Messestand aufbauen lassen: Wann lohnt sich externe Unterstützung?

Ein Messestand sieht auf dem Papier oft einfacher aus, als der tatsächliche Aufbau vor Ort ist. Einzelne Wände, Displays, Counter, Beleuchtung, Grafiken, Möbel und weitere Ausstattung müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und anschließend zu einem funktionierenden Messestand zusammengefügt werden.

 

Deshalb stellt sich für viele Unternehmen vor jeder Messe die Frage: Den Messestand selbst aufbauen oder den Aufbau extern durchführen lassen?

 

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Bei einem kleinen mobilen Messesystem kann der Eigenaufbau problemlos möglich sein. Bei größeren Messeständen, mehreren Veranstaltungen pro Jahr, engen Aufbauzeiten oder umfangreicher Ausstattung kann externe Unterstützung dagegen deutlich sinnvoller sein.

 

Dabei geht es nicht ausschließlich um handwerkliche Arbeit. Ein professioneller Messeaufbau umfasst auch die Vorbereitung des Materials, die Koordination vor Ort, die Einhaltung der vorgegebenen Aufbauzeiten, den Umgang mit dem Messegelände und gegebenenfalls die Abstimmung mit weiteren Beteiligten.

 

Die Messe Frankfurt weist beispielsweise darauf hin, dass während der Auf- und Abbauzeit ein baustellenähnlicher Betrieb herrscht und Aussteller beziehungsweise Vertragspartner für die Betriebssicherheit und die Koordination der Arbeiten verantwortlich sind.

 

Was bedeutet es, einen Messestand aufbauen zu lassen?

 

Wenn ein Unternehmen seinen Messestand aufbauen lässt, übernimmt ein externer Dienstleister die praktische Umsetzung des Standaufbaus vor Ort.

 

Der Umfang kann dabei sehr unterschiedlich sein.

 

Bei einem einfachen mobilen Messesystem kann die Leistung beispielsweise aus folgenden Schritten bestehen:

  • Übernahme des vorhandenen Messebestands
  •  

  • Transport zum Messegelände
  •  

  • Entladen
  •  

  • Aufbau des Systems
  •  

  • Anbringen der Grafiken
  •  

  • Aufstellen von Counter und Mobiliar
  •  

  • Einrichtung des Standes
  •  

  • Übergabe an den Aussteller
  •  

 

Bei einem größeren Messestand können weitere Arbeiten hinzukommen. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau von Wandelementen, Podesten, Beleuchtung, Besprechungsbereichen, Exponatflächen oder individuell gefertigten Bauteilen.

 

Deshalb sollte vorab immer geklärt werden, welchen Umfang der externe Messeaufbau tatsächlich haben soll.

 

Warum der Messeaufbau mehr ist als das Zusammensetzen von Bauteilen

 

Ein Messestand besteht selten nur aus einzelnen Bauteilen, die beliebig zusammengesetzt werden können.

 

Bereits die Reihenfolge der Arbeiten kann eine Rolle spielen.

 

Wände müssen positioniert, Grafiken angebracht, technische Komponenten vorbereitet und Möbel platziert werden. Gleichzeitig müssen Verkehrsflächen, Standgrenzen und gegebenenfalls weitere Vorgaben berücksichtigt werden.

 

Die Technischen Richtlinien der Messe Frankfurt schreiben beispielsweise vor, dass die Standfläche einzuhalten ist und bestimmte Eingriffe in die Hallensubstanz nicht zulässig sind.

 

Auch die Messe Düsseldorf stellt eigene Technische Richtlinien und veranstaltungsspezifische Informationen für Standbauer und Aussteller bereit. Dabei können je nach Veranstaltung unterschiedliche Besonderheiten gelten.

 

Ein professioneller Aufbau bedeutet deshalb nicht nur, dass der Stand am Ende steht. Entscheidend ist, dass der Aufbau organisiert, innerhalb der verfügbaren Zeit und entsprechend den jeweiligen Vorgaben erfolgt.

 

Wann lohnt es sich, einen Messestand extern aufbauen zu lassen?

 

Ob externe Unterstützung sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

 

Besonders relevant sind:

  • Größe des Messestands
  •  

  • Komplexität des Systems
  •  

  • Anzahl der Bauteile
  •  

  • Aufbauzeit
  •  

  • Entfernung zum Messegelände
  •  

  • Erfahrung des eigenen Teams
  •  

  • Anzahl der Messeauftritte
  •  

  • Gewicht und Umfang des Messebestands
  •  

  • erforderliche Werkzeuge und Hilfsmittel
  •  

  • zusätzliche Leistungen wie Transport, Abbau oder Lagerung
  •  

 

Je mehr dieser Punkte zusammenkommen, desto eher kann sich die Unterstützung durch einen externen Dienstleister anbieten.

 

1. Kleine Messestände selbst aufbauen

 

Bei einem einfachen mobilen Messestand ist der Eigenaufbau häufig eine realistische Option.

 

Ein Unternehmen verfügt beispielsweise über:

  • ein oder zwei Roll-ups,
  •  

  • eine mobile Messewand,
  •  

  • einen Counter,
  •  

  • einige Prospektständer
  •  

  • und gegebenenfalls einen Monitor.
  •  

 

Wenn das System einfach aufgebaut werden kann und Mitarbeiter mit der Handhabung vertraut sind, ist eine externe Montage nicht zwingend erforderlich.

 

Entscheidend ist jedoch, dass das Unternehmen nicht nur den Aufbau, sondern auch Transport, Vollständigkeit und Abbau selbst organisieren kann.

 

2. Größere Messestände extern aufbauen lassen

 

Mit zunehmender Standgröße steigt normalerweise auch der organisatorische und praktische Aufwand.

 

Ein größerer Stand kann aus zahlreichen Einzelteilen bestehen. Dazu kommen häufig Möbel, Beleuchtung, Grafiken, Technik und Exponate.

 

Wenn mehrere Personen benötigt werden, um den Stand aufzubauen, kann ein externer Aufbaupartner eine sinnvolle Lösung sein.

 

Das gilt insbesondere dann, wenn die eigenen Mitarbeiter eigentlich andere Aufgaben wahrnehmen sollen.

 

3. Wenn die Aufbauzeit knapp ist

 

Bei Messeaufbauten ist nicht nur entscheidend, wie viel Arbeit anfällt, sondern auch, wie viel Zeit dafür zur Verfügung steht.

 

Die Aufbauzeiten werden von der jeweiligen Veranstaltung beziehungsweise dem Messegelände vorgegeben. Sie können sich je nach Messe erheblich unterscheiden.

 

Die Messe Düsseldorf veröffentlicht beispielsweise für ihre Veranstaltungen konkrete Auf- und Abbauzeiten und weist darauf hin, dass sich diese in seltenen Fällen ändern können.

 

Bei einzelnen Veranstaltungen sind auch vorgezogene oder verlängerte Aufbauzeiten möglich, teilweise nur nach vorheriger Anmeldung.

 

Wenn der Stand innerhalb eines engen Zeitfensters aufgebaut werden muss, kann ein erfahrenes Montageteam einen organisatorischen Vorteil bieten.

 

4. Wenn die eigenen Mitarbeiter keine Erfahrung mit dem Aufbau haben

 

Ein Messestand sollte nicht zum ersten Mal am Abend vor der Messe ausprobiert werden.

 

Bei einem neuen oder komplexeren System können Fragen entstehen:

  • Welche Bauteile gehören zusammen?
  •  

  • In welcher Reihenfolge wird aufgebaut?
  •  

  • Wie werden Grafiken befestigt?
  •  

  • Welche Werkzeuge werden benötigt?
  •  

  • Wie werden Beleuchtung oder Technik integriert?
  •  

  • Welche Bauteile müssen besonders behandelt werden?
  •  

 

Wenn die Mitarbeiter des Unternehmens damit nicht regelmäßig arbeiten, kann externe Unterstützung den Aufbau vereinfachen.

 

5. Wenn der Messestand regelmäßig eingesetzt wird

 

Besonders interessant wird externe Unterstützung bei Unternehmen, die ihren Messebestand mehrfach pro Jahr einsetzen.

 

Dann geht es nicht mehr um einen einzelnen Aufbau, sondern um einen wiederkehrenden Prozess.

 

Der Ablauf kann beispielsweise so aussehen:

 

Lager → Kommissionierung → Transport → Messe → Aufbau → Veranstaltung → Abbau → Rücktransport → Lager.

 

Wenn diese Abläufe regelmäßig wiederkehren, kann es sinnvoll sein, mehrere Leistungen miteinander zu verbinden.

 

Statt für jede Messe einen einzelnen Monteur zu suchen, kann der Messebestand beispielsweise zentral verwaltet und gemeinsam mit Transport, Aufbau, Abbau und Lagerung organisiert werden.

 

6. Wenn der Messebestand bereits vorhanden ist

 

Ein externer Aufbau bedeutet nicht automatisch, dass ein neuer Messestand gekauft werden muss.

 

Viele Unternehmen besitzen bereits:

  • Messestände
  •  

  • mobile Messesysteme
  •  

  • Messetheken
  •  

  • Roll-ups
  •  

  • Messewände
  •  

  • Displays
  •  

  • Grafiken
  •  

  • Möbel
  •  

  • Transportkisten
  •  

 

In diesem Fall kann externe Unterstützung genau dort ansetzen, wo sie benötigt wird: beim Handling des vorhandenen Messebestands.

 

Der vorhandene Bestand wird nicht ersetzt, sondern für den nächsten Messeauftritt vorbereitet und vor Ort aufgebaut.

 

7. Wenn der Messebestand extern gelagert wird

 

Eine besonders praktische Kombination besteht aus Lagerung, Transport und Aufbau.

 

Der Messebestand befindet sich beispielsweise nicht im Unternehmen, sondern in einem externen Lager.

 

Vor einer Veranstaltung wird der benötigte Bestand zusammengestellt, zur Messe transportiert und dort aufgebaut.

 

Nach der Veranstaltung wird der Stand wieder abgebaut, abgeholt und eingelagert.

 

Damit entsteht ein wiederkehrender Ablauf, bei dem das Unternehmen nicht jedes Mal selbst organisieren muss, wo sich welche Bestandteile befinden.

 

8. Wenn Transport und Aufbau zusammengehören

 

Der Aufbau beginnt praktisch nicht erst beim ersten Handgriff am Messestand.

 

Zunächst muss das Material zur Veranstaltung gelangen.

 

Das bedeutet:

  • Bestand zusammenstellen
  •  

  • Vollständigkeit prüfen
  •  

  • verpacken
  •  

  • verladen
  •  

  • transportieren
  •  

  • anliefern
  •  

  • entladen
  •  

  • aufbauen
  •  

 

Wenn Transport und Montage getrennt organisiert werden, müssen beide Seiten zeitlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt werden.

 

Eine kombinierte Lösung kann diesen Abstimmungsaufwand reduzieren.

 

9. Wenn mehrere Personen für den Aufbau benötigt werden

 

Bei größeren Ständen kann der Aufbau nicht sinnvoll von einer einzelnen Person durchgeführt werden.

 

Mehrere Monteure können parallel arbeiten:

  • Montage der Wände
  •  

  • Aufbau von Podesten
  •  

  • Montage von Beleuchtung
  •  

  • Anbringen von Grafiken
  •  

  • Aufstellen des Mobiliars
  •  

  • Vorbereitung der Präsentationsflächen
  •  

 

Die konkrete Personalstärke hängt dabei vom Stand, dem System und dem Umfang der Arbeiten ab.

 

10. Wenn schwere oder sperrige Bauteile vorhanden sind

 

Schwere Messebauteile können den Eigenaufbau deutlich aufwendiger machen.

 

Das betrifft beispielsweise:

  • große Wandelemente
  •  

  • Podeste
  •  

  • schwere Counter
  •  

  • Exponate
  •  

  • Transportkisten
  •  

  • technische Komponenten
  •  

 

Dann muss nicht nur die Montage selbst geplant werden. Auch Be- und Entladung, Transport und gegebenenfalls Hebezeuge können relevant werden.

 

Die Technischen Richtlinien der Messe Düsseldorf enthalten beispielsweise eigene Vorgaben für Be- und Entladen sowie für Krane und Stapler.

 

11. Wenn der Messestand individuell gebaut wurde

 

Individuell gefertigte Messestände unterscheiden sich häufig deutlich von standardisierten mobilen Systemen.

 

Hier können zahlreiche einzelne Bauteile, spezielle Verbindungstechniken oder individuell angepasste Elemente zum Einsatz kommen.

 

Ein Aufbauplan beziehungsweise eine klare Dokumentation ist dann besonders hilfreich.

 

Bei komplexeren Konstruktionen sollte außerdem geprüft werden, ob für die jeweilige Veranstaltung zusätzliche technische oder genehmigungsbezogene Anforderungen gelten.

 

Die Messe Frankfurt nennt beispielsweise verschiedene Sonderkonstruktionen, für die vermaßte Standpläne zur Genehmigung erforderlich sein können.

 

12. Wenn technische Ausstattung integriert wird

 

Moderne Messestände enthalten häufig mehr als Wände und Möbel.

 

Zum Messeauftritt können beispielsweise gehören:

  • Monitore
  •  

  • Beleuchtung
  •  

  • LED-Elemente
  •  

  • Audio-Technik
  •  

  • Netzwerktechnik
  •  

  • interaktive Präsentationen
  •  

  • Produktdemonstrationen
  •  

 

Je umfangreicher die technische Ausstattung, desto wichtiger wird die Abstimmung zwischen Standbau und Technik.

 

Die Messe Düsseldorf stellt beispielsweise eigene Merkblätter zu Niedervoltbeleuchtung und LED-Beleuchtungsanlagen bereit.

 

13. Wenn Grafiken Bestandteil des Aufbaus sind

 

Grafiken werden häufig unterschätzt.

 

Eine Messewand kann technisch korrekt aufgebaut sein und trotzdem nicht fertig aussehen, wenn Grafiken fehlen oder falsch montiert wurden.

 

Deshalb sollte beim Aufbau berücksichtigt werden:

  • Welche Grafik gehört an welches Element?
  •  

  • Sind alle Grafiken vorhanden?
  •  

  • Sind sie unbeschädigt?
  •  

  • Wie werden sie befestigt?
  •  

  • Gibt es unterschiedliche Grafiksätze für verschiedene Veranstaltungen?
  •  

 

Bei wiederkehrenden Messeauftritten ist eine klare Zuordnung von Grafik und System besonders sinnvoll.

 

14. Wenn der Aufbau außerhalb des eigenen Unternehmens stattfindet

 

Ein weiterer Punkt ist die Entfernung zum Veranstaltungsort.

 

Wenn Mitarbeiter selbst aufbauen, müssen sie zum Messegelände reisen, gegebenenfalls mehrere Stunden oder Tage vor Veranstaltungsbeginn vor Ort sein und anschließend auch den Abbau begleiten.

 

Bei einem einzelnen regionalen Messeauftritt kann das problemlos funktionieren.

 

Bei zahlreichen Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten kann der Aufwand dagegen erheblich werden.

 

Externe Unterstützung ermöglicht es, den praktischen Aufbau vor Ort durchführen zu lassen, während sich das eigene Team auf andere Aufgaben konzentriert.

 

15. Wenn mehrere Messen gleichzeitig oder kurz nacheinander stattfinden

 

Besonders anspruchsvoll wird die Organisation, wenn ein Unternehmen mehrere Veranstaltungen in kurzer Folge besucht.

 

Dann kann es vorkommen, dass:

  • der eine Stand noch abgebaut wird,
  •  

  • während der nächste bereits vorbereitet werden muss.
  •  

 

Bei unterschiedlichen Veranstaltungsorten kommen zusätzlich Transportwege und unterschiedliche Messevorgaben hinzu.

 

Eine zentral organisierte Kombination aus Lagerung, Transport, Aufbau und Abbau kann in solchen Fällen besonders hilfreich sein.

 

16. Der Eigenaufbau kostet ebenfalls Zeit

 

Bei der Entscheidung für oder gegen einen externen Messeaufbau sollte nicht nur der Rechnungsbetrag eines Dienstleisters betrachtet werden.

 

Auch die interne Arbeitszeit ist ein Faktor.

 

Wenn beispielsweise zwei Mitarbeiter einen kompletten Tag für Anreise, Aufbau und Vorbereitung benötigen, entstehen interne Personalkosten und gleichzeitig fehlen diese Mitarbeiter an anderer Stelle im Unternehmen.

 

Hinzu kommen möglicherweise:

  • Reisekosten
  •  

  • Übernachtungen
  •  

  • Fahrzeugkosten
  •  

  • Arbeitszeit für Be- und Entladung
  •  

  • Werkzeug und Hilfsmittel
  •  

  • Zeitaufwand für den Abbau
  •  

 

Eine externe Montage sollte deshalb nicht nur nach dem Preis pro Aufbaustunde bewertet werden.

 

17. Was kostet es, einen Messestand aufbauen zu lassen?

 

Die Kosten lassen sich nicht pauschal nennen.

 

Sie hängen unter anderem ab von:

  • Standgröße
  •  

  • Standkonstruktion
  •  

  • Anzahl der Monteure
  •  

  • Aufbauzeit
  •  

  • Entfernung
  •  

  • Gewicht und Umfang des Materials
  •  

  • technischem Aufwand
  •  

  • Grafikmontage
  •  

  • Möbelmontage
  •  

  • zusätzlichen Leistungen
  •  

 

Deshalb sollte ein Angebot möglichst auf Basis konkreter Informationen eingeholt werden.

 

18. Welche Informationen benötigt ein Montagepartner?

 

Damit der Aufbau realistisch geplant werden kann, sollte der Dienstleister möglichst frühzeitig folgende Informationen erhalten:

  • Messe und Veranstaltungsort
  •  

  • Halle und Standnummer
  •  

  • Aufbauzeitraum
  •  

  • Standgröße
  •  

  • Standplan
  •  

  • Aufbauanleitung
  •  

  • Fotos des fertigen Standes
  •  

  • Liste der Bauteile
  •  

  • Anzahl und Maße der Packstücke
  •  

  • Gewichte
  •  

  • Informationen zu Grafiken
  •  

  • Informationen zu Möbeln und Technik
  •  

  • besondere Anforderungen
  •  

 

Je vollständiger diese Informationen sind, desto besser kann der tatsächliche Aufwand eingeschätzt werden.

 

19. Aufbauanleitung und Fotos helfen bei der Vorbereitung

 

Wenn ein Messestand regelmäßig aufgebaut wird, sollte die Dokumentation nicht verloren gehen.

 

Hilfreich sind beispielsweise:

  • Aufbauanleitung
  •  

  • Montagezeichnungen
  •  

  • Standplan
  •  

  • Fotos vom fertigen Stand
  •  

  • Bauteillisten
  •  

  • Packlisten
  •  

  • Hinweise zu empfindlichen Bauteilen
  •  

 

Bei wiederkehrenden Einsätzen kann daraus eine feste Dokumentation für den jeweiligen Messeauftritt entstehen.

 

20. Externe Unterstützung bedeutet nicht automatisch einen Komplettservice

 

Unternehmen müssen nicht zwingend den gesamten Messeauftritt auslagern.

 

Es kann sinnvoll sein, nur einzelne Leistungen extern zu vergeben.

 

Zum Beispiel:

  • nur Aufbau
  •  

  • nur Abbau
  •  

  • Transport und Aufbau
  •  

  • Transport, Aufbau und Abbau
  •  

  • Lagerung, Transport und Aufbau
  •  

  • komplette Betreuung des vorhandenen Messebestands
  •  

 

Dadurch kann jedes Unternehmen den Umfang der externen Unterstützung an den tatsächlichen Bedarf anpassen.

 

21. Wann der Eigenaufbau weiterhin sinnvoll sein kann

 

Externe Unterstützung ist nicht bei jedem Messeauftritt notwendig.

 

Der Eigenaufbau kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn:

  • der Stand klein und einfach aufgebaut ist,
  •  

  • das System den eigenen Mitarbeitern vertraut ist,
  •  

  • ausreichend Zeit zur Verfügung steht,
  •  

  • das Unternehmen in der Nähe der Messe sitzt,
  •  

  • Transport und Lagerung bereits organisiert sind,
  •  

  • keine besonderen technischen Anforderungen bestehen.
  •  

 

In solchen Fällen kann der Eigenaufbau eine praktikable Lösung sein.

 

22. Wann externe Unterstützung besonders interessant wird

 

Eine externe Lösung kann insbesondere dann interessant werden, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten.

 

  • Der Messestand ist größer oder komplexer.
  •  

  • Die Aufbauzeit ist knapp.
  •  

  • Das eigene Team hat wenig Erfahrung.
  •  

  • Der Messeort liegt weit entfernt.
  •  

  • Der Stand wird mehrmals pro Jahr eingesetzt.
  •  

  • Transport und Aufbau müssen koordiniert werden.
  •  

  • Der Bestand wird extern gelagert.
  •  

  • Mehrere Messen finden kurz hintereinander statt.
  •  

  • Schwere oder empfindliche Bauteile müssen gehandhabt werden.
  •  

 

Je mehr dieser Punkte zusammenkommen, desto stärker verschiebt sich die Organisation von einem einzelnen Aufbau zu einem kompletten Messe-Logistikprozess.

 

23. Messeaufbau und Abbau gemeinsam planen

 

Wer einen Messestand aufbauen lässt, sollte den Abbau möglichst nicht erst nach der Veranstaltung betrachten.

 

Der gleiche Dienstleister oder ein abgestimmtes Team kann den Stand nach dem Messeauftritt wieder zurückbauen.

 

Das ist besonders praktisch, wenn:

  • der Stand anschließend eingelagert wird,
  •  

  • der Bestand zur nächsten Messe weitertransportiert wird,
  •  

  • der Stand wieder zum Unternehmensstandort gebracht wird.
  •  

 

Ein sinnvoller Gesamtprozess lautet dann:

 

Transport → Aufbau → Messe → Abbau → Rücktransport → Lagerung.

 

24. Messeaufbau als Teil einer zentralen Messeorganisation

 

Bei einzelnen Messeauftritten kann der Aufbau isoliert betrachtet werden.

 

Bei Unternehmen mit mehreren Veranstaltungen pro Jahr ist es sinnvoller, den gesamten Messebestand zu betrachten.

 

Dann stellen sich Fragen wie:

  • Wo befindet sich der Bestand?
  •  

  • Ist alles vollständig?
  •  

  • Welche Grafiken werden benötigt?
  •  

  • Wann muss der Bestand bereitgestellt werden?
  •  

  • Wie kommt er zur Messe?
  •  

  • Wer baut ihn auf?
  •  

  • Wer baut ihn wieder ab?
  •  

  • Wo wird er anschließend eingelagert?
  •  

 

Aus dem einzelnen Montageauftrag wird damit ein wiederkehrender Prozess rund um den vorhandenen Messebestand.

 

25. Was sollte vor dem externen Aufbau geklärt werden?

 

Vor der Beauftragung sollten Unternehmen möglichst genau festlegen, welche Leistungen benötigt werden.

 

Eine praktische Checkliste umfasst:

  • Wo findet die Messe statt?
  •  

  • Wann kann aufgebaut werden?
  •  

  • Wie groß ist der Messestand?
  •  

  • Welche Bauteile müssen montiert werden?
  •  

  • Wer stellt das Material bereit?
  •  

  • Wie kommt das Material zum Messegelände?
  •  

  • Wer übernimmt das Entladen?
  •  

  • Wer baut den Stand auf?
  •  

  • Wer montiert Grafiken?
  •  

  • Wer stellt Möbel und Technik auf?
  •  

  • Wer übernimmt die Übergabe?
  •  

  • Wer baut nach der Messe wieder ab?
  •  

  • Wohin geht der Messebestand anschließend?
  •  

 

26. Messevorgaben immer vorab prüfen

 

Ein wichtiger Punkt wird bei der Planung des Messeaufbaus häufig unterschätzt: Die Regeln sind nicht überall identisch.

 

Messegelände und Veranstaltungen können unterschiedliche Vorgaben für Aufbau, Abbau, Zufahrt, Standbau, technische Einrichtungen und Genehmigungen haben.

 

Die Messe Düsseldorf weist ausdrücklich darauf hin, dass für einzelne Messe- und Gastveranstaltungen Abweichungen von den allgemeinen Technischen Richtlinien und Bestellformularen gelten können.

 

Auch die Messe Frankfurt veröffentlicht neben den allgemeinen Technischen Richtlinien veranstaltungsspezifische Informationen.

 

Deshalb sollte ein externer Aufbaupartner immer wissen, für welche konkrete Veranstaltung der Stand aufgebaut wird.

 

27. Externe Unterstützung bei regelmäßigem Messebestand

 

Besonders interessant ist externe Unterstützung für Unternehmen, die bereits über einen eigenen Messebestand verfügen und diesen über mehrere Veranstaltungen hinweg nutzen.

 

Hier muss nicht jedes Mal ein neuer Messestand konzipiert oder gekauft werden.

 

Stattdessen kann der vorhandene Bestand systematisch eingesetzt werden.

 

Ein externer Partner kann dabei je nach Leistungsumfang unterstützen bei:

  • Bestandsübernahme
  •  

  • Inventarisierung
  •  

  • Lagerung
  •  

  • Kommissionierung
  •  

  • Transport
  •  

  • Aufbau
  •  

  • Abbau
  •  

  • Rücktransport
  •  

  • erneuter Einlagerung
  •  

 

Das ist insbesondere dann interessant, wenn der Messebestand nicht dauerhaft im Unternehmen verfügbar sein muss.

 

EINS PLUS: Vorhandenen Messebestand organisieren, transportieren und aufbauen

 

EINS PLUS Messe- & Kongress-Service richtet sich an Unternehmen, die ihren Messeauftritt organisieren möchten, ohne den vorhandenen Messebestand jedes Mal neu zusammenstellen zu müssen.

 

Dabei kann ein vorhandener Messestand beziehungsweise eine vorhandene Messeausstattung übernommen, erfasst und eingelagert werden. Vor einer Veranstaltung wird der benötigte Bestand vorbereitet und für den Transport bereitgestellt.

 

Am Veranstaltungsort kann die Unterstützung je nach Bedarf beim Transport, beim Aufbau und beim späteren Abbau ansetzen.

 

Das ist insbesondere für Unternehmen interessant, die bereits über einen eigenen Messebestand verfügen und diesen für mehrere Veranstaltungen einsetzen möchten.

 

Der Ansatz lautet dabei nicht: Für jede Messe einen neuen Messestand kaufen.

 

Sondern:

 

Vorhandenen Messebestand sinnvoll organisieren, mehrfach einsetzen und bei Bedarf professionell betreuen lassen.

 

Fazit: Wann lohnt es sich, einen Messestand aufbauen zu lassen?

 

Ob ein Messestand selbst aufgebaut oder extern montiert werden sollte, hängt vor allem von Größe, Komplexität, Zeitaufwand und organisatorischem Rahmen ab.

 

Bei kleinen und unkomplizierten mobilen Systemen kann der Eigenaufbau eine gute Lösung sein. Wenn jedoch größere Messestände, enge Aufbauzeiten, mehrere Veranstaltungen, weite Anfahrten, umfangreicher Messebestand oder zusätzliche Transport- und Lagerungsleistungen hinzukommen, kann externe Unterstützung den gesamten Ablauf deutlich strukturierter machen.

 

Wichtig ist dabei, den Messeaufbau nicht isoliert zu betrachten. In vielen Fällen gehört der Aufbau unmittelbar mit Transport, Abbau und Lagerung zusammen.

 

Gerade bei regelmäßig eingesetztem Messebestand kann deshalb ein durchgängiger Ablauf sinnvoll sein:

 

Bestand lagern → vorbereiten → transportieren → aufbauen → Messeauftritt → abbauen → zurücktransportieren → wieder einlagern.

 

Wer diese Schritte frühzeitig plant und die jeweiligen Messevorgaben berücksichtigt, kann den eigenen Messebestand auch über viele Veranstaltungen hinweg systematisch einsetzen.

 

Externe Unterstützung lohnt sich vor allem dann, wenn der Messeaufbau nicht mehr nur eine einfache Montage ist, sondern Teil einer wiederkehrenden Messe-Logistik wird.

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