilen und modularen Messesystemen gehört die Grafik häufig unmittelbar zum jeweiligen System.
Wird beispielsweise ein Roll-up eingelagert, sollte klar sein, welche Grafik darin verwendet wird. Bei einer Messewand sollte bekannt sein, welche Druckgrafik zum System gehört.
Das verhindert Situationen, in denen zwar die Hardware vorhanden ist, die passende Grafik aber erst kurzfristig gesucht oder neu produziert werden muss.
Gerade bei mehreren Messen pro Jahr kann eine eindeutige Zuordnung den organisatorischen Aufwand deutlich reduzieren.
Messestand vor jeder Messe kontrollieren
Ein Messestand sollte nicht erst am Tag des Aufbaus auf seine Einsatzfähigkeit geprüft werden.
Vor jedem neuen Einsatz empfiehlt sich eine Kontrolle des vorhandenen Bestands.
Dabei kann beispielsweise geprüft werden:
- Sind alle Bestandteile vorhanden?
- Ist die Konstruktion vollständig?
- Sind Verbindungselemente vorhanden?
- Sind Grafiken vorhanden und aktuell?
- Gibt es sichtbare Beschädigungen?
- Sind Beleuchtung und Zubehör vollständig?
- Sind Transportkisten und Verpackungen einsatzbereit?
Wer diese Kontrolle frühzeitig durchführt, hat noch Zeit für Reparaturen, Ersatzteile oder die Produktion fehlender Komponenten.
Was passiert mit dem Messestand nach der Messe?
Der Abbau ist nicht das Ende des Prozesses.
Nach dem Abbau muss der Messestand wieder für seinen nächsten Einsatz vorbereitet werden.
Ein sinnvoller Ablauf kann beispielsweise so aussehen:
Abbau → Verpackung → Rücktransport → Kontrolle → Reinigung beziehungsweise Reparatur → Einlagerung.
Wird der Bestand dagegen einfach nach dem Abbau irgendwo abgestellt, können beim nächsten Einsatz unnötige Such- und Kontrollarbeiten entstehen.
Messestand richtig lagern
Die Lagerung spielt eine zentrale Rolle, wenn ein Messestand über mehrere Veranstaltungen eingesetzt werden soll.
Der Lagerort sollte zur Ausstattung passen und eine geordnete Entnahme ermöglichen.
Besonders wichtig ist, dass empfindliche Komponenten nicht unnötig belastet werden und der Bestand vor der nächsten Veranstaltung ohne lange Suchwege zusammengestellt werden kann.
Auch die Verpackung gehört zur Lagerorganisation.
Transportkisten, Taschen oder andere Verpackungen sollten eindeutig zugeordnet sein. So lässt sich nachvollziehen, welche Komponenten zusammengehören.
Warum die Lagerung Teil des Messeprozesses ist
Bei einem einzelnen Messeauftritt kann die Lagerung nachrangig erscheinen.
Bei wiederkehrenden Veranstaltungen wird sie dagegen zu einem festen Bestandteil des Messeprozesses.
Der Bestand befindet sich zwischen den Veranstaltungen im Lager. Dort wird er kontrolliert, aufbewahrt und für den nächsten Einsatz bereitgestellt.
Deshalb sollte Lagerung nicht isoliert betrachtet werden.
Der Lagerort ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für den nächsten Messeauftritt.
Messestand transportieren: Von der Lagerung zur Messe
Für den wiederkehrenden Einsatz muss der Messestand regelmäßig zwischen Lager und Veranstaltungsort bewegt werden.
Dabei sollten die für den jeweiligen Transport erforderlichen Informationen frühzeitig vorliegen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Abholadresse
- Lieferadresse
- Veranstaltungsort
- Halle
- Standnummer
- Abholtermin
- Liefertermin
- Ansprechpartner
- Anzahl der Packstücke
- Abmessungen und Gewichte
- besondere Anlieferbedingungen
Bei Messeveranstaltungen kommen häufig besondere Zufahrts-, Be- und Entladebedingungen hinzu. Die Technischen Richtlinien der Messe Düsseldorf enthalten beispielsweise eigene Vorgaben zu Zufahrt, Be- und Entladung sowie Auf- und Abbauzeiten.
Aufbau und Abbau müssen ebenfalls wiederholbar sein
Ein wiederverwendbarer Messestand bringt nur dann organisatorische Vorteile, wenn auch sein Aufbau möglichst zuverlässig wiederholt werden kann.
Deshalb sollten Aufbauinformationen dokumentiert werden.
Dazu können gehören:
- Aufbauanleitung
- Montagereihenfolge
- Zuordnung der Komponenten
- Grafikpositionen
- Beleuchtung
- Möblierung
- technische Anschlüsse
- Besonderheiten des Systems
Dadurch muss der Aufbau nicht bei jeder Messe vollständig neu erarbeitet werden.
Ein Messestand kann trotzdem unterschiedlich aufgebaut werden
Wiederverwendung bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Messestand bei jeder Messe exakt gleich aussieht.
Gerade bei modularen Systemen kann der vorhandene Bestand unterschiedlich kombiniert werden.
Beispielsweise können bei einer kleinen Veranstaltung nur einzelne Elemente eingesetzt werden, während bei einer größeren Messe zusätzliche Wände, Grafiken, Möbel oder Präsentationsflächen hinzukommen.
Das macht einen vorhandenen Messebestand flexibler und kann die Nutzung über mehrere Veranstaltungen erleichtern.
Wann eine neue Grafik sinnvoller sein kann als ein neuer Messestand
Ein Messestand selbst kann technisch noch einwandfrei sein, während die darauf verwendete Kommunikation nicht mehr aktuell ist.
Dann stellt sich die Frage, ob tatsächlich ein neuer Messestand benötigt wird.
Bei vielen mobilen und modularen Systemen kann es sinnvoll sein, zunächst zu prüfen, ob lediglich Grafiken oder einzelne Komponenten aktualisiert werden müssen.
Das kann beispielsweise bei folgenden Veränderungen relevant sein:
- neues Logo
- neues Corporate Design
- neue Produkte
- neue Ansprechpartner
- neue Kampagne
- geänderte Unternehmenskommunikation
Ob nur die Grafik oder das komplette System erneuert werden sollte, hängt vom jeweiligen Messestand und seinem Zustand ab.
Ein Messestand für unterschiedliche Standgrößen
Bei mehreren Messen kann die Standgröße von Veranstaltung zu Veranstaltung variieren.
Das sollte bereits bei der Planung des Messebestands berücksichtigt werden.
Ein modularer Bestand kann beispielsweise so organisiert werden, dass bestimmte Komponenten für unterschiedliche Flächen eingesetzt werden können.
Damit lässt sich vorhandene Ausstattung flexibler nutzen, ohne für jede Standgröße einen vollständig separaten Messebestand aufzubauen.
Was bei mehreren Messen im Jahr besonders wichtig wird
Wenn ein Unternehmen nur einmal pro Jahr ausstellt, ist der organisatorische Ablauf vergleichsweise überschaubar.
Bei mehreren Veranstaltungen entstehen dagegen Überschneidungen.
Beispielsweise kann der gleiche Messestand innerhalb weniger Wochen bei zwei unterschiedlichen Veranstaltungen benötigt werden.
Dann muss der zeitliche Ablauf genau geplant werden:
Messe 1 → Abbau → Rücktransport → Kontrolle → Vorbereitung → Transport → Messe 2.
Je kürzer die Zeit zwischen zwei Veranstaltungen ist, desto wichtiger wird ein gut organisierter Bestand.
Mehrere Messestände oder ein modularer Bestand?
Unternehmen mit vielen Veranstaltungen können grundsätzlich unterschiedliche Strategien verfolgen.
Sie können beispielsweise mehrere vollständige Messestände vorhalten oder einen modularen Bestand für unterschiedliche Veranstaltungen einsetzen.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Anzahl der Veranstaltungen
- zeitlicher Abstand zwischen den Messen
- Standgrößen
- Entfernung der Veranstaltungsorte
- Art des Messebestands
- Lagerkapazität
- interne Ressourcen
Eine pauschale Lösung gibt es daher nicht.
Wie lässt sich der wiederkehrende Messeeinsatz organisieren?
Ein fester Prozess kann den wiederkehrenden Einsatz deutlich übersichtlicher machen.
Ein möglicher Ablauf besteht aus neun Schritten:
1. Messekalender erstellen
Alle geplanten Veranstaltungen werden frühzeitig erfasst.
2. Standgröße und Ausstattung festlegen
Für jede Veranstaltung wird definiert, welche Komponenten benötigt werden.
3. Messebestand prüfen
Vollständigkeit, Zustand und Grafiken werden kontrolliert.
4. Veranstaltungsvorgaben prüfen
Aufbauzeiten, Abbauzeiten, Standvorgaben und Anlieferbedingungen werden geprüft.
5. Bestand zusammenstellen
Die benötigten Komponenten werden aus dem Lager bereitgestellt.
6. Transport organisieren
Der Messestand wird zum Veranstaltungsort transportiert.
7. Messestand aufbauen
Die Ausstattung wird entsprechend der vorgesehenen Standplanung montiert.
8. Messestand abbauen und zurücktransportieren
Nach der Veranstaltung wird der Bestand abgebaut und zurückgeführt.
9. Kontrolle und Wiedereinlagerung
Der Bestand wird kontrolliert und für den nächsten Einsatz eingelagert.
Warum ein fester Ablauf den Messeaufwand reduzieren kann
Bei jeder neuen Messe müssen bestimmte Informationen individuell geklärt werden. Der grundlegende Ablauf muss dagegen nicht jedes Mal neu erfunden werden.
Wenn bekannt ist, wo der Messestand gelagert wird, welche Komponenten vorhanden sind und wie Transport, Aufbau und Rückführung organisiert werden, können viele wiederkehrende Aufgaben standardisiert werden.
Dadurch verschiebt sich der organisatorische Aufwand:
Weg von der wiederholten Grundlagenplanung – hin zur konkreten Vorbereitung der jeweiligen Veranstaltung.
Welche Informationen sollten dauerhaft dokumentiert werden?
Für einen wiederkehrenden Messeinsatz lohnt sich eine zentrale Dokumentation.
Dazu können gehören:
- Standkonstruktion
- Komponentenliste
- Grafiken
- Aufbauanleitung
- Abbauhinweise
- Verpackungsinformationen
- Abmessungen
- Gewichte
- Lagerort
- Transportinformationen
- Ansprechpartner
Eine solche Dokumentation kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn unterschiedliche Mitarbeiter oder externe Dienstleister am Messeprozess beteiligt sind.
Was passiert, wenn der Messestand beschädigt zurückkommt?
Bei wiederkehrender Nutzung sollte nach jeder Veranstaltung eine kurze Bestandskontrolle erfolgen.
Werden Beschädigungen erst unmittelbar vor der nächsten Messe entdeckt, kann die Zeit für Reparatur oder Ersatz knapp werden.
Deshalb sollte die Kontrolle möglichst direkt nach dem Rücktransport erfolgen.
Dabei können Schäden dokumentiert und notwendige Reparaturen frühzeitig eingeplant werden.
So wird der Zustand des Messebestands nicht erst dann zum Thema, wenn der nächste Aufbau bereits bevorsteht.
Was bei der Lagerung über mehrere Jahre zu beachten ist
Ein Messestand kann über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Je länger die Lagerdauer, desto wichtiger wird eine strukturierte Lagerorganisation.
Insbesondere bei einem über mehrere Jahre gewachsenen Bestand sollte regelmäßig geprüft werden:
- Ist die Ausstattung noch vollständig?
- Sind die Systeme noch einsatzbereit?
- Sind Grafiken noch aktuell?
- Ist Zubehör vorhanden?
- Sind Transportverpackungen noch geeignet?
- Gibt es Komponenten, die nicht mehr benötigt werden?
So kann der Messebestand im Laufe der Zeit angepasst werden, ohne dass funktionierende Komponenten vorschnell ersetzt werden müssen.
Wann externe Lagerung interessant sein kann
Nicht jedes Unternehmen verfügt über geeignete Lagerflächen für einen vollständigen Messebestand.
Gerade wenn der Messestand nur einige Male im Jahr benötigt wird, kann die interne Lagerfläche für andere Zwecke wichtiger sein.
Eine externe Lagerung kann dann eine Möglichkeit sein, den Messebestand aus den betrieblichen Räumen auszulagern.
Besonders interessant kann das sein, wenn Lagerung und weitere Leistungen miteinander verbunden werden können.
Beispielsweise:
Lagerung → Bestandskontrolle → Kommissionierung → Transport → Aufbau → Abbau → Rücktransport → Wiedereinlagerung.
Ein externer Partner kann den wiederkehrenden Ablauf bündeln
Bei regelmäßigem Messebetrieb können Unternehmen einzelne Aufgaben selbst übernehmen und andere Leistungen extern organisieren.
Es muss also nicht der komplette Messeauftritt ausgelagert werden.
Externe Unterstützung kann beispielsweise bei folgenden Aufgaben sinnvoll sein:
- Lagerung des Messebestands
- Bestandsverwaltung
- Kommissionierung
- Transport
- Aufbau
- Abbau
- Rücktransport
- Wiedereinlagerung
Der Umfang kann dabei an den tatsächlichen Bedarf des Unternehmens angepasst werden.
Veranstaltungsspezifische Anforderungen bleiben bestehen
Auch wenn derselbe Messestand mehrfach verwendet wird, müssen die Vorgaben der jeweiligen Messe erneut geprüft werden.
Das betrifft insbesondere Aufbau- und Abbauzeiten, Standflächen, Bauhöhen, Zufahrten, technische Anforderungen und gegebenenfalls Genehmigungen.
Messe Frankfurt stellt beispielsweise eigene technische Richtlinien und veranstaltungsspezifische Informationen bereit. Für bestimmte genehmigungspflichtige Aufbauten können Unterlagen bereits mehrere Wochen vor dem Aufbau erforderlich sein.
Auch bei Messe Düsseldorf werden für einzelne Veranstaltungen Besonderheiten sowie konkrete Auf- und Abbauzeiten veröffentlicht.
Der wiederkehrende Einsatz eines Messestands vereinfacht deshalb den Bestand und die Organisation, ersetzt aber nicht die veranstaltungsspezifische Prüfung.
Checkliste: Messestand für mehrere Messen einsetzen
- ☐ Vorhandenen Messebestand vollständig erfassen
- ☐ Komponenten eindeutig zuordnen
- ☐ Grafiken dokumentieren
- ☐ Aufbau- und Abbauinformationen sichern
- ☐ geeigneten Lagerort festlegen
- ☐ Bestand vor jeder Messe kontrollieren
- ☐ Zustand und Vollständigkeit prüfen
- ☐ Veranstaltungsvorgaben prüfen
- ☐ Transport frühzeitig organisieren
- ☐ Aufbau koordinieren
- ☐ Abbau koordinieren
- ☐ Rücktransport organisieren
- ☐ Bestand nach der Messe kontrollieren
- ☐ Schäden oder fehlende Komponenten dokumentieren
- ☐ Messebestand wieder einlagern
- ☐ nächste Veranstaltung frühzeitig vorbereiten
EINS PLUS: Vorhandenen Messestand für mehrere Veranstaltungen nutzen
Für Unternehmen, die regelmäßig auf Messen, Kongressen oder regionalen Veranstaltungen ausstellen, muss nicht jeder Messeauftritt mit einem neuen Messestand beginnen.
EINS PLUS Messe- & Kongress-Service unterstützt Unternehmen dabei, vorhandene Messeausstattung für wiederkehrende Einsätze zu organisieren.
Dazu können beispielsweise Messestände, Messewände, Roll-ups, Displays, Messetheken, Prospektständer, Möbel und Grafiken gehören.
Der vorhandene Bestand kann dabei übernommen, organisiert, gelagert und für unterschiedliche Veranstaltungen bereitgestellt werden. Je nach Bedarf lassen sich auch Transport, Aufbau, Abbau und Rücktransport in den Ablauf integrieren.
So entsteht ein wiederkehrender Prozess:
Messebestand lagern → nächste Veranstaltung planen → Bestand zusammenstellen → transportieren → aufbauen → Messeauftritt → abbauen → zurücktransportieren → kontrollieren → wieder einlagern.
Der Vorteil eines solchen Prozesses liegt vor allem darin, dass der vorhandene Messebestand nicht für jede Veranstaltung neu organisiert werden muss.
Das Unternehmen entscheidet weiterhin selbst, welchen Messeauftritt es auf welcher Veranstaltung benötigt. Die wiederkehrenden organisatorischen Aufgaben rund um den vorhandenen Bestand können dagegen strukturiert abgewickelt werden.
Vom einzelnen Messestand zum wiederkehrenden Messeprozess
Ein Messestand, der nur einmal eingesetzt wird, ist in erster Linie eine Ausstattung für eine bestimmte Veranstaltung.
Ein Messestand, der über mehrere Jahre bei unterschiedlichen Veranstaltungen eingesetzt wird, wird dagegen zu einem Bestandteil eines wiederkehrenden Prozesses.
Dann geht es nicht mehr nur um die Frage, wie der Messestand aussieht.
Es geht auch darum:
- Wo wird der Messestand gelagert?
- Wer kennt den vorhandenen Bestand?
- Welche Komponenten gehören zusammen?
- Welche Grafiken sind verfügbar?
- Wie wird der Bestand zur Messe transportiert?
- Wer baut ihn auf?
- Wer übernimmt den Abbau?
- Wie kommt der Bestand zurück?
- Wer kontrolliert ihn nach der Messe?
- Wie wird er für die nächste Veranstaltung bereitgestellt?
Wer diese Fragen einmal strukturiert beantwortet, kann den wiederkehrenden Einsatz deutlich einfacher organisieren.
Fazit
Ein Messestand kann bei vielen Unternehmen weit mehr als eine einzelne Messe begleiten. Gerade mobile und modulare Systeme lassen sich über mehrere Veranstaltungen hinweg einsetzen, sofern Bestand, Lagerung, Transport, Aufbau und Abbau entsprechend organisiert sind.
Der entscheidende Punkt ist dabei nicht nur der Messestand selbst. Entscheidend ist der gesamte Kreislauf:
Lagerung → Vorbereitung → Transport → Aufbau → Messe → Abbau → Rücktransport → Kontrolle → erneute Lagerung.
Wer regelmäßig ausstellt, kann diesen Ablauf standardisieren und dadurch viele wiederkehrende organisatorische Aufgaben vereinfachen. Gleichzeitig müssen die jeweiligen Anforderungen der einzelnen Veranstaltung immer separat geprüft werden.
So wird aus einem einzelnen Messestand ein dauerhaft nutzbarer Messebestand, der für unterschiedliche Veranstaltungen bereitgestellt werden kann.
Ein Messestand muss nicht nach einer Messe neu gedacht werden. Er kann Teil eines wiederkehrenden Prozesses werden – von der Lagerung bis zum nächsten Messeauftritt.
