Messestand richtig lagern: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Ein Messestand endet nicht mit dem Abbau in der Messehalle. Wenn der nächste Messeauftritt erst in einigen Wochen oder Monaten stattfindet, beginnt eine andere wichtige Phase: die Lagerung.

 

Wer einen Messestand richtig lagern möchte, muss mehr berücksichtigen als die Frage, wo ausreichend Platz vorhanden ist. Ein Messestand besteht häufig aus unterschiedlichen Materialien und Komponenten: Wandsystemen, Profilen, Grafiken, Textilien, Möbeln, Countern, Beleuchtung, Technik, Verpackungen und weiterem Messe-Equipment. Diese Bestandteile haben unterschiedliche Anforderungen an Schutz, Verpackung, Ordnung und Zugänglichkeit.

 

Eine ungeeignete Lagerung kann dazu führen, dass Komponenten verschmutzen, beschädigt werden, sich verziehen oder beim nächsten Einsatz nicht mehr vollständig zur Verfügung stehen. Auch ein organisatorisches Problem kann entstehen: Wenn niemand genau weiß, was eingelagert wurde und wo sich die einzelnen Komponenten befinden, wird aus einem vorhandenen Messestand schnell ein unübersichtlicher Bestand.

 

Die gute Nachricht: Viele typische Fehler lassen sich vermeiden, wenn der Messebestand nach dem Abbau systematisch geprüft, dokumentiert, verpackt und eingelagert wird.

 

Was bedeutet es eigentlich, einen Messestand richtig zu lagern?

 

Ein Messestand ist kein einzelner Gegenstand, den man einfach irgendwo abstellt. Er besteht aus vielen Einzelteilen, die später wieder zusammenpassen müssen.

 

Richtig lagern bedeutet deshalb, den gesamten Bestand so aufzubewahren, dass er bis zum nächsten Einsatz geschützt, auffindbar und möglichst ohne unnötige Nacharbeit wieder verwendbar ist.

 

Dazu gehören insbesondere vier Bereiche:

 

  • Schutz vor Beschädigung, Verschmutzung und ungeeigneten Lagerbedingungen
  • geeignete Verpackung und sichere Aufbewahrung der einzelnen Komponenten
  • übersichtliche Dokumentation und Inventarisierung
  • eine Lagerorganisation, die den späteren Zugriff und den nächsten Messeauftritt berücksichtigt

 

Eine professionelle Lagerung betrachtet deshalb nicht nur den Lagerplatz selbst. Entscheidend ist die gesamte Kette aus Abbau, Prüfung, Verpackung, Transport, Lagerung, Vorbereitung und erneutem Einsatz.

 

Fehler 1: Den Messestand direkt nach dem Abbau einfach einlagern

 

Ein häufiger Fehler besteht darin, den Messestand nach dem Abbau möglichst schnell aus der Messehalle zu bekommen und anschließend ohne weitere Prüfung einzulagern.

 

Gerade nach einer Messe sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass sich alle Komponenten automatisch in demselben Zustand befinden wie vor dem Aufbau.

 

Während Auf- und Abbau, Transport und Messebetrieb können Verschmutzungen, kleinere Beschädigungen oder fehlende Komponenten entstehen. Werden solche Punkte erst Monate später beim nächsten Messeauftritt festgestellt, bleibt häufig nur eine kurzfristige Reparatur, Nachbestellung oder Ersatzbeschaffung.

 

Sinnvoller ist eine kurze Prüfung direkt nach dem Rücklauf.

 

Was sollte nach dem Messeabbau geprüft werden?

 

  • Sind alle Standbauteile zurückgekommen?
  • Sind Wände, Profile und Konstruktionselemente unbeschädigt?
  • Sind Grafiken und Drucke vollständig?
  • Sind Möbel und Counter vollständig?
  • Sind Beleuchtung und technische Komponenten vorhanden?
  • Sind Transportkisten, Taschen oder Verpackungen beschädigt?
  • Gibt es sichtbare Verschmutzungen?
  • Fehlen Kleinteile, Verbindungselemente oder Montagezubehör?

 

Eine solche Eingangskontrolle muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist vor allem, dass sie überhaupt stattfindet und das Ergebnis dokumentiert wird.

 

Fehler 2: Den Messestand ungeschützt lagern

 

Ein Messestand sollte nicht einfach offen in einer Garage, einem Keller, einer Lagerhalle oder einem Abstellraum stehen. Je nach Material können Feuchtigkeit, Staub, direkte Sonneneinstrahlung, Temperaturschwankungen und mechanische Belastungen problematisch sein.

 

Besonders wichtig ist dabei, dass nicht alle Bestandteile eines Messestands gleich empfindlich sind. Ein Aluminiumprofil reagiert anders auf die Lagerbedingungen als eine bedruckte Textilgrafik. Elektronische Komponenten wiederum haben andere Anforderungen als Möbel oder Holzbauteile.

 

Herstellerangaben für einzelne Produkte oder technische Komponenten sollten deshalb immer berücksichtigt werden. Allgemeingültige Lagerbedingungen lassen sich nicht für jeden Bestandteil eines Messestands festlegen.

 

Technische Richtlinien von Messeveranstaltern zeigen außerdem, dass je nach Veranstaltung unterschiedliche Anforderungen und Vorgaben gelten können. Diese beziehen sich zwar in erster Linie auf den Messebetrieb und den Standbau, verdeutlichen aber einen wichtigen Punkt: Messeprojekte bestehen aus konkreten technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die nicht einfach pauschal übertragen werden sollten.

 

Fehler 3: Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen unterschätzen

 

Feuchtigkeit gehört zu den Faktoren, die bei der Lagerung von Messe-Equipment besonders aufmerksam betrachtet werden sollten.

 

Ein Messestand kann verschiedene Materialien kombinieren. Dazu gehören beispielsweise Holzwerkstoffe, Textilien, bedruckte Oberflächen, Kartonagen, Metalle und elektronische Komponenten. Feuchtigkeit oder starke klimatische Veränderungen können je nach Material unterschiedliche Auswirkungen haben.

 

Deshalb sollte ein Lagerraum trocken und für den jeweiligen Bestand geeignet sein. Bei empfindlichen Komponenten sind die Herstellerangaben besonders wichtig.

 

Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Sie kann insbesondere bei Grafiken, Textilien und anderen sichtbaren Oberflächen langfristig zu Veränderungen führen.

 

Der klassische Keller oder eine unbeheizte Garage ist deshalb nicht automatisch ein geeigneter Lagerort. Entscheidend ist nicht nur die vorhandene Fläche, sondern auch deren tatsächliche Eignung für den konkreten Messebestand.

 

Fehler 4: Grafiken und Drucke nicht gesondert behandeln

 

Grafiken gehören häufig zu den empfindlicheren Bestandteilen eines Messestands. Sie können aus unterschiedlichen Materialien bestehen und benötigen je nach Ausführung eine geeignete Aufbewahrung.

 

Ein häufiger Fehler ist, bedruckte Elemente zusammen mit schweren Bauteilen oder Werkzeugen zu lagern. Dadurch können Knicke, Druckstellen oder andere Beschädigungen entstehen.

 

Grafiken sollten deshalb so verpackt und gelagert werden, dass sie nicht unnötig mechanisch belastet werden. Dabei sind auch die jeweiligen Hersteller- oder Materialempfehlungen zu beachten.

 

Besonders bei einem Messestand, der über mehrere Jahre und bei verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt werden soll, lohnt sich eine klare Trennung zwischen Konstruktion, Grafik, Technik, Möbeln und weiterem Zubehör.

 

Fehler 5: Den Messestand ohne System verpacken

 

Eine gute Verpackung schützt nicht nur vor Beschädigung. Sie erleichtert später auch Transport, Lagerung und Aufbau.

 

Problematisch wird es, wenn unterschiedliche Bauteile ohne erkennbare Struktur in Kartons, Taschen oder Kisten gelegt werden. Beim nächsten Messeauftritt beginnt dann die Suche nach den richtigen Komponenten.

 

Eine strukturierte Verpackung kann beispielsweise nach Baugruppen oder Verwendungsbereichen erfolgen:

 

  • Wandsystem und Profile
  • Grafiken und Textilien
  • Counter und Möbel
  • Beleuchtung
  • Technik
  • Montagezubehör
  • Kleinteile
  • Marketing- und Präsentationsmaterial

 

Professionelle Messe-Logistik verbindet Verpackung, Transport und Lagerung deshalb möglichst eng miteinander. Die Verpackung sollte nicht nur für den einmaligen Rücktransport funktionieren, sondern auch für die spätere Wiederverwendung geeignet sein.

 

Fehler 6: Keine Inventarliste führen

 

Einer der häufigsten organisatorischen Fehler bei der Lagerung eines Messestands ist das fehlende Inventar.

 

Nach mehreren Messeauftritten kann sich der Bestand verändern. Ein Teil wird beschädigt, eine Grafik wird ausgetauscht, ein Counter kommt hinzu oder ein Möbelstück wird für eine andere Veranstaltung verwendet.

 

Ohne Dokumentation entsteht schnell die Frage:

 

Was befindet sich eigentlich noch im Bestand?

 

Eine einfache Inventarliste kann hier bereits einen großen Unterschied machen.

 

Was sollte eine Inventarliste enthalten?

 

  • Bezeichnung des Bauteils
  • Anzahl
  • gegebenenfalls Artikel- oder Inventarnummer
  • Verpackungseinheit
  • Lagerort
  • Zustand
  • gegebenenfalls Foto
  • Hinweis auf Reparatur oder Austausch

 

Bei umfangreicheren Beständen kann eine digitale Bestandsverwaltung sinnvoll sein. Professionelle Lagerkonzepte für Messe-Equipment kombinieren beispielsweise Inventarisierung, Warenprüfung und logistische Vorbereitung.

 

Fehler 7: Keine Fotos vom eingelagerten Bestand machen

 

Eine Inventarliste ist hilfreich. Fotos machen sie häufig noch praktischer.

 

Ein Foto kann dokumentieren, wie eine Verpackung aufgebaut ist, welche Komponenten zusammengehören oder wie ein bestimmtes Bauteil aussieht.

 

Das ist besonders hilfreich, wenn der Messestand nicht nur einmal pro Jahr, sondern mehrfach eingesetzt wird und unterschiedliche Personen mit der Organisation beschäftigt sind.

 

Fotos können beispielsweise bei folgenden Bestandteilen sinnvoll sein:

 

  • komplexen Verpackungseinheiten
  • speziellen Montagekomponenten
  • Grafiksets
  • Technik
  • Beleuchtung
  • individuellen Möbeln
  • Sonderbauteilen

 

So wird aus einer reinen Lagerung zunehmend ein organisierter Messebestand.

 

Fehler 8: Kleine Teile getrennt vom eigentlichen Messestand lagern

 

Ein Messestand kann nur dann wieder aufgebaut werden, wenn die dafür benötigten Komponenten vorhanden sind.

 

Das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber schnell zum Problem. Gerade kleine Teile verschwinden gerne in unterschiedlichen Schubladen, Werkzeugkoffern oder Abstellräumen.

 

Verbindungselemente, Adapter, Halterungen, Kabel, Werkzeug oder Montagezubehör sind für den nächsten Aufbau möglicherweise genauso wichtig wie die großen Standbauteile.

 

Deshalb sollte bereits bei der Einlagerung geklärt werden, welche Kleinteile zum jeweiligen Messestand gehören und wo sie aufbewahrt werden.

 

Fehler 9: Reparaturbedarf erst kurz vor der nächsten Messe feststellen

 

Ein Messestand sollte nicht erst am Tag vor dem nächsten Transport kontrolliert werden.

 

Wenn beim Rücklauf nach der Messe ein beschädigtes Bauteil festgestellt wird, sollte dieser Zustand dokumentiert werden. So bleibt ausreichend Zeit, eine Reparatur, Reinigung, Ergänzung oder Ersatzbeschaffung zu organisieren.

 

Das ist besonders wichtig bei wiederkehrenden Messeauftritten. Wer seinen Bestand regelmäßig verwendet, sollte nicht nur lagern, sondern den Zustand des Materials zwischen den Veranstaltungen im Blick behalten.

 

Eine einfache Zustandsprüfung kann beispielsweise klären:

 

  • Was ist direkt wieder einsatzbereit?
  • Was muss gereinigt werden?
  • Was muss repariert werden?
  • Welche Grafiken müssen ersetzt werden?
  • Welche Komponenten fehlen?
  • Welche Teile sollten vor dem nächsten Einsatz ergänzt werden?

 

So wird die Lagerung zu einem Teil der Vorbereitung für den nächsten Messeauftritt.

 

Fehler 10: Den benötigten Lagerplatz falsch einschätzen

 

Ein weiterer Fehler ist die reine Betrachtung der Standfläche.

 

Ein Messestand mit beispielsweise 3 x 3 Metern Standfläche benötigt nicht automatisch 9 Quadratmeter Lagerfläche. Für die Lagerung zählt nicht die Fläche des aufgebauten Messestands, sondern das Volumen seiner zerlegten und verpackten Komponenten.

 

Profile, Wände, Möbel, Counter, Grafiken, Technik und Verpackungen können unterschiedliche Abmessungen haben. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, wie die einzelnen Einheiten gelagert werden können und wie gut sie später zugänglich sein sollen.

 

Eine genaue Lagerflächenplanung sollte deshalb auf dem tatsächlichen Bestand basieren und nicht allein auf der Größe des Messestands im aufgebauten Zustand.

 

Fehler 11: Den Zugang zum Messebestand nicht berücksichtigen

 

Ein Lager kann ausreichend groß sein und trotzdem schlecht organisiert sein.

 

Das passiert beispielsweise, wenn häufig benötigte Komponenten ganz hinten stehen oder verschiedene Kunden- beziehungsweise Projektbestände nicht eindeutig voneinander getrennt sind.

 

Bei Messe-Equipment ist deshalb nicht nur die Lagerkapazität entscheidend. Auch die spätere Bereitstellung gehört zur Organisation.

 

Wenn ein Unternehmen seinen Messestand regelmäßig benötigt, sollte möglichst früh klar sein, welche Komponenten für die nächste Veranstaltung benötigt werden. So kann der Bestand rechtzeitig zusammengestellt, geprüft, ergänzt und für den Transport vorbereitet werden.

 

Fehler 12: Lagerung, Transport und Aufbau getrennt betrachten

 

Ein Messestand durchläuft zwischen zwei Veranstaltungen mehrere Stationen:

 

Abbau → Rücktransport → Prüfung → Lagerung → Vorbereitung → Transport → Anlieferung → Aufbau.

 

Wenn jeder dieser Schritte unabhängig organisiert wird, entstehen zusätzliche Übergaben und damit zusätzliche Möglichkeiten für Fehler.

 

Gerade bei wiederkehrenden Messeauftritten kann es sinnvoll sein, Lagerung und Logistik gemeinsam zu betrachten. Professionelle Messe-Lagerkonzepte verbinden die Einlagerung deshalb häufig mit Warenprüfung, Verpackung, Transport und Bereitstellung für den nächsten Einsatz.

 

Für das ausstellende Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Der eigene Bestand muss nicht jedes Mal neu zusammengesucht und organisiert werden.

 

Fehler 13: Den Messebestand mit normalen Lagerbeständen vermischen

 

Ein Messestand sollte eindeutig als eigener Bestand erkennbar sein.

 

Wenn Messewände, Roll-ups, Grafiken, Möbel und Technik gemeinsam mit anderen Unternehmensmaterialien gelagert werden, steigt das Risiko, dass Komponenten später fehlen oder versehentlich anderweitig verwendet werden.

 

Eine klare Zuordnung ist besonders wichtig, wenn mehrere Veranstaltungen mit unterschiedlichen Anforderungen parallel geplant werden.

 

Hilfreich sind beispielsweise:

 

  • eindeutige Inventarnummern
  • Projekt- oder Kundenkennzeichnungen
  • beschriftete Verpackungen
  • feste Lagerbereiche
  • digitale Inventarlisten
  • Fotos der Verpackungseinheiten

 

Fehler 14: Den Messestand zu lange unangetastet lassen

 

Eine Einlagerung bedeutet nicht, dass der Bestand für Jahre vergessen werden sollte.

 

Wenn ein Messestand über längere Zeit nicht verwendet wird, kann eine regelmäßige Bestandsprüfung sinnvoll sein. Dabei kann festgestellt werden, ob sich der Zustand verändert hat, ob Komponenten fehlen oder ob einzelne Elemente inzwischen nicht mehr zum geplanten Einsatz passen.

 

Das gilt insbesondere dann, wenn sich das Unternehmen, die Marke oder das Produktportfolio verändert hat.

 

Eine alte Grafik kann technisch noch einwandfrei sein und trotzdem nicht mehr zur aktuellen Kommunikation passen. Ein vorhandener Messestand kann weiterhin nutzbar sein, während einzelne Elemente ergänzt oder ausgetauscht werden müssen.

 

Fehler 15: Vor dem nächsten Messeauftritt keine Bestandsprüfung durchführen

 

Die letzte Prüfung sollte nicht erst beim Aufbau in der Messehalle stattfinden.

 

Idealerweise wird der Bestand bereits vor dem Versand beziehungsweise Transport für die nächste Veranstaltung zusammengestellt und kontrolliert.

 

Eine sinnvolle Prüfung vor dem nächsten Einsatz

 

  • Ist der komplette Messestand vorhanden?
  • Sind die richtigen Grafiken vorhanden?
  • Sind alle Möbel und Ausstattungselemente eingeplant?
  • Ist die Technik vollständig?
  • Ist Montagezubehör vorhanden?
  • Sind die Verpackungen transportfähig?
  • Gibt es Beschädigungen?
  • Entsprechen die Komponenten den Anforderungen der Veranstaltung?
  • Ist der Transporttermin geklärt?
  • Sind Anlieferung, Aufbau und Abbau organisiert?

 

Damit wird die Lagerung zu einem aktiven Bestandteil der Messeorganisation und nicht lediglich zu einer Zwischenstation.

 

Was sollte ein guter Lagerprozess für einen Messestand enthalten?

 

Ein sinnvoller Ablauf beginnt bereits beim Rücklauf nach der Messe.

 

1. Rücknahme des Messebestands

 

Nach dem Abbau wird das gesamte Material übernommen und für den Rücktransport vorbereitet.

 

2. Prüfung des Materials

 

Die Komponenten werden auf Vollständigkeit, Verschmutzung und sichtbare Beschädigungen geprüft.

 

3. Reinigung und Instandhaltung

 

Je nach Zustand können Reinigung, kleinere Reparaturen oder der Austausch einzelner Komponenten erforderlich sein.

 

4. Strukturierte Verpackung

 

Die Komponenten werden so verpackt, dass sie geschützt und für einen späteren Transport beziehungsweise Aufbau geeignet sind.

 

5. Inventarisierung

 

Der Bestand wird dokumentiert und eindeutig zugeordnet.

 

6. Einlagerung

 

Das Messe-Equipment wird unter geeigneten Bedingungen und möglichst so eingelagert, dass der spätere Zugriff organisiert erfolgen kann.

 

7. Vorbereitung des nächsten Einsatzes

 

Vor der nächsten Messe wird der benötigte Bestand zusammengestellt, geprüft und für Transport und Aufbau bereitgestellt.

 

Dieser Ablauf entspricht der grundsätzlichen Logik professioneller Messe-Lagerung: Schutz, Ordnung, Bestandskontrolle und Wiederverwendbarkeit gehören zusammen.

 

Messestand richtig lagern: Was gehört überhaupt ins Lager?

 

Nicht jedes Unternehmen lagert einen vollständigen Messestand ein. Häufig besteht der Bestand aus unterschiedlichen Kombinationen.

 

Typische Bestandteile können sein:

 

  • Messestand-Systeme
  • Aluminiumprofile
  • Wandelemente
  • Messewände
  • Grafiken
  • Textildrucke
  • Counter
  • Messe- und Präsentationsmöbel
  • Roll-ups
  • Faltdisplays
  • LED-Leuchtwände
  • Beleuchtung
  • Monitore und technische Komponenten
  • Prospektständer
  • Verpackungen und Transportkisten
  • Montagezubehör
  • Werbemittel und Präsentationsmaterial

 

Welche Komponenten tatsächlich eingelagert werden sollten, hängt vom jeweiligen Messekonzept und der geplanten Wiederverwendung ab.

 

Messestand richtig lagern, obwohl der Stand nicht von EINS PLUS stammt

 

Ein wichtiger Punkt für Unternehmen: Der vorhandene Messestand muss nicht zwangsläufig von dem Dienstleister stammen, der später die Lagerung oder logistische Betreuung übernimmt.

 

Ein Unternehmen kann einen Messestand beispielsweise vor Jahren gekauft, von einem anderen Anbieter fertigen lassen oder gebrauchte Komponenten übernommen haben. Entscheidend ist für die Lagerorganisation zunächst der tatsächlich vorhandene Bestand.

 

Genau hier kann ein externer Servicepartner interessant werden.

 

EINS PLUS ist dabei nicht darauf angewiesen, dass Sie einen neuen Messestand kaufen. Der vorhandene Messebestand kann vielmehr die Grundlage für die weitere Organisation bilden.

 

Je nach Bedarf kann es dabei um Lagerung, Bestandsaufnahme, Vorbereitung, Transport, Anlieferung, Aufbau, Abbau und Rücktransport gehen.

 

Wann ist eine externe Lagerung sinnvoll?

 

Eine externe Lagerung kann insbesondere dann interessant sein, wenn der vorhandene Messebestand im Unternehmen dauerhaft Platz benötigt oder regelmäßig für Veranstaltungen eingesetzt wird.

 

Typische Situationen sind:

 

  • Im Unternehmen steht keine geeignete Lagerfläche zur Verfügung.
  • Der Messestand wird nur einige Male pro Jahr benötigt.
  • Der Bestand soll geschützt und strukturiert aufbewahrt werden.
  • Mehrere Messeauftritte pro Jahr müssen organisiert werden.
  • Der Messebestand soll nicht bei jeder Veranstaltung neu zusammengestellt werden.
  • Transport und Lagerung sollen miteinander verbunden werden.
  • Im Unternehmen fehlt die personelle Kapazität für die laufende Betreuung des Messebestands.
  • Der vorhandene Bestand soll über mehrere Veranstaltungen hinweg genutzt werden.

 

Die Entscheidung sollte nicht nur anhand der Lagerkosten getroffen werden. Auch der interne Aufwand für Fläche, Verwaltung, Verpackung, Bestandskontrolle, Transport und Vorbereitung gehört zur Betrachtung.

 

Messestand lagern oder selbst lagern: Welche Fragen sollten Unternehmen stellen?

 

Ob der eigene Lagerraum oder eine externe Lösung besser passt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sinnvoll ist eine Betrachtung des gesamten Prozesses.

 

Wie viel Bestand ist tatsächlich vorhanden?

 

Ermitteln Sie zunächst nicht nur die Standgröße, sondern das tatsächliche Volumen der zerlegten Komponenten.

 

Wie häufig wird der Messestand eingesetzt?

 

Bei einem einmaligen Einsatz pro Jahr ist die Organisation anders zu bewerten als bei mehreren Veranstaltungen.

 

Wer kümmert sich um die Bestandskontrolle?

 

Ein Lagerplatz allein löst noch kein organisatorisches Problem. Entscheidend ist, wer den Bestand verwaltet.

 

Wer organisiert den Transport?

 

Wenn Lagerung und Transport getrennt organisiert werden, entstehen zusätzliche Schnittstellen. Bei regelmäßigen Messeauftritten kann eine kombinierte Lösung sinnvoll sein.

 

Wer übernimmt Aufbau und Abbau?

 

Auch diese Aufgaben sollten möglichst früh geklärt werden. Ein eingelagerter Messestand hilft wenig, wenn niemand für seine Bereitstellung und den nächsten Aufbau eingeplant ist.

 

Die eigentliche Aufgabe ist nicht die Lagerung, sondern die Einsatzbereitschaft

 

Der wichtigste Gedanke bei der professionellen Lagerung eines Messestands lautet deshalb: Der Bestand soll nicht einfach verschwinden. Er soll für den nächsten Einsatz verfügbar bleiben.

 

Ein gut organisierter Messebestand ist dann wertvoll, wenn das Unternehmen weiß, was vorhanden ist, wo es sich befindet, in welchem Zustand es ist und wie es zur nächsten Veranstaltung gelangt.

 

Das verändert auch den Blick auf die Lagerung. Sie ist nicht das Ende eines Messeauftritts, sondern Teil des nächsten Messeauftritts.

 

Ein vorhandener Messestand kann über Jahre genutzt werden

 

Ein vorhandener Messestand muss nicht nach einer einzigen Veranstaltung ersetzt werden. Gerade modulare und wiederverwendbare Systeme können für mehrere Veranstaltungen eingesetzt und je nach Bedarf ergänzt oder angepasst werden.

 

Das setzt allerdings voraus, dass der Bestand zwischen den Veranstaltungen sinnvoll organisiert wird.

 

Ein sauber dokumentierter, geschützter und vollständig gelagerter Bestand lässt sich wesentlich einfacher erneut einsetzen als Material, das über verschiedene Räume, Keller oder Abstellflächen verteilt ist.

 

Auch Grafiken oder einzelne Ausstattungselemente können bei Bedarf ausgetauscht werden, ohne dass deshalb zwangsläufig der gesamte Messestand neu angeschafft werden muss.

 

Eine gute Lagerung beginnt mit dem nächsten Messeauftritt

 

Wer seinen Messestand richtig lagern möchte, sollte bereits beim Einlagern an die nächste Veranstaltung denken.

 

Welche Messe steht als Nächstes an? Welche Standgröße wird benötigt? Welche Grafiken werden verwendet? Welche Möbel werden gebraucht? Welche technischen Komponenten gehören dazu? Welche Teile müssen ergänzt oder repariert werden?

 

Je früher diese Fragen geklärt werden, desto einfacher lässt sich der Bestand vorbereiten.

 

So entsteht ein wiederkehrender Prozess:

 

Messeauftritt → Abbau → Rücktransport → Prüfung → Lagerung → Vorbereitung → Transport → Aufbau → nächster Messeauftritt.

 

Gerade für Unternehmen mit mehreren Veranstaltungen pro Jahr kann diese Struktur den organisatorischen Aufwand deutlich reduzieren.

 

Messestand richtig lagern: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

 

Wenn Sie Ihren Messestand einlagern möchten, sollten Sie insbesondere folgende Punkte beachten:

 

  • Den Bestand nach dem Messeabbau prüfen.
  • Beschädigungen und fehlende Komponenten dokumentieren.
  • Geeignete Verpackungen verwenden.
  • Empfindliche Grafiken und Materialien besonders schützen.
  • Feuchtigkeit und ungeeignete Lagerbedingungen vermeiden.
  • Direkte Sonneneinstrahlung und unnötige mechanische Belastung vermeiden.
  • Eine aktuelle Inventarliste führen.
  • Wichtige Komponenten fotografisch dokumentieren.
  • Kleinteile eindeutig zuordnen.
  • Den tatsächlichen Lagerbedarf anhand des zerlegten Bestands ermitteln.
  • Den Zugang zum Bestand organisieren.
  • Reparaturen und Ergänzungen frühzeitig durchführen.
  • Vor dem nächsten Messeauftritt eine Bestandsprüfung vornehmen.
  • Lagerung, Transport, Aufbau und Abbau möglichst als zusammenhängenden Prozess betrachten.

 

Wenn der eigene Messebestand professionell organisiert werden soll

 

Unternehmen müssen ihren Messestand nicht zwangsläufig selbst im Keller, Lagerraum oder Büro aufbewahren und vor jeder Veranstaltung neu organisieren.

 

EINS PLUS kann vorhandene Messebestände übernehmen und die Aufgaben rund um die weitere Nutzung organisieren. Dazu können je nach Bedarf Bestandsaufnahme, Lagerung, Vorbereitung, Transport, Anlieferung, Aufbau, Abbau und Rücktransport gehören.

 

Der entscheidende Punkt ist dabei: Sie benötigen nicht zwingend einen neuen Messestand. Auch ein bereits vorhandener, gebrauchter oder bei einem anderen Anbieter erworbener Bestand kann die Grundlage für einen wiederkehrenden Messe-Service bilden.

 

Das ist besonders interessant für Unternehmen, die regelmäßig ausstellen, aber keinen eigenen Messebauer oder keine geeignete Lagerfläche vorhalten möchten.

 

Sie haben einen Messestand – aber möchten sich nicht selbst um die Lagerung kümmern?

 

Dann muss die Lösung nicht zwangsläufig in einer Neuanschaffung liegen. Häufig ist zunächst interessant, den vorhandenen Messebestand zu prüfen und zu überlegen, wie er künftig genutzt werden soll.

 

EINS PLUS unterstützt Unternehmen dabei, vorhandene Messeausstattung über mehrere Veranstaltungen hinweg zu organisieren – von der Lagerung über die Vorbereitung und den Transport bis hin zu Aufbau und Abbau.

 

So wird aus einem eingelagerten Messestand wieder ein einsatzbereiter Messebestand.

 

Sie haben einen Messestand. Sie haben eine Veranstaltung. EINS PLUS kümmert sich um das, was dazwischen passiert.

 

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