Messestand lagern statt neu kaufen: Wann lohnt sich vorhandener Bestand?

Nach einer Messe entsteht häufig dieselbe Frage: Was passiert jetzt mit dem Messestand? Soll der vorhandene Bestand eingelagert und bei der nächsten Veranstaltung wieder eingesetzt werden – oder ist es sinnvoller, einen neuen Messestand zu kaufen?

 

Eine Neuanschaffung ist nicht automatisch die beste Lösung. Wenn der vorhandene Messestand technisch noch funktioniert, optisch zur Marke passt und sich für weitere Veranstaltungen einsetzen lässt, kann die weitere Nutzung eine sinnvolle Alternative sein. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bestand geprüft, ordentlich dokumentiert, fachgerecht gelagert und für den nächsten Einsatz vorbereitet wird.

 

Gerade Unternehmen mit mehreren Messeauftritten pro Jahr sollten deshalb nicht nur den nächsten Messetermin betrachten. Interessanter ist die Frage, wie der vorhandene Messebestand über mehrere Veranstaltungen hinweg genutzt werden kann.

 

Auch aus Sicht der Ressourcennutzung spricht einiges für Wiederverwendung. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) berücksichtigt bei nachhaltigen Messeständen ausdrücklich die Wiederverwendung von Bauteilen und Ausstattung sowie deren Dokumentation, Rückbau, Transport und Lagerung. Auch die Messe Düsseldorf empfiehlt wiederverwendbare Elemente und weist darauf hin, dass ein über mehrere Jahre eingesetzter Stand sowohl Ressourcen schonen als auch einen wiedererkennbaren Markenauftritt unterstützen kann.

 

Ein vorhandener Messestand ist nicht automatisch veraltet

 

Ein Messestand verliert nicht allein deshalb seinen Wert, weil er bereits auf einer oder mehreren Veranstaltungen eingesetzt wurde. Entscheidend ist vielmehr, in welchem Zustand sich die einzelnen Komponenten befinden und ob sie weiterhin zum geplanten Messeauftritt passen.

 

Bei der Bewertung sollte deshalb zwischen verschiedenen Bestandteilen unterschieden werden. Ein Unternehmen kann beispielsweise über ein Rahmensystem, Wandelemente, einen Counter, Möbel, Beleuchtung, Displays, Transportkisten und Grafiken verfügen. Nicht alle Komponenten müssen gleich alt sein und nicht alle müssen gleichzeitig ersetzt werden.

 

Häufig ist es sinnvoller, einen bestehenden Kernbestand weiterzuverwenden und nur einzelne Elemente anzupassen.

 

  • Grafiken können aktualisiert werden.
  •  

  • Beschädigte Komponenten können geprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.
  •  

  • Zusätzliche Möbel können für einzelne Veranstaltungen ergänzt werden.
  •  

  • Ein vorhandener Counter kann weiterhin eingesetzt werden.
  •  

  • Beleuchtung oder Medientechnik kann bei Bedarf angepasst werden.
  •  

  • Ein modulares System kann je nach Standfläche unterschiedlich zusammengestellt werden.
  •  

  • Transport- und Verpackungslösungen können für die weitere Nutzung optimiert werden.
  •  

 

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Wie alt ist unser Messestand?“ Sondern: „Welche Bestandteile können wir für unsere nächsten Veranstaltungen sinnvoll weiterverwenden?“

 

Wann lohnt es sich, einen Messestand weiter zu nutzen?

 

Ob sich die Lagerung eines vorhandenen Messestands lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Besonders relevant sind der Zustand des Materials, die geplante Nutzung, die Anzahl zukünftiger Veranstaltungen und der Aufwand für Lagerung und Vorbereitung.

 

Der Messestand ist technisch noch verwendbar

 

Der wichtigste Punkt ist der Zustand. Konstruktionen, Wandelemente, Möbel, Beleuchtung und andere Bestandteile sollten nach dem Abbau geprüft werden. Kleine Gebrauchsspuren sind nicht automatisch ein Grund für eine komplette Neuanschaffung.

 

Wichtiger ist, ob die Komponenten ihre Funktion weiterhin erfüllen und sicher eingesetzt werden können. Beschädigte oder fehlende Teile sollten dokumentiert und vor dem nächsten Messeauftritt geklärt werden.

 

Der Messestand passt weiterhin zur Marke

 

Auch ein technisch einwandfreier Messestand kann gestalterisch überholt sein. Deshalb sollte geprüft werden, ob Farben, Logos, Grafiken und Produktdarstellungen noch dem aktuellen Markenauftritt entsprechen.

 

Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der komplette Stand ersetzt werden muss. Gerade bei modularen Konzepten können einzelne Kommunikationsflächen oder Grafiken ausgetauscht werden, während die Grundstruktur erhalten bleibt.

 

Der Messestand wird regelmäßig eingesetzt

 

Je häufiger ein Bestand genutzt wird, desto wichtiger wird eine strukturierte Lager- und Serviceorganisation. Ein Unternehmen, das einmal alle drei Jahre ausstellt, hat andere Anforderungen als ein Unternehmen mit sechs oder zehn Veranstaltungen pro Jahr.

 

Bei wiederkehrenden Messeauftritten kann ein vorhandener Bestand zu einem festen Bestandteil der Messeorganisation werden. Nach jeder Veranstaltung wird der Stand zurückgeführt, geprüft, eingelagert und für den nächsten Termin bereitgestellt.

 

Der Messestand lässt sich an unterschiedliche Veranstaltungen anpassen

 

Besonders interessant sind Bestände, die nicht auf eine einzige Standfläche festgelegt sind. Wenn Elemente unterschiedlich kombiniert werden können, lässt sich derselbe Grundbestand unter Umständen für verschiedene Messegrößen und Veranstaltungsformate einsetzen.

 

Das kann beispielsweise bedeuten, dass bei einer größeren Messe zusätzliche Module eingesetzt werden, während bei einem kleineren Auftritt nur ein Teil des vorhandenen Bestands benötigt wird.

 

Wann ist ein Neukauf trotzdem sinnvoll?

 

Die weitere Nutzung eines vorhandenen Messestands ist kein Selbstzweck. Es gibt Situationen, in denen eine Neuplanung oder ein neuer Messestand sinnvoller sein kann.

 

Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn wesentliche Bestandteile beschädigt sind, das System nicht mehr zu den vorgesehenen Standflächen passt oder der Markenauftritt grundlegend verändert wurde.

 

Auch eine deutliche Veränderung der Messeziele kann eine neue Lösung erforderlich machen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise wesentlich mehr Produkte präsentieren, zusätzliche Besprechungsbereiche schaffen oder eine andere Besucherführung realisieren möchte, kann der vorhandene Bestand an seine Grenzen kommen.

 

Entscheidend ist deshalb eine nüchterne Bestandsprüfung statt der automatischen Entscheidung für oder gegen eine Neuanschaffung.

 

Was kostet die weitere Nutzung eines vorhandenen Messestands?

 

Die Kostenfrage wird häufig auf den Vergleich „Lagerung oder Neukauf“ reduziert. Für eine realistische Betrachtung müssen jedoch mehrere Faktoren berücksichtigt werden.

 

Bei einem vorhandenen Messestand können unter anderem folgende Aufwände entstehen:

 

  • Lagerung zwischen den Veranstaltungen
  •  

  • Abholung und Rücktransport
  •  

  • Bestandskontrolle
  •  

  • Reinigung und Vorbereitung
  •  

  • Reparatur einzelner Komponenten
  •  

  • Erneuerung von Grafiken
  •  

  • Ergänzung von Möbeln oder Ausstattung
  •  

  • Transport zur nächsten Veranstaltung
  •  

  • Aufbau und Montage
  •  

  • Abbau und Rückführung
  •  

 

Bei einem neuen Messestand kommen dagegen andere Kosten hinzu, beispielsweise Konzeption, Gestaltung, Fertigung, neue Materialien und die erstmalige Herstellung des gesamten Systems.

 

Welcher Weg wirtschaftlicher ist, hängt deshalb stark von der geplanten Nutzung ab. Gerade bei mehreren Veranstaltungen sollte nicht nur der einzelne Messeauftritt betrachtet werden, sondern der gesamte Nutzungszeitraum.

 

Ein Messestand kann über mehrere Veranstaltungen hinweg genutzt werden

 

Ein wesentlicher Vorteil vorhandener Messebestände liegt in der Möglichkeit der Mehrfachnutzung. Der Stand wird nicht nach einer Veranstaltung abgeschrieben, sondern bleibt Bestandteil der zukünftigen Messeplanung.

 

Das funktioniert besonders gut, wenn der Bestand aus langlebigen und wiederverwendbaren Elementen besteht. Die DGNB nennt die Wiederverwendung von Bauteilen und Ausstattung ausdrücklich als Bestandteil eines ressourcenschonenden Messestandkonzepts.

 

Auch die Messe Düsseldorf empfiehlt langlebige und wiederverwendbare Elemente und weist darauf hin, dass die Nutzung desselben Standes über mehrere Jahre die Wiedererkennbarkeit einer Marke unterstützen kann.

 

Für Unternehmen bedeutet das praktisch: Nicht jede Messe muss mit einem komplett neuen Stand beginnen.

 

Welche Bestandteile eines Messestands lassen sich besonders gut weiterverwenden?

 

Welche Komponenten weiterverwendet werden können, hängt vom jeweiligen System und Zustand ab. Typische Bestandteile eines Messebestands sind beispielsweise:

 

  • Wand- und Rahmenelemente
  •  

  • Messestandsysteme
  •  

  • Counter und Theken
  •  

  • Regale und Präsentationselemente
  •  

  • Tische und Stühle
  •  

  • Vitrinen
  •  

  • Beleuchtung
  •  

  • LED-Elemente und Displays
  •  

  • Prospektständer
  •  

  • Transportkisten
  •  

  • Roll-ups und mobile Displays
  •  

  • Grafik- und Präsentationssysteme
  •  

 

Gerade bei diesen Komponenten lohnt sich eine Bestandsaufnahme. Sie schafft Klarheit darüber, was tatsächlich vorhanden ist und in welchem Zustand sich die einzelnen Teile befinden.

 

Warum eine Bestandsaufnahme vor der Einlagerung wichtig ist

 

Ein Messestand, der einfach nach dem Abbau in irgendeinem Lager verschwindet, ist noch nicht gut organisiert. Wenn der Bestand mehrere Monate später wieder benötigt wird, muss klar sein, welche Komponenten vorhanden sind und wo sie sich befinden.

 

Eine strukturierte Inventarisierung kann deshalb ein wichtiger Bestandteil der Lagerung sein.

 

Dazu können beispielsweise folgende Informationen erfasst werden:

 

  • Bezeichnung der einzelnen Komponenten
  •  

  • Anzahl vorhandener Teile
  •  

  • Zustand der Komponenten
  •  

  • Verpackungsart
  •  

  • Lagerort
  •  

  • eventuelle Beschädigungen
  •  

  • fehlende Teile
  •  

  • zugehörige Grafiken
  •  

  • Hinweise für den nächsten Aufbau
  •  

 

Damit wird aus einem unübersichtlichen Bestand ein planbarer Messebestand.

 

Messestand lagern statt neu kaufen: Lagerung ist Teil der Wiederverwendung

 

Die Entscheidung für die Weiterverwendung eines Messestands funktioniert nur dann sinnvoll, wenn zwischen den Veranstaltungen eine geeignete Lagerlösung vorhanden ist.

 

Der Stand muss nicht nur irgendwo untergebracht werden. Er sollte so gelagert werden, dass die Komponenten beim nächsten Einsatz wieder verfügbar und möglichst problemlos einsetzbar sind.

 

Das betrifft insbesondere empfindliche Grafiken, Möbel, technische Komponenten und größere Konstruktionselemente. Auch die Verpackung spielt eine Rolle. Werden Komponenten unsortiert oder unzureichend geschützt gelagert, kann aus einer grundsätzlich sinnvollen Wiederverwendung schnell zusätzlicher Reparatur- oder Ersatzaufwand entstehen.

 

Die Lagerung sollte deshalb als Bestandteil des gesamten Messeprozesses betrachtet werden:

 

Abbau → Rücktransport → Kontrolle → Inventarisierung → Lagerung → Vorbereitung → Transport → Aufbau → Messe → Abbau

 

So entsteht ein wiederholbarer Ablauf, der insbesondere bei regelmäßigen Messeauftritten Vorteile bieten kann.

 

Warum der eigene Keller oder das Büro nicht immer die beste Lagerlösung ist

 

Viele Unternehmen beginnen mit einer einfachen Lösung: Der Messestand wird nach der Veranstaltung in einem Büro, Keller, Nebenraum oder Lagerbereich untergebracht.

 

Bei kleinen Beständen kann das funktionieren. Mit zunehmender Menge entstehen jedoch häufig praktische Probleme.

 

Der benötigte Platz steht im Unternehmen nicht mehr für andere Zwecke zur Verfügung. Komponenten werden verteilt gelagert. Mitarbeiter wissen nicht mehr genau, wo einzelne Teile liegen. Verpackungen fehlen. Bei der nächsten Messe beginnt die Suche nach dem Bestand erneut.

 

Hinzu kommt, dass die Lagerung nicht nur eine Platzfrage ist. Entscheidend sind auch Zugänglichkeit, Ordnung, Schutz und die Möglichkeit, den Bestand für den nächsten Einsatz zusammenzustellen.

 

Wann eine externe Lagerung sinnvoll sein kann

 

Eine externe Lagerlösung kann insbesondere dann interessant werden, wenn der Messebestand regelmäßig eingesetzt wird, im Unternehmen viel Platz benötigt oder intern niemand dauerhaft für die Organisation zuständig sein soll.

 

Ein externer Servicepartner kann dabei nicht nur Lagerfläche bereitstellen. Je nach Vereinbarung können auch weitere Aufgaben miteinander verbunden werden:

 

  • Übernahme des vorhandenen Messebestands
  •  

  • Bestandsaufnahme und Inventarisierung
  •  

  • Einlagerung
  •  

  • Vorbereitung für eine konkrete Veranstaltung
  •  

  • Abholung
  •  

  • Transport
  •  

  • Anlieferung
  •  

  • Aufbau und Montage
  •  

  • Abbau und Demontage
  •  

  • Rücktransport
  •  

  • erneute Einlagerung
  •  

 

Damit wird die Lagerung Teil eines umfassenderen Messe-Services und nicht zu einer isolierten Einzelleistung.

 

Vorhandenen Messestand prüfen: Diese Fragen sollten Unternehmen stellen

 

Bevor ein Unternehmen entscheidet, den bestehenden Messestand einzulagern oder neu anzuschaffen, lohnt sich eine einfache Bestandsprüfung.

 

1. Ist der Stand technisch noch nutzbar?

 

Sind Konstruktion, Verbindungen, Möbel, Beleuchtung und sonstige Komponenten in einem Zustand, der eine weitere Nutzung ermöglicht?

 

2. Passt der Stand noch zur aktuellen Marke?

 

Sind Logo, Farben, Botschaften und Grafiken noch aktuell? Wenn nicht, lässt sich möglicherweise nur die sichtbare Kommunikation erneuern.

 

3. Für welche Veranstaltungen soll der Bestand genutzt werden?

 

Welche Standgrößen, Formate und Veranstaltungsarten sind geplant? Ein Bestand kann für eine Veranstaltung geeignet sein und für eine andere angepasst werden müssen.

 

4. Wie häufig wird der Messestand eingesetzt?

 

Bei mehreren Veranstaltungen pro Jahr gewinnt eine organisierte Lager- und Transportlösung an Bedeutung.

 

5. Ist der Bestand vollständig?

 

Fehlen Schrauben, Verbindungsteile, Grafiken, Leuchten, Transportkisten oder andere Komponenten? Solche Lücken sollten vor dem nächsten Einsatz erkannt werden.

 

6. Wie wird der Messestand zwischen den Veranstaltungen gelagert?

 

Der Lagerort sollte zum Umfang und zur Beschaffenheit des Bestands passen. Eine professionelle Lagerung kann sinnvoll sein, wenn der Bestand im Unternehmen nicht mehr sinnvoll untergebracht werden kann.

 

7. Wer kümmert sich um den nächsten Einsatz?

 

Die Lagerung allein löst noch nicht die organisatorischen Aufgaben vor der nächsten Messe. Es sollte frühzeitig geklärt sein, wer Bestand, Transport, Anlieferung, Aufbau und Abbau koordiniert.

 

Grafiken müssen nicht das gesamte Standkonzept bestimmen

 

Ein häufiger Grund für einen vermeintlich veralteten Messestand sind nicht die Konstruktion oder Möbel, sondern die Grafiken.

 

Das kann bei der Bewertung des Bestands einen wichtigen Unterschied machen. Wenn die Grundstruktur weiterhin funktioniert, kann es möglich sein, lediglich einzelne Kommunikationsflächen zu aktualisieren.

 

Dadurch bleibt der physische Kern des Messestands erhalten, während der Auftritt für eine neue Veranstaltung oder Kampagne angepasst werden kann.

 

Welche Möglichkeiten bestehen, hängt vom jeweiligen System ab. Deshalb sollte vor einer Entscheidung geprüft werden, welche Flächen austauschbar sind und welche Komponenten dauerhaft mit einer bestimmten Gestaltung verbunden sind.

 

Ein vorhandener Messestand kann auch organisatorische Vorteile haben

 

Die Weiterverwendung eines vorhandenen Messestands ist nicht nur eine Frage von Material und Kosten. Sie kann auch die wiederkehrende Messeorganisation vereinfachen.

 

Wenn ein Unternehmen immer wieder mit denselben Grundelementen arbeitet, können Abläufe standardisiert werden. Transportkisten sind bekannt, Komponenten sind dokumentiert, Aufbauabläufe können wiederholt werden und die benötigte Ausstattung lässt sich schneller zusammenstellen.

 

Das ist besonders relevant für Unternehmen, die regelmäßig an unterschiedlichen Orten ausstellen. Statt bei jedem Termin einen kompletten Messeauftritt neu zu organisieren, kann auf einen vorhandenen Bestand zurückgegriffen werden.

 

Auch die DGNB nennt eine gute Dokumentation und früh abgestimmte Logistik als relevante Bestandteile eines nachhaltigen Messestandkonzepts.

 

Was Unternehmen bei der Lagerung nicht vergessen sollten

 

Wenn ein Messestand über längere Zeit eingelagert wird, sollte die Einlagerung nicht mit dem Abstellen der letzten Transportkiste beendet sein.

 

Vor der Einlagerung sollte beispielsweise geklärt werden:

 

  • Ist der Bestand vollständig?
  •  

  • Welche Komponenten sind beschädigt?
  •  

  • Welche Teile müssen repariert werden?
  •  

  • Welche Grafiken gehören zum Bestand?
  •  

  • Welche Teile werden gemeinsam transportiert?
  •  

  • Wie sind die Komponenten verpackt?
  •  

  • Ist der Bestand inventarisiert?
  •  

  • Welche Komponenten werden für die nächste Messe benötigt?
  •  

  • Wann muss der Bestand wieder bereitgestellt werden?
  •  

 

Je sauberer diese Informationen erfasst sind, desto einfacher wird die spätere Vorbereitung.

 

Messestand lagern statt neu kaufen: Nicht nur den Anschaffungspreis vergleichen

 

Eine Entscheidung für einen neuen Messestand sollte nicht ausschließlich deshalb getroffen werden, weil der vorhandene Bestand momentan unbequem zu lagern ist. Umgekehrt sollte ein alter Bestand nicht allein aus Prinzip weiterverwendet werden.

 

Sinnvoll ist eine Betrachtung des gesamten Prozesses.

 

Bei einem vorhandenen Bestand gehören dazu:

 

Lagerung + Vorbereitung + Transport + Aufbau + Nutzung + Abbau + Rücktransport + erneute Lagerung.

 

Bei einer Neuanschaffung kommen zusätzlich die Entwicklung und Herstellung des neuen Bestands hinzu.

 

Wenn der vorhandene Messestand noch mehrere Veranstaltungen sinnvoll abdecken kann, sollte deshalb geprüft werden, ob eine weitere Nutzung organisatorisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

 

Besonders interessant: ein vorhandener Messestand für mehrere Messen

 

Die Weiterverwendung wird besonders interessant, wenn nicht nur eine weitere Veranstaltung geplant ist, sondern eine ganze Messe-Saison.

 

Dann kann der vorhandene Bestand beispielsweise nacheinander für unterschiedliche Veranstaltungen eingesetzt werden. Zwischen den Terminen wird er zurückgeführt, geprüft und erneut bereitgestellt.

 

Je nach Standkonzept kann zusätzlich eine Anpassung an unterschiedliche Flächen erforderlich sein. Das sollte bereits bei der Planung der einzelnen Veranstaltungen berücksichtigt werden.

 

Der entscheidende Gedanke lautet:

 

Nicht jeder Messeauftritt braucht einen neuen Messestand. Entscheidend ist, ob der vorhandene Bestand für die geplante Nutzung weiterhin funktioniert.

 

Was EINS PLUS mit vorhandenem Messebestand macht

 

EINS PLUS setzt nicht voraus, dass Unternehmen einen neuen Messestand anschaffen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, was mit dem bereits vorhandenen Messebestand passieren soll.

 

Ein vorhandener Messestand kann übernommen, erfasst, gelagert und für weitere Veranstaltungen bereitgestellt werden. Je nach Bedarf können auch Transport, Anlieferung, Aufbau, Abbau und Rückführung organisiert werden.

 

Das ist insbesondere für Unternehmen interessant, die ihren Messebestand grundsätzlich weiterverwenden möchten, aber die organisatorischen Aufgaben nicht dauerhaft selbst übernehmen wollen.

 

Der Ansatz ist einfach: Sie besitzen den Messestand bereits. EINS PLUS kümmert sich um die Aufgaben, die zwischen den einzelnen Messeauftritten entstehen.

 

Für welche Unternehmen kann die Weiterverwendung besonders sinnvoll sein?

 

Die Lösung kann für unterschiedliche Unternehmenssituationen interessant sein.

 

Unternehmen mit mehreren Messeauftritten pro Jahr

 

Wer regelmäßig ausstellt, kann einen vorhandenen Bestand systematisch für mehrere Veranstaltungen nutzen.

 

Kleine und mittlere Unternehmen

 

Gerade wenn kein eigener Messebereich oder keine eigene Lagerfläche vorhanden ist, kann die externe Organisation von Lagerung und Messe-Service entlasten.

 

Unternehmen mit einem mobilen Messesystem

 

Mobile Systeme, Messewände, Counter und Displays können über mehrere Veranstaltungen hinweg eingesetzt werden, sofern sie technisch und optisch weiterhin passen.

 

Unternehmen mit gewachsenem Messebestand

 

Über die Jahre sammeln sich häufig unterschiedliche Komponenten an. Eine strukturierte Bestandsaufnahme kann zeigen, was weiterhin genutzt, ergänzt, repariert oder ersetzt werden sollte.

 

Unternehmen ohne eigene Lagerfläche

 

Wenn der Messebestand im Unternehmen Platz beansprucht, kann eine externe Lagerung eine organisatorische Alternative sein.

 

Vor der Entscheidung: Bestand prüfen statt vorschnell ersetzen

 

Die wichtigste Frage lautet nicht, ob ein neuer Messestand attraktiver wäre. Ein neuer Stand kann selbstverständlich neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die sinnvollere erste Frage ist jedoch, ob diese Investition überhaupt notwendig ist.

 

Prüfen Sie deshalb zunächst:

 

  • Welche Komponenten sind noch vorhanden?
  •  

  • In welchem Zustand befinden sie sich?
  •  

  • Welche Teile werden tatsächlich benötigt?
  •  

  • Welche Grafiken müssen aktualisiert werden?
  •  

  • Für welche Veranstaltungen kann der Bestand eingesetzt werden?
  •  

  • Welche Standgrößen lassen sich realisieren?
  •  

  • Wie wird der Bestand zwischen den Veranstaltungen gelagert?
  •  

  • Wer übernimmt Transport, Aufbau und Abbau?
  •  

 

Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, ob eine Weiterverwendung, eine Anpassung, eine Ergänzung oder eine komplette Neuanschaffung der richtige Weg ist.

 

Vorhandenen Messebestand als langfristige Ressource betrachten

 

Ein Messestand ist nicht zwangsläufig ein Produkt für eine einzige Veranstaltung. Je nach Konstruktion, Material und Nutzung kann er über mehrere Messeauftritte hinweg eingesetzt werden.

 

Die Wiederverwendung ist dabei nicht nur unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten interessant. Sie kann auch die Messeorganisation vereinfachen, wenn Bestand, Lagerung, Transport und Aufbau strukturiert organisiert werden.

 

Die aktuelle Entwicklung in der Messewirtschaft geht ebenfalls stärker in Richtung Wiederverwendung und systematisches Ressourcenmanagement. AUMA und fwd: haben 2026 einen Leitfaden veröffentlicht, der Vermeidung, Wiederverwendung und Rückführung von Materialien entlang von Planung, Beschaffung, Umsetzung und Rückbau behandelt.

 

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Der vorhandene Messebestand sollte nicht automatisch als überholt betrachtet werden. Er kann eine Ressource sein, die gepflegt, gelagert, angepasst und erneut eingesetzt wird.

 

Wenn Sie Ihren Messestand weiterverwenden möchten

 

Sie besitzen bereits einen Messestand oder umfangreichen Messebestand und möchten prüfen, ob sich eine weitere Nutzung lohnt? Dann beginnt der sinnvollste Schritt nicht mit einem Neukauf, sondern mit einer Bestandsaufnahme.

 

Welche Komponenten sind vorhanden? Was ist noch einsatzbereit? Was muss ergänzt oder repariert werden? Für welche Veranstaltungen wird der Bestand benötigt? Und wo soll er zwischen den Messeauftritten gelagert werden?

 

EINS PLUS kann Unternehmen dabei unterstützen, vorhandene Messebestände zu übernehmen, zu inventarisieren, einzulagern und für weitere Veranstaltungen bereitzustellen. Je nach Bedarf lassen sich auch Transport, Anlieferung, Aufbau, Abbau und Rücktransport in den Ablauf einbinden.

 

So muss die Entscheidung nicht automatisch zwischen „alten Messestand behalten“ und „neuen Messestand kaufen“ getroffen werden. Dazwischen liegt eine weitere Möglichkeit: den vorhandenen Bestand professionell organisieren und für die nächsten Messeauftritte weiter nutzen.

 

Der nächste Messeauftritt beginnt mit dem, was bereits vorhanden ist

 

Bevor ein vorhandener Messestand ersetzt wird, lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf seinen tatsächlichen Wert. Ein funktionierender Bestand, der für mehrere Veranstaltungen genutzt werden kann, muss nicht nach jedem Einsatz neu gedacht werden.

 

Mit einer sauberen Bestandsaufnahme, geeigneter Lagerung, rechtzeitiger Vorbereitung und einem klaren Ablauf kann aus einem bereits vorhandenen Messestand ein dauerhaft nutzbarer Messebestand werden.

 

Sie haben einen Messestand. Sie haben einen Messebestand. Sie haben eine Veranstaltung. EINS PLUS kümmert sich um das, was dazwischen passiert.

 

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