Welche Messeausstattung lohnt sich langfristig zu behalten?

Nach einer Messe stellt sich in vielen Unternehmen irgendwann dieselbe Frage: Was passiert eigentlich mit der vorhandenen Messeausstattung?

 

Der Messestand ist abgebaut, die Messe vorbei und die einzelnen Komponenten stehen wieder im Lager, in einem Nebenraum, in der Werkstatt oder irgendwo im Unternehmen. Manche Teile werden beim nächsten Auftritt wieder benötigt. Andere liegen seit Jahren ungenutzt herum. Dazu kommen Grafiken, Roll-ups, Counter, Möbel, Prospektständer, Beleuchtung, Transportkisten und weiteres Messe-Equipment.

 

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was haben wir? Sondern auch: Was davon lohnt sich, langfristig zu behalten?

 

Gerade Unternehmen mit mehreren Messeauftritten können von einem gut organisierten Messebestand profitieren. Wiederverwendbare Komponenten müssen nicht für jede Veranstaltung neu beschafft werden. Gleichzeitig ist es wenig sinnvoll, beschädigte, veraltete oder nicht mehr passende Ausstattung über Jahre zu lagern.

 

Eine regelmäßige Bestandsprüfung hilft deshalb dabei, den eigenen Messebestand übersichtlich zu halten, vorhandene Ausstattung sinnvoll weiterzuverwenden und unnötigen Lageraufwand zu vermeiden.

 

Was gehört überhaupt zur Messeausstattung?

 

Wenn Unternehmen über ihren Messebestand sprechen, denken sie häufig zuerst an den eigentlichen Messestand. Tatsächlich besteht die Ausstattung meist aus wesentlich mehr Einzelteilen.

 

Dazu können beispielsweise gehören:

 

  • Messewände und Systemwände
  • Aluminiumprofile und Verbindungselemente
  • Counter und Empfangstheken
  • Regale und Präsentationsmöbel
  • Tische und Stühle
  • Prospektständer
  • Roll-ups
  • Faltdisplays und Pop-up-Systeme
  • Grafiken und Druckelemente
  • Beleuchtung
  • Monitore und weitere Präsentationstechnik
  • Podeste und Bodenmodule
  • Transportkoffer und Transportboxen
  • Verpackungsmaterial
  • Dekorationselemente
  • Prospekte und weitere Informationsmaterialien

 

Welche Komponenten tatsächlich vorhanden sind, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Gerade deshalb lohnt es sich, den eigenen Messebestand nicht pauschal als „alten Messestand“ zu betrachten, sondern die einzelnen Bestandteile separat zu bewerten.

 

Warum sich die langfristige Nutzung von Messeausstattung lohnen kann

 

Viele Messekomponenten sind nicht für einen einzigen Veranstaltungstermin gedacht. Besonders modulare und robuste Bestandteile können über mehrere Messeauftritte hinweg eingesetzt werden.

 

Auch die Messewirtschaft beschäftigt sich zunehmend mit der Wiederverwendung von Materialien. Die Messe Düsseldorf empfiehlt beispielsweise, auf langlebige und wiederverwendbare Elemente zu achten und weist darauf hin, dass ein über mehrere Jahre genutzter Messestand sowohl ökologische als auch praktische Vorteile haben kann. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

 

Die Messe München empfiehlt ebenfalls, bei der Ausstattung Elemente und Möbel auszuwählen, die mehrfach genutzt werden können. Auch bei der Lagerung und Verpackung spielt die Wiederverwendbarkeit eine Rolle. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

 

Für Unternehmen bedeutet das vor allem: Nicht jede Veränderung des Messeauftritts erfordert einen komplett neuen Bestand.

 

Oft kann eine vorhandene Grundausstattung weiter genutzt und nur dort angepasst werden, wo sich Anforderungen, Produkte oder Markenauftritt verändert haben.

 

Welche Messeausstattung eignet sich besonders für die langfristige Nutzung?

 

Nicht jedes Teil des Messebestands hat dieselbe Lebensdauer oder denselben Wiederverwendungswert. Einige Komponenten lassen sich besonders einfach über mehrere Veranstaltungen hinweg einsetzen.

 

Modulare Messewände und Systemelemente

 

Modulare Wand- und Rahmensysteme gehören häufig zu den Bestandteilen, die sich langfristig nutzen lassen. Ihre Stärke liegt darin, dass einzelne Elemente kombiniert, verändert oder ergänzt werden können.

 

Das ist besonders interessant, wenn ein Unternehmen nicht bei jeder Messe exakt dieselbe Standfläche hat. Ein Bestand, der sich an unterschiedliche Flächen und Anforderungen anpassen lässt, kann über einen längeren Zeitraum genutzt werden.

 

Auch die DGNB nennt Wiederverwendung, modulare Bauweise und einen möglichst zerstörungsfreien Rückbau als relevante Aspekte für nachhaltige Messestände. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

 

Counter und Empfangstheken

 

Ein hochwertiger Counter kann bei vielen verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt werden. Solange Maße, Zustand und Gestaltung weiterhin zum Unternehmen passen, besteht häufig kein Grund, ihn nach wenigen Einsätzen auszutauschen.

 

Besonders praktisch sind neutrale oder zeitlose Counter, die nicht ausschließlich auf eine einzelne Veranstaltung oder Kampagne zugeschnitten sind.

 

Regale und Präsentationsmöbel

 

Regale, Ablagen und Präsentationsmöbel können ebenfalls langfristig interessant sein. Entscheidend ist, ob sie funktional noch passen und bei unterschiedlichen Standkonzepten eingesetzt werden können.

 

Ein Möbelstück, das ausschließlich für eine bestimmte Standgröße oder ein einmaliges Konzept entwickelt wurde, kann dagegen weniger flexibel sein.

 

Roll-ups und mobile Displays

 

Roll-ups, mobile Messewände und ähnliche Systeme können besonders dann lange genutzt werden, wenn ihre Gestaltung zeitlos ist und die Grafik ausgetauscht werden kann.

 

Ein System selbst kann noch vollkommen einsatzfähig sein, während die darauf angebrachte Botschaft bereits veraltet ist. In diesem Fall muss nicht automatisch das gesamte System ersetzt werden.

 

Transportkisten und Transportlösungen

 

Auch Transportkoffer, Boxen und andere Verpackungslösungen werden häufig unterschätzt. Sie gehören zwar nicht zur sichtbaren Gestaltung des Messestands, sind für den wiederkehrenden Einsatz jedoch wichtig.

 

Eine passende Transportlösung schützt den Bestand beim Transport und erleichtert gleichzeitig die strukturierte Lagerung zwischen den Veranstaltungen.

 

Grafiken sind anders zu bewerten als die eigentliche Standkonstruktion

 

Bei der Entscheidung, welche Messeausstattung langfristig behalten werden sollte, ist eine Unterscheidung besonders wichtig: Die technische oder konstruktive Basis eines Messestands kann weiterhin nutzbar sein, während einzelne Grafiken bereits nicht mehr aktuell sind.

 

Ein neues Produkt, eine veränderte Kampagne oder ein aktualisiertes Corporate Design bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass die gesamte Standkonstruktion ausgetauscht werden muss.

 

Wenn sich Grafiken austauschen lassen, kann ein Unternehmen die vorhandene Grundstruktur weiterverwenden und lediglich die kommunikativen Elemente aktualisieren.

 

Die Messe Düsseldorf empfiehlt ebenfalls, bei wiederverwendbaren Standkonzepten auf leicht austauschbare Elemente und auf eine Gestaltung ohne unnötige Datums- oder Jahresbezüge zu achten. :contentReference[oaicite:3]{index=3}

 

Welche Messeausstattung sollte kritisch geprüft werden?

 

Nicht alles, was sich noch im Unternehmen befindet, muss automatisch eingelagert werden.

 

Eine langfristige Lagerung ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine realistische Möglichkeit für einen weiteren Einsatz besteht. Bei jedem Bestandteil sollte deshalb geprüft werden, ob er tatsächlich noch einen praktischen Nutzen besitzt.

 

Kritisch prüfen sollten Sie beispielsweise:

 

  • beschädigte Bauteile
  • stark verschlissene Möbel
  • veraltete Grafiken
  • Materialien mit nicht mehr aktuellen Unternehmensdaten
  • Elemente für Produkte, die nicht mehr angeboten werden
  • nicht mehr passende technische Komponenten
  • Teile, deren Ersatz oder Reparatur unverhältnismäßig aufwendig wäre
  • Komponenten, für die es keine sinnvolle Verwendung mehr gibt

 

Der entscheidende Punkt ist dabei nicht das Alter allein.

 

Ein älteres System kann weiterhin sinnvoll sein, wenn es robust, vollständig und flexibel einsetzbar ist. Umgekehrt kann ein relativ neues Element wenig wertvoll für den weiteren Messebetrieb sein, wenn es nur für eine einmalige Kampagne entwickelt wurde.

 

Alter allein ist kein Grund, einen Messestand auszusortieren

 

Die Frage „Wie alt ist der Messestand?“ ist deshalb nur ein erster Anhaltspunkt.

 

Wichtiger sind Fragen wie:

 

  • Ist das Bauteil technisch noch einwandfrei?
  • Kann es weiterhin sicher eingesetzt werden?
  • Ist es vollständig?
  • Passt es zu aktuellen Standkonzepten?
  • Kann es mit anderen Komponenten kombiniert werden?
  • Lässt es sich bei Bedarf anpassen?
  • Gibt es in absehbarer Zeit einen weiteren Einsatz?
  • Ist eine Reparatur sinnvoll?
  • Ist Ersatz tatsächlich günstiger oder nur einfacher?

 

Eine solche Betrachtung verhindert, dass funktionsfähige Ausstattung vorschnell entsorgt wird.

 

Der Zustand entscheidet über den weiteren Einsatz

 

Vor einer erneuten Einlagerung sollte der Zustand des Bestands geprüft werden.

 

Dabei geht es nicht nur um sichtbare Beschädigungen. Auch Vollständigkeit, Funktion und Verpackung spielen eine Rolle.

 

Bei einem Systemstand können beispielsweise einzelne Verbinder fehlen. Bei einem Counter kann eine Oberfläche beschädigt sein. Bei einem Roll-up kann die Grafik verschlissen sein. Bei einem Transportkoffer können Rollen oder Verschlüsse nicht mehr funktionieren.

 

Solche Probleme fallen idealerweise nicht erst am Tag vor der nächsten Messe auf.

 

Eine Kontrolle nach dem Abbau schafft deshalb einen wichtigen Zeitvorteil. Bei professionell organisierten Lagerprozessen kann der Bestand beim Eingang geprüft, sortiert und bei Bedarf für einen späteren Einsatz vorbereitet werden. Solche Prozesse werden auch bei spezialisierten Messebau- und Lagerdienstleistern eingesetzt. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

 

Was sollte vor der Einlagerung dokumentiert werden?

 

Je länger ein Messebestand gelagert wird, desto wichtiger wird eine saubere Dokumentation.

 

Eine einfache Liste kann bereits einen großen Unterschied machen.

 

Für die einzelnen Bestandteile können beispielsweise folgende Informationen erfasst werden:

 

  • Bezeichnung
  • Anzahl
  • Abmessungen
  • Gewicht, soweit relevant
  • Zustand
  • Foto
  • Verpackung beziehungsweise Transportbehälter
  • zugehörige Bauteile
  • möglicher Verwendungszweck
  • aktueller Standort
  • Hinweis auf Reparaturbedarf

 

Eine solche Inventarisierung macht aus einer Ansammlung von Messematerial einen nachvollziehbaren Messebestand.

 

Warum eine Inventarliste bei mehreren Messeauftritten besonders wichtig ist

 

Für ein Unternehmen mit einem einzigen Messeauftritt pro Jahr kann die Verwaltung des Bestands relativ überschaubar sein.

 

Komplexer wird es, wenn derselbe Bestand für mehrere Veranstaltungen eingesetzt wird.

 

Dann muss bekannt sein, welche Komponenten vorhanden sind, welche Teile gerade eingesetzt werden, welche Grafiken zu welcher Veranstaltung gehören und was nach dem jeweiligen Abbau wieder ins Lager zurückkommt.

 

Eine strukturierte Bestandsverwaltung schafft hier die Grundlage für wiederkehrende Abläufe.

 

Ein Messestand muss nicht bei jeder Messe identisch aussehen

 

Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass ein vorhandener Messestand nur dann wiederverwendet werden kann, wenn er exakt so aufgebaut wird wie beim letzten Einsatz.

 

Gerade modulare Systeme können jedoch je nach Standfläche, Veranstaltung und Kommunikationsziel unterschiedlich zusammengestellt werden.

 

Eine kleine Standfläche benötigt möglicherweise nur einen Teil der vorhandenen Komponenten. Bei einer größeren Fläche können zusätzliche Elemente ergänzt werden.

 

Das macht den vorhandenen Messebestand besonders interessant für Unternehmen, die regelmäßig auf unterschiedlichen Veranstaltungen ausstellen.

 

Welche Ausstattung besonders wertvoll ist, wenn mehrere Messen geplant sind

 

Bei mehreren Veranstaltungen pro Jahr steigt der Wert einer flexiblen Grundausstattung.

 

Dazu gehören vor allem Elemente, die:

 

  • bei unterschiedlichen Standgrößen eingesetzt werden können
  • leicht transportierbar sind
  • sich wiederholt auf- und abbauen lassen
  • mit anderen Bestandteilen kombiniert werden können
  • bei Bedarf ergänzt werden können
  • mit wechselnden Grafiken funktionieren
  • eine neutrale oder langfristig passende Gestaltung besitzen

 

Genau diese Eigenschaften entscheiden häufig darüber, ob ein Messebestand über einen längeren Zeitraum praktisch nutzbar bleibt.

 

Messeausstattung behalten und gezielt ergänzen

 

Die Entscheidung muss nicht zwischen „alles behalten“ und „alles ersetzen“ getroffen werden.

 

Oft ist eine Kombination sinnvoll:

 

Die vorhandene Grundausstattung bleibt erhalten. Einzelne beschädigte oder nicht mehr passende Komponenten werden ersetzt. Neue Grafiken kommen hinzu. Zusätzliche Möbel werden für eine bestimmte Veranstaltung ergänzt. Nicht mehr benötigte Teile werden ausgesondert.

 

So kann ein Messebestand Schritt für Schritt weiterentwickelt werden, anstatt bei jedem neuen Konzept vollständig neu aufgebaut zu werden.

 

Auch aktuelle Empfehlungen zum Ressourcenmanagement in der Messewirtschaft setzen auf eine Reihenfolge aus Vermeidung, Wiederverwendung und erst danach Rückführung in Materialkreisläufe. Der 2026 veröffentlichte Leitfaden von AUMA und fwd: überträgt diese Prinzipien auf die Planung, Beschaffung, Umsetzung und den Rückbau von Messeauftritten. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

 

Wann sich das Aussondern von Messeausstattung lohnt

 

Eine regelmäßige Bestandsprüfung bedeutet auch, sich von Teilen zu trennen.

 

Das kann sinnvoll sein, wenn ein Bestandteil:

 

  • nicht mehr verwendet wird
  • nicht mehr zum aktuellen Markenauftritt passt
  • dauerhaft beschädigt ist
  • nicht mehr sicher eingesetzt werden kann
  • nur noch mit unverhältnismäßigem Aufwand nutzbar wäre
  • keinen realistischen Einsatz bei kommenden Veranstaltungen hat
  • durch modernere und flexiblere Komponenten ersetzt wurde

 

Gerade bei größeren Beständen kann das regelmäßige Ausmisten sinnvoll sein. Denn Lagerfläche ist nicht automatisch wertvoll, nur weil dort etwas steht.

 

Die entscheidende Frage lautet: Wird dieser Bestandteil voraussichtlich noch benötigt?

 

Zwischenlagerung ist nicht dasselbe wie langfristige Lagerung

 

Auch die geplante Lagerdauer sollte bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

 

Wenn eine Messeausstattung nur einige Wochen bis zur nächsten Veranstaltung benötigt wird, steht die schnelle Verfügbarkeit im Vordergrund.

 

Bei einer mehrjährigen Lagerung werden dagegen andere Fragen wichtiger:

 

  • Wie ist der Bestand verpackt?
  • Wie wird er vor äußeren Einflüssen geschützt?
  • Ist die Lagerung übersichtlich organisiert?
  • Kann der Bestand später eindeutig identifiziert werden?
  • Werden Zustand und Vollständigkeit dokumentiert?
  • Kann der Bestand bei Bedarf wieder zusammengestellt werden?

 

Je länger ein Bestand nicht eingesetzt wird, desto wichtiger ist eine strukturierte Lagerung.

 

Wenn der eigene Lagerplatz zum Problem wird

 

Viele Unternehmen lagern Messeausstattung dort, wo gerade Platz vorhanden ist: im Keller, in einem Abstellraum, in der Werkstatt oder in einem Teil des Büros.

 

Für kleine Mengen kann das funktionieren. Mit zunehmendem Messebestand wird es jedoch schwieriger, den Überblick zu behalten.

 

Dann können Fragen entstehen wie:

 

  • Wo befindet sich der Counter?
  • Welche Grafik gehört zu welchem System?
  • Sind alle Verbindungsteile vorhanden?
  • Wo sind die Transportkisten?
  • Welche Ausstattung wurde zuletzt eingesetzt?
  • Was muss vor der nächsten Messe vorbereitet werden?

 

Eine externe Lagerung kann in solchen Fällen eine Möglichkeit sein, den Bestand aus den betrieblichen Räumen auszulagern und gleichzeitig für spätere Veranstaltungen verfügbar zu halten.

 

Messeausstattung professionell lagern lassen

 

Wenn ein Unternehmen seinen Messebestand nicht selbst lagern möchte, kann ein externer Servicepartner verschiedene Aufgaben übernehmen.

 

Dazu können je nach Bedarf gehören:

 

  • Übernahme des vorhandenen Messebestands
  • Bestandsaufnahme und Inventarisierung
  • Einlagerung
  • Sortierung der Komponenten
  • Kontrolle auf Vollständigkeit und sichtbare Schäden
  • Vorbereitung für die nächste Veranstaltung
  • Zusammenstellung der benötigten Ausstattung
  • Transport zur Messe
  • Aufbau und Montage
  • Abbau und Demontage
  • Rücktransport
  • erneute Einlagerung

 

Damit wird aus der einmaligen Lagerung ein wiederkehrender Prozess.

 

Der eigentliche Wert liegt oft im wiederkehrenden Ablauf

 

Für Unternehmen mit mehreren Messeauftritten ist nicht nur die Frage wichtig, wo der Messestand gelagert wird.

 

Wichtiger ist häufig der gesamte Ablauf zwischen zwei Veranstaltungen.

 

Nach der ersten Messe wird der Bestand abgebaut und zurücktransportiert. Anschließend wird er geprüft, sortiert und eingelagert. Vor dem nächsten Termin werden die benötigten Komponenten wieder zusammengestellt. Danach folgen Transport, Anlieferung und Aufbau.

 

Nach dem nächsten Abbau beginnt der Ablauf erneut.

 

Genau hier kann ein organisierter Messe-Service einen praktischen Unterschied machen: Der vorhandene Bestand bleibt nicht einfach irgendwo liegen, sondern wird für den nächsten Einsatz vorbereitet und verwaltet.

 

So können Unternehmen ihren Messebestand sinnvoll bewerten

 

Eine einfache Bewertung in mehreren Schritten hilft dabei, Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus zu treffen.

 

1. Den gesamten Bestand erfassen

 

Listen Sie zunächst alles auf, was zum Messebestand gehört. Dazu gehören nicht nur Wände und Möbel, sondern auch Transportkisten, Grafiken, Beleuchtung, Zubehör und kleinere Komponenten.

 

2. Zustand prüfen

 

Dokumentieren Sie sichtbare Schäden, fehlende Komponenten und Reparaturbedarf.

 

3. Zukünftige Nutzung betrachten

 

Überlegen Sie, bei welchen kommenden Veranstaltungen die jeweiligen Bestandteile eingesetzt werden könnten.

 

4. Flexibilität bewerten

 

Kann das Element bei unterschiedlichen Standgrößen oder Veranstaltungsformaten verwendet werden? Je flexibler ein Bestandteil ist, desto interessanter kann die langfristige Nutzung sein.

 

5. Aktualisierungsbedarf prüfen

 

Fragen Sie sich, ob lediglich Grafiken oder einzelne Komponenten aktualisiert werden müssen oder ob die gesamte Ausstattung nicht mehr zum Unternehmen passt.

 

6. Lageraufwand berücksichtigen

 

Auch der benötigte Platz und der Aufwand für Verwaltung, Transport und Bereitstellung sollten berücksichtigt werden.

 

7. Bestand in Kategorien einteilen

 

Am Ende kann eine einfache Einteilung helfen:

 

  • weiterverwenden
  • reparieren
  • ergänzen
  • vorübergehend einlagern
  • langfristig einlagern
  • aussondern

 

Welche Rolle spielt die Lagerung für die langfristige Nutzung?

 

Ein Bestandteil kann grundsätzlich wiederverwendbar sein und trotzdem durch eine schlechte Lagerorganisation an praktischer Bedeutung verlieren.

 

Wenn Bauteile ungeordnet herumliegen, Verpackungen fehlen oder niemand weiß, welche Komponenten vorhanden sind, wird der nächste Messeauftritt unnötig kompliziert.

 

Eine strukturierte Lagerung sollte deshalb nicht nur Platz schaffen. Sie sollte den späteren Zugriff auf den Bestand erleichtern.

 

Die Messe München empfiehlt beispielsweise, Messeausstattung möglichst ortsnah und mit Blick auf Wiederverwendung zu lagern. :contentReference[oaicite:6]{index=6}

 

Für Unternehmen mit regelmäßig wechselnden Veranstaltungen kann darüber hinaus eine klare Zuordnung von Komponenten, Verpackungen und Inventardaten sinnvoll sein.

 

Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei der Entsorgung

 

Wenn Unternehmen überlegen, welche Messeausstattung langfristig behalten werden sollte, geht es nicht nur um Lagerkosten.

 

Auch die Frage, ob ein vorhandenes Element erneut eingesetzt werden kann, spielt eine Rolle.

 

Der aktuelle Leitfaden von AUMA und fwd: stellt genau diese Reihenfolge in den Mittelpunkt: Materialien möglichst vermeiden, geeignete Komponenten wiederverwenden und erst danach eine Rückführung in Materialkreisläufe prüfen. :contentReference[oaicite:7]{index=7}

 

Das bedeutet nicht, dass jedes alte Messebauteil aufbewahrt werden muss. Es bedeutet vielmehr, dass vor einer Entsorgung geprüft werden sollte, ob eine sinnvolle weitere Nutzung möglich ist.

 

Wann lohnt sich eine Bestandsübernahme durch einen externen Servicepartner?

 

Wenn ein Unternehmen zwar über einen brauchbaren Messebestand verfügt, diesen aber nicht selbst verwalten möchte, kann eine externe Bestandsübernahme sinnvoll sein.

 

Das ist beispielsweise interessant, wenn:

 

  • im Unternehmen kein geeigneter Lagerplatz vorhanden ist
  • mehrere Veranstaltungen pro Jahr stattfinden
  • unterschiedliche Mitarbeiter für die Messeorganisation zuständig sind
  • der Bestand über mehrere Standorte verteilt ist
  • niemand den vollständigen Überblick über die Ausstattung hat
  • Transport und Aufbau regelmäßig extern organisiert werden müssen
  • der vorhandene Bestand weiterhin genutzt werden soll

 

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, Lagerung, Vorbereitung, Transport und Montage nicht als voneinander getrennte Einzelaufgaben zu betrachten.

 

EINS PLUS: vorhandene Messeausstattung weiter nutzen

 

Ein vorhandener Messestand muss nicht automatisch ersetzt werden, nur weil sich die Anforderungen an den nächsten Messeauftritt verändern.

 

EINS PLUS setzt deshalb nicht ausschließlich beim Neukauf eines Messestands an. Der vorhandene Messebestand kann Ausgangspunkt für den nächsten Einsatz sein.

 

Je nach Bestand und Anforderung kann EINS PLUS beispielsweise die Übernahme, Bestandsaufnahme, Lagerung, Vorbereitung, den Transport sowie Aufbau und Abbau organisieren.

 

Das ist besonders interessant für Unternehmen, die bereits über Messewände, Counter, Roll-ups, Displays, Möbel oder andere Messeausstattung verfügen und diese bei weiteren Veranstaltungen einsetzen möchten.

 

Der entscheidende Gedanke lautet dabei nicht: „Was müssen wir für die nächste Messe neu kaufen?“

 

Sondern zunächst: „Was haben wir bereits und wie können wir es sinnvoll weiterverwenden?“

 

Von der vorhandenen Ausstattung zum organisierten Messebestand

 

Ein gut genutzter Messebestand ist mehr als eine Sammlung von Messewänden, Möbeln und Zubehör.

 

Er ist eine wiederverwendbare Grundlage für mehrere Veranstaltungen.

 

Damit das funktioniert, müssen Unternehmen wissen, welche Komponenten vorhanden sind, in welchem Zustand sie sich befinden, wo sie gelagert werden und für welche Veranstaltungen sie eingesetzt werden können.

 

Besonders bei regelmäßigen Messeauftritten lohnt es sich deshalb, die Messeausstattung nicht nach jeder Veranstaltung neu zu betrachten. Sinnvoller ist ein kontinuierlicher Prozess aus Nutzung, Kontrolle, Vorbereitung, Lagerung, Transport und erneutem Einsatz.

 

So kann aus vorhandenem Messe-Equipment ein Bestand werden, der über mehrere Messeauftritte hinweg eingesetzt und bei Bedarf gezielt ergänzt wird.

 

Die wichtigsten Fragen zur langfristigen Messeausstattung

 

Welche Messeausstattung sollte man behalten?

 

Vor allem robuste, funktionsfähige und flexibel einsetzbare Komponenten können für mehrere Veranstaltungen interessant sein. Dazu gehören beispielsweise modulare Wandsysteme, Counter, Möbel, Transportlösungen und austauschbare Präsentationselemente.

 

Muss ein alter Messestand immer entsorgt werden?

 

Nein. Das Alter allein entscheidet nicht über die weitere Nutzung. Zustand, Funktion, Vollständigkeit, Anpassbarkeit und zukünftiger Einsatz sind entscheidender.

 

Kann man nur einzelne Teile eines Messestands weiterverwenden?

 

Ja. Ein Messebestand muss nicht zwingend als vollständiges Set betrachtet werden. Einzelne Wände, Counter, Möbel, Displays oder Transportlösungen können weiterhin sinnvoll sein.

 

Was macht man mit veralteten Grafiken?

 

Wenn das zugrunde liegende System weiterhin nutzbar ist, kann je nach Ausführung ein Austausch der Grafik sinnvoller sein als der Ersatz des gesamten Systems.

 

Wann sollte Messeausstattung ausgesondert werden?

 

Wenn sie dauerhaft beschädigt, nicht mehr sicher nutzbar, nicht mehr passend oder absehbar nicht mehr benötigt wird, sollte eine Aussonderung geprüft werden.

 

Kann man vorhandene Messeausstattung extern lagern lassen?

 

Ja. Unternehmen können ihren Messebestand bei einem spezialisierten Servicepartner einlagern lassen und je nach Bedarf auch Vorbereitung, Transport, Aufbau und Abbau organisieren lassen.

 

Entscheidend ist nicht, wie viel Messeausstattung Sie besitzen

 

Ein großer Messebestand ist nicht automatisch ein guter Messebestand.

 

Entscheidend ist, ob die vorhandenen Komponenten tatsächlich genutzt werden können, ob sie bekannt und verfügbar sind und ob sie sinnvoll in kommende Messeauftritte integriert werden können.

 

Unternehmen sollten deshalb regelmäßig prüfen, was weiterhin gebraucht wird, was repariert oder ergänzt werden sollte und was nicht mehr benötigt wird.

 

Wenn ein vorhandener Bestand sinnvoll organisiert ist, kann daraus eine dauerhafte Grundlage für wiederkehrende Messeauftritte entstehen.

 

Sie haben bereits Messeausstattung, möchten diese aber nicht selbst lagern und für jede Veranstaltung neu organisieren?

 

EINS PLUS kann vorhandene Messebestände übernehmen und je nach Bedarf Lagerung, Vorbereitung, Transport, Aufbau, Abbau und Rücktransport organisieren. So bleibt Ihr vorhandener Messebestand für weitere Veranstaltungen nutzbar – ohne dass Sie sich um jede einzelne Aufgabe selbst kümmern müssen.

 

Sie haben einen Messebestand. Wir kümmern uns um das, was dazwischen passiert.

 

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